Stimmen und Reaktionen

Wagner nach Sieg in Leipzig: "Bitte gebt denen Tabletten"

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Schalkes Trainer David Wagner warnt vor verfrühter Euphorie.

Schalke 04 stürzt den bisherigen ungeschlagenen Tabellenführer Leipzig. Coach Wagner mahnt, während RB-Stürmer Poulsen die Mentalität anspricht. Reaktionen.

Schalke 04 hat den Tabellenführer gestürzt. Die Mannschaft von Cheftrainer David Wagner bezwang den bis dato ungeschlagenen Spitzenreiter RB Leipzig mit 3:1.

Wir fassen die Stimmen zum Spiel von Sky, aus der Pressekonferenz sowie aus der Mixed Zone zusammen.

Alexander Nübel (Kapitän Schalke 04):  "Mit Mentalität schlägt man meistens Qualität, das gehört jede Woche dazu. Das beweisen wir Woche für Woche."

... über seinen Patzer, der zum 3:1 führte: "Davor war es ein gutes Spiel, die Mannschaft hat über 90 Minuten ein gutes Spiel gemacht. Das Tor muss nicht sein. Ich habe mich zu früh entschieden, ihn zu fausten. Das tut sehr weh, weil wir sonst wahrscheinlich zu Null gespielt hätten. Aber für mich zählt am Ende nur der Sieg."

David Wagner (Trainer Schalke 04): "Meiner Meinung nach haben wir heute ein richtig gutes Spiel gesehen mit guten Momenten auf beiden Seiten, viel Tempo und rassigen Zweikämpfen. Ich war begeistert, wie die Jungs sich heute reingehauen haben. Denen ist das Laktat aus den Augen gelaufen. Für so Tage wie heute ist das Wort "stolz" erfunden worden. Alle, die nach sechs Spieltagen in Euphorie verfallen – bitte gebt denen Tabletten. Das Resultat hätte heute in beide Richtungen gehen können. Wir sind glücklich. Aber es ist keine Euphorie angebracht."

... über die Eckball-Variante zum 1:0: "Wir sind ja jetzt nicht ohne Idee hier her gefahren, ein bisschen haben wir uns ja auch überlegt. Wenn zwei so gute Mannschaften aufeinandertreffen, entscheiden manchmal die Standards so ein Duell. Die Ecke zum 1:0 war genau so wollt. RB hat schon viel Präsenz im kurzen Raum, da wollten wir auf den ganz kurzen Raum gehen und dann zu verlängern - das hat super geklappt."

Sascha Riehter (Koordinator der Lizenzspielerabteilung Schalke 04): "Wir haben so gespielt wie in den vergangenen Partien. Auf dem Platz steht eine Mannschaft mit sehr viel Leidenschaft, da ist die Taktik manchmal gar nicht so wichtig. Jeder weiß, was sein Mitspieler macht."

... zur Elfmeter-Entscheidung durch den VAR und den Treffer durch Amine Harit: "Er trifft Amine und zieht ihm die Beine weg. Da gibt es nichts zu diskutieren. Er hat sich danach direkt den Ball geschnappt. Das spricht für sein aktuelles Selbstvertrauen."

Schalke überrumpelt Leipzig

Manuel Gräfe (Schiedsrichter) über die VAR-Entscheidung zugunsten des Schalker Elfmeters: "Für mich sah es im Spiel so aus, dass das Schalker Spieler (Amine Harit, Anm. d. Red.) auf den Kontakt (von Leipzigs Haidara, Anm. d. Red.) gewartet hat und den Elfmeter ziehen wollte. Im Spiel hat das für mich nicht gereicht. Dann kam der Hinweis vom Video-Assistenten. In dem Moment, in dem ich rausgehe, geht es nicht mehr darum, ob es eine klare Fehlentscheidung war, sondern darum, die richtige Entscheidung zu treffen. Ich habe es mir auch lange angeschaut. Es gibt für mich immer noch Argumente zu sagen, dass der Schalker seinen Gegenspieler sucht, er macht es auch geschickt. Aber der Verteidiger ist in dem Fall ungeschickter als der Stürmer geschickt."

Julian Nagelsmann (Trainer RB Leipzig): "Es gab Situationen, wo wir das Tor machen müssen und klar besser waren als der Gegner. Wir hatten aber ein extrem schlechtes Entscheidungsverhalten. Insgesamt waren wir in der letzten Linie sehr ballunsicher in der vordersten Linie. Daher haben wir eine Menge zu tun."

Yussuf Poulsen (RB Leipzig): "Es gibt Tage, wo man sein Niveau nicht erreicht. Für uns war heute so ein Tag. Es hat die Bereitschaft gefehlt, in die Zweikämpfe zu gehen und die zweiten Bälle zu erobern – und dann reicht es gegen einen starken Gegner nicht."

Leipzigs Yussuf Poulsen.

Marcel Halstenberg (RB Leipzig): "Beim Stand von 0:0 hatten wir gute Chancen. Wenn wir die machen, geht es vielleicht anders aus. Es ist alles sehr ärgerlich gelaufen. Man kann schon sagen, dass das ein Mentalitätsspiel war. Wir probieren alles und schaffen zwar noch das 1:3, aber wirklich eng war es dann nicht."

Emil Forsberg (RB Leipzig): "Es war kein gutes Spiel von uns. Wir haben zu viele einfache Fehler gemacht und verdient verloren. Solche Tage gibt es. Wir werden daraus unsere Schlüsse ziehen und im nächsten Spiel wieder anders auftreten."

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Schalkes Understatement ist angebracht und verständlich, aber mit solchen Auftritten machen sich die Königsblauen auch selbst zum Anwärter auf den Europapokal, finden wir in unserem Kommentar – wenn sie denn die Leistungen auch gegen schwächere Gegner wie den 1. FC Köln bestätigen können.

Quelle: wa.de

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