Nach Pleite gegen Fortuna

Spieler schützen Tedesco: Wie es in der Trainer-Frage auf Schalke weitergeht

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Trainer Domenico Tedesco besitzt auf Schalke einen bis 2022 gültigen Vertrag.

Das war lebloser als zuvor: Schalke präsentiert sich gegen Fortuna Düsseldorf in allen Belangen desolat. Trainer Domenico Tedesco gerät immer mehr in den Fokus. Wie es mit ihm nun weiter geht.

Gelsenkirchen - Domenico Tedesco schritt voran. Schweren Herzens. Aber er stellte sich. Die Stimmung in der Schalker Arena hätte dabei kaum schlechter sein. Wieder war es ein miserabler Auftritt seiner Mannen bei der 0:4-Niederlage gegen Aufsteiger Fortuna Düsseldorf. "Ich habe mich für die Vorstellung entschuldigt", erklärte der Cheftrainer der Königsblauen: "Das ist das Mindeste was wir in solch einer Situation tun können. Die Fans waren verständlicherweise sehr aggressiv und frustriert. Da muss man die Ultras beziehungsweise die Nordkurve auch verstehen."

Pfeifkonzert. Die Einstellung der Unterstützung. Beschimpfungen. Doch all das richtete sich in erster Linie an die Truppe auf dem Rasen. Von den branchenüblichen "Trainer raus"-rufen ist auf Schalke bislang nichts zu hören.

Fraglich bleibt nur, wie die Klub-Verantwortlichen reagieren. Aufsichtsratsboss Clemens Tönnies, Marketingvorstand Alexander Jobst und der designierte Sportvorstand Jochen Schneider waren beim Coach in der Kabine. Besprachen das weitere Vorgehen. Und einigten sich darauf, nicht zur Mannschaft zu sprechen.

Eine vorzeitige Entlassung muss Tedesco wohl erst einmal nicht befürchten. Schneider wird offiziell erst am Montag als neuer Sportvorstand ein- und Christian Heidel formell abberufen, ehe der Ex-Leipziger am Dienstag offiziell vorgestellt wird. Juristisch wäre der Klub zwar auch vorher handlungsfähig, doch mindestens bis dahin wird in der Trainer-Frage auf Schalke zunächst einmal nichts passieren.

Spieler nehmen Tedesco aus der Schusslinie

Daher geht auch Tedesco davon aus, im kommenden Auswärtsspiel der Königsblauen am Freitagabend bei Werder Bremer (20.30 Uhr/bei uns im Live-Ticker) auf der Bank zu sitzen. Ohnehin mache er sich nicht allzu viele Gedanken um seine eigene Zukunft, sagte der 33-Jährige. An einen Rücktritt denke er auch nicht: "Ich bin keiner, der sich verpisst, ehrlich nicht. Wir müssen da rauskommen und Kraft sammeln für das nächste Spiel. Wir müssen weiter arbeiten. Ich glaube an meine Arbeit, an meine Spieler. Wir haben die richtigen Spieler, das haben wir die letzten Wochen aber nicht gezeigt." (Das Spiel zum Nachlesen im Ticker)

Schalkes neuer Sportchef sieht Hilflos-Auftritt gegen Düsseldorf

Und auch nicht gegen die Fortuna. "Die Trainingswoche vor war eigentlich gut, hat uns richtig viel Mut gemacht", sagte Tedesco: "Die Mannschaft wirkte sehr lebendig, im Spiel war sie dann aber eher tot. Wir sind aktuell extrem nervös, das ist der Hauptgrund." Weiter meinte er: "Das war leblos, brotlos, mutlos und sehr leer."

Warum die Knappen die Pläne nicht auf den Rasen bringen? Da ist der Coach nahezu genauso ratlos wie seine Kicker. Am Coach liege es jedenfalls nicht, ihn nehmen sie in Schutz. "Wir treffen die falschen Entscheidungen", sagte Stürmer Guido Burgstaller, seines Zeichens auch Teil des Mannschaftsrates: "Es ist nicht immer der Trainer oder der Sportvorstand, wir Spieler sind verantwortlich." Mark Uth pflichtete ihm bei: "Der Trainer kann nichts dafür, wenn wir so einen Schrott auf den Platz bringen."

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Quelle: wa.de

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