Nationalspieler will direkt durchstarten

Rudys Ziele: Schalke stabilisieren - und bei Löw im Kurs bleiben

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Sebastian Rudy hat bei Schalke 04 einen Vertrag bis Sommer 2022 unterschrieben.

Sebastian Rudy hat seinen ersten Tag auf Schalke direkt ausgesprochen und seine Entscheidung pro Königsblau erläutert. Dabei denkt er auch an die Nationalmannschaft.

Gelsenkirchen – Dies Extra-Runde genoss er. An seinem ersten Tag auf Schalke nahm sich Sebastian Rudy besonders viel Zeit. Als die meisten seiner Teamkollegen nach der Vormittagseinheit längst in der Kabine gewesen waren, schrieb der 28-Jährige noch fleißig Autogramme, erfüllte Foto-Wünsche. Und hatte dabei immer ein Lächeln im Gesicht.

Der 28-Jährige, für 16 Millionen Euro vom FC Bayern ins Ruhrgebiet gewechselt, ist direkt angekommen auf Schalke. Positive Erlebnisse, die er nur allzu gerne mitnehmen würde in die kommenden Wochen, Monate und Jahre. Rudy unterschrieb bei den Knappen bis Sommer 2022.

„Als Spieler ist es nicht immer von Vorteil, wenn man jedes Jahr woanders hingeht“, sagt er. „Es geht da nicht nur um das Sportliche, sondern auch um die Familie.“ Rudy hat Frau, Sohn und Hund, die so schnell wie möglich nachkommen sollen.

Mehr Argumente für Schalke als für RB

Aber natürlich war die Länge des Arbeitspapiers nicht der einzige Grund, der den Ausschlag für die Königsblau gegeben hat – und etwa gegen RB Leipzig, das eher an einer Leihe interessiert gewesen sein soll. „Am Ende sprachen mehr Dinge für Schalke“, erklärt Rudy. Das Ausland sei für ihn keine Option gewesen.

Ein Gespräch mit Coach Domenico Tedesco vor rund zwei Wochen trug einen nicht unwesentlichen Teil zur Entscheidung des defensiven Mittelfeldspielers bei. „Er hat mir aufgezeigt, was er mit mir vorhat“, berichtet er: „Da wurde ich schon ein Stück weit überzeugt, es war ein gutes Gespräch.“

Rudys erster Arbeitstag auf Schalke

Ebenso deshalb, weil Rudy gespürt hat, wie sehr sich Schalke um seine Dienste bemühte. Auch wenn Tedesco ihm nicht nur die guten Sachen vorgeführt hat: „Da wird einem nicht nur Honig ums Maul geschmiert. Er hat auch Szenen von mir gezeigt mit Dingen, die ich noch besser machen kann und was er von mir erwartet. Das ist wichtig. Ich komme ja nicht hierher, um meine Leistung stagnieren zu lassen.“

Drittteuerster Schalker Einkauf

Rudy, drittteuerster Einkauf der Schalker Klub-Historie nach Breel Embolo und Nabil Bentaleb, hat andere Ambitionen. Es soll nach vorne gehen. Mit Schalke. Aber auch für ihn selbst. Im Idealfall im Einklang miteinander.

 „Natürlich“, erklärt der gebürtige Bayer, „will ich hier meine Spiele machen und ein wichtiger Bestandteil der Mannschaft werden. 28 ist ein gutes Fußball-Alter, da kann man ein junges Team auch ein bisschen führen und seine Erfahrungen einbringen.“ Als Stabilisator im Mittelfeld, wie er es selbst beschreibt. Keine allzu unwichtige Qualität für das quantitativ gut, aber in weiten Teilen jung besetzte Zentrum der Knappen.

"Ich hoffe, dass Schalke wieder so eine konstante Saison spielt wie im Vorjahr. Und ich denke, dass ich mit meiner Erfahrung dazu beitragen kann", erklärt er.

Tedesco ist sich ebenfalls sicher, dass Rudys Reife der Truppe helfen wird: „Mit seinen Qualitäten und Erfahrungen wird er unseren zum Teil sehr jungen Kader bereichern und kann und direkt weiterhelfen.“

Rudy bereit für Hertha

Etwa schon am Sonntag im Heimspiel gegen Hertha BSC? Rudy selbst hätte naturgemäß herzlich wenig dagegen: „Ich bin fit und auf einem guten Stand. Alles andere muss der Trainer entscheiden.“

Mehr Spielpraxis als bei den Bayern – daraus macht er keinen Hehl – erhofft er sich ebenso. Er wollte sich unter dem neuen Trainer Niko Kocac durchsetzen. "Ob er mich braucht, ist allerdings die andere Frage", so Rudy: „Man hat als Fußballer leider nur eine begrenzte Zahl an Jahren, in denen man Fußball spielen kann. Das ist für mich das Wichtigste“, sagt er.

Auch mit Blick auf das DFB-Team. „Für Spieler, die nicht regelmäßig zu Einsatz kommen, ist es immer schwer“, erklärt er: „Deswegen war es auch ein wichtiger Schritt, den ich jetzt gemacht habe, damit ich in der Nationalmannschaft weiterhin hoch im Kurs stehe. Das war auch ein Ziel von mir.“ Eines von vielen, das er auf Schalke erreichen möchte.

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Quelle: wa.de

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