"Er braucht Zeit"

Schalkes Embolo oft noch zu wild und ungestüm

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Zu Fall gebracht: Breel Embolo (Mitte) geht zwischen Leverkusens  Panagiotis Retsos und Keeper Bernd Leno zu Boden.

Schalke-Stürmer Breel Embolo steckt noch mitten in der Entwicklung. Das wurde auch beim Sieg in Leverkusen wieder deutlich.

Gelsenkirchen – Am Sonntag wurde ihm immerhin eine gewisse Torbeteiligung zugesprochen, nachdem Breel Embolo zwischen den Leverkusenern Panagiotis Retsos und Keeper Bernd Leno zu Boden gegangen war wie eine gefällte Eiche und Schiedsrichter Daniel Siebert nach Videobeweis auf Strafstoß entschieden hatte. Nabil Bentaleb hatte diesen schließlich verwandelt und den 2:0-Sieg des FC Schalke 04 beim Werksteam perfekt gemacht. So kam der junge Schweizer Embolo wenigstens zu einem gefühlten Assist.

Wahrscheinlich hätte er sich selbst liebend gerne mit einem eigenen Treffer belohnt für die Arbeit, die er während der Partie in Leverkusen unermüdlich verrichtet hatte. So wie sein Sturmpartner Guido Burgstaller, der nach feiner Einzelleistung in der 11. Minute das 1:0 für die Schalker erzielt hatte. „So hat Burgi eins gemacht und Breel eins ausgelöst“, lobte Sportvorstand Christian Heidel die Schalker Doppelspitze, die im Verbund mit Franco Di Santo auf der Zehner-Position im ersten Durchgang den Ruf des Kumpel- und Malocherklubs Schalke 04 vorbildlich untermauert hatte. „Was die drei heute angelaufen sind, Wahnsinn“, würdigte Heidel das unbarmherzige Pressingspiel des Trios, das einen Sinn stiftenden Spielaufbau der Leverkusener zumeist im Keim erstickt hatte.

Leno glänzt mit Weltklasse-Parade gegen den Schweizer

Obwohl die Schalker letztlich kaum Gefahr gelaufen waren, die 1:0-Führung mal wieder zu verlieren, zeigten sie auch in Leverkusen wieder jene Schwäche, die schon seit Wochen immer wieder thematisiert wird: das Auslassen von guten Konterchancen. Die größte vergab Embolo, als er in der 63. Minute allein auf Leno zugelaufen war, doch der Bayer-Keeper den Schuss des 21-Jährigen mit einer Weltklasse-Parade abgewehrt hatte.

Der Schweizer, der im Sommer 2016 für gut 22 Millionen Euro vom FC Basel nach Gelsenkirchen gewechselt war und kurz darauf wegen einer schweren Knöchelverletzung ein Jahr ausgefallen war, steckt noch mitten in der Entwicklung, das wurde auch in Leverkusen wieder deutlich. Oft agiert er wild und ungestüm wie ein junger Mustang, was nicht selten mit einem Ballverlust oder einen Pfiff gegen ihn endet. Dass er in Leverkusen die Konter nicht sauber zu Ende spielte, entschuldigte Heidel mit dem großen Aufwand, den Embolo vorher betrieben hat. „Wenn du 90 Minuten so spielst wie er, dann spürst du alle Muskeln“, sagte Heidel.

Manchmal wie eine Dampframme

Der Sportvorstand weiß, dass der bullige Angreifer, der beizeiten wie eine Dampframme durch die gegnerischen Reihen pflügt, noch Zeit braucht. „Wir glauben an ihn. Er braucht noch Zeit, aber er hat ja auch einen Vertrag, der länger läuft“, sagte Heidel nach dem2:1-Erfolg über Hoffenheim, als Embolo der Treffer zum 2:0 gelungen war. Der Kontrakt des Schweizers läuft noch bis zum Sommer 2021.

Auch Domenico Tedesco bleibt geduldig

Auch Domenico Tedesco bleibt geduldig. Der Schalker Trainer findet, dass die Anzahl der Konter, die sich die Schalker derzeit heraus spielen, „schon eine Qualität ist“. Zudem zahle sich das zuletzt stark auf die Offensive ausgerichtete Training langsam aus. „Wir ernten nun schon mehr Früchte als vorher“, sagte der Schalke-Coach in Leverkusen.

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Quelle: wa.de

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