Nach roter Karte

Schalkes Bentaleb sauer auf Stindl: "Reagiert wie ein Baby"

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Duell mit Folgen: Nabil Bentaleb rangelt mit Lars Stindl.

Der Platzverweis von Nabil Bentaleb war eine der prägenden Szenen des 1:1-Remis zwischen Schalke 04 und Mönchengladbach. 

Gelsenkirchen – In der Spielstatistik war Nabil Bentaleb mit 100 Prozent gewonnener Duelle der zweikampfstärkste Spielern – und am Ende war fast noch ein K.o.-Sieg dazu gekommen. Die Rote Karte gegen den Schalker Mittelfeldspieler nach nur zwölf Spielminuten nach einem Gerangel mit Lars Stindl war eine der spielentscheidenden Szenen beim 1:1-Remis des FC Schalke 04 und Borussia Mönchengladbach gewesen. Und sorgte am Ende auch für den meisten Gesprächsstoff.

„Ich fand, es war keine rote Karte“, befand Bentaleb nach dem Schlusspfiff. Der Franko-Algerier war nach einem hitzigen Duell mit dem Gladbacher Spielmacher aneinander geraten: Zunächst schubste Stindel Bentaleb, der daraufhin mit einem Wischer durchs Gesicht des Gladbachers reagierte. Schiedsrichter Harm Osmers zeigte Bentaleb erst die gelbe Karte und korrigierte die Entscheidung nach Einschreiten des Videoassistenten auf Rot. „Die Hand hat im Gesicht nichts zu suchen“, sagte Bentaleb, schränkte aber sofort ein: „Eine rote Karte habe ich dafür nicht verdient.“ Lieber regte sich der 23-Jährige über das Verhalten von Stindl auf, der nach dem Streicher mit der flachen Hand mit Verzögerung und theatralisch zu Boden sinken wollte. „Da reagiert er wie ein Baby“, sagte Bentaleb, „dass war nicht besonders sportlich.“ Dennoch entschuldigte sich Bentaleb schließlich beim Schalker Team, allerdings ohne sich selbst schuldig zu fühlen.

Tedesco: "Die Aktion war ohne jede Dynamik"

Unterstützung erhielt der der algerische Nationalspieler aus den eigenen Reihen. „Ich glaube nicht, dass das eine Tätlichkeit war“, meinte beispielsweise Schalkes Sportvorstand Christian Heidel: „Das war Gelb, aber kein Rot.“ Auch Domenico Tedesco schloss sich dieser Meinung an. Zwar war auch der Schalke-Coach der Meinung, dass die Hand Bentalebs in Stindls Gesicht nichts zu suchen gehabt hätte. „Aber das war ohne jede Dynamik“, sagte der 32-Jährige und erinnerte an ähnliche Situationen mit Bayern Münchens Franck Ribery, die in der jüngeren Vergangenheit mit einer gelben Karte geahndet worden waren.

Stindl verletzt sich wenige Minute schwer und muss um WM bangen

Für Stindl selbst endete der Tag ebenfalls äußerst unglücklich. Der Mönchengladbacher verletzte sich in der 35. Minute schwer am linken Knöchel und wurde am Samstagabend mit einem Privat-PKW in eine Mönchengladbacher Klinik gefahren. Offenbar hat er sich eine schwere Bänderverletzung zugezogen, die auch seinen Einsatz bei der Weltmeisterschaft in Russland vereiteln könnte.

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Quelle: wa.de

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