Die ersten Wochen nach dem Vereinswechsel

Goretzka und Rudy beim neuen Klub: Nur einer hilft sofort

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Wiedersehen mit den Ex-Klubs: Leon Goretzka (links) trifft am Samstag erstmals seit seinem Wechsel zu den Bayern auf Schalke 04. Sebastian Rudy geht es andersherum genauso.

Schalke 04 holte Sebastian Rudy vom FC Bayern, Leon Goretzka ging einige Wochen zuvor den umgekehrten Weg. Wie liefen ihre ersten Wochen im neuen Klub? Die WA-Analyse.

Gelsenkirchen - Im Sommer gab’s den Trikottausch! Leon Goretzka wechselte ablösefrei vom FC Schalke 04 zu Bayern München, Sebastian Rudy ging für rund 16 Millionen Euro den entgegengesetzten Weg.

Am Samstag (18.30 Uhr/bei uns im Live-Ticker) treffen die beiden Mittelfeldspieler erstmals wieder auf ihre Ex-Klubs. Wie liefen die ersten Wochen für Goretzka und Rudy in der neuen Heimat? Die WA-Analyse.

Leon Goretzka

Der 23-Jährige trat das Abenteuer FC Bayern mit einem schweren Rucksack an. Wie die anderen deutschen Nationalspieler musste er vor Dienstantritt das blamable Vorrunden-Aus bei der WM verdauen. Viel Zeit zum Hadern blieb nicht, kurz nach Goretzkas Ankunft ging es mit Neu-Trainer Niko Kovac ins Trainingslager an den Tegernsee.

Sofort machte Goretzka auf sich aufmerksam. Die Trainingsleistungen bestätigte er bei seinem Debüt gegen Manchester United. Es wurde jedoch auch klar: Er ist anfällig für Blessuren, brach sich ein Gelenk im Mittelfinger.

Der Ex-Schalker biss auf die Zähne, wollte das Rennen um die Stammplätze nicht verpassen. Schon bei seiner Vorstellung hatte er mit Blick auf eine Führungsposition erklärt: „Ich sehe mich in der Lage, so eine Position einzunehmen. Das habe ich schon bewiesen. Ich muss aber erst einmal auf dem Platz vorangehen.“

Zunächst musste sich der gebürtige Bochumer, der jährlich rund zehn Millionen Gehalt einstreicht und für seinen Wechsel zudem ein Handgeld von 25 Millionen kassierte, jedoch mit einem Bank-Platz begnügen. Aber: Goretzka war in der Gunst von Kovac unter den ersten 14 Spielern - er kam im DFB-Pokal und beim Bundesliga-Auftakt zu ansprechenden Joker-Einsätzen.

Vor der Länderspiel-Pause schlug dann die große Stunde des Porsche-Liebhabers! Beim Auswärtssieg in Stuttgart durfte Goretzka von Beginn an ran, traf sehenswert zum 1:0 und legte Robert Lewandowski das 2:0 auf.

Anschließend gab's ein Sonderlob vom Trainer. Kovac sagte: „Ich bin sehr zufrieden mit Leon. Mit seinem Tiefendrang, seiner Schnelligkeit und seiner Aggressivität kann er uns den Vorteil bringen.“ Goretzka selbst blieb ganz bescheiden: „Ich wollte beweisen, dass ich der Mannschaft helfen kann.“ Gesagt, getan.

Bei Bayerns 3:1-Sieg gegen Leverkusen blieb dem Mittelfeldspieler nur die Zuschauerrolle, Goretzka war mal wieder angeschlagen. Trotzdem feierte er am Mittwoch gegen Benfica seine Rückkehr auf die Champions-League-Bühne, zuletzt war er dort im März 2015 aufgelaufen. Damals noch im königsblauen Trikot gegen Real Madrid.

Jetzt kehrt Goretzka als Roter zu den Blauen zurück. Auf Pfiffe ist der Ex-Schalker vorbereitet: „Es wird ähnlich sein wie bei meinem Abschied. Es gibt zwei Lager: Die einen, die mir alles Gute wünschen und das ein Stück weit verstanden haben. Die anderen haben ihren Unmut geäußert - und ich denke, dass es am Samstag ähnlich wird.“

Sebastian Rudy

Der mit 16 Millionen Euro drittteuerste Einkauf der Schalker Vereinsgeschichte gilt als königsblauer Königstransfer. Nach einem für ihn unbefriedigenden ersten Jahr beim FCB wollte er sich unter Neu-Coach Kovac beweisen – aber auch er plante ohne Rudy.

Der Mittelfeldspieler entschied sich für einen Wechsel. Entschied sich zum Beispiel gegen RB Leipzig und für Schalke.

Dort soll er eine Schlüsselrolle auf der Sechs übernehmen. „Wir bekommen einen sehr spielintelligenten und technisch versierten Spieler“, sagte Trainer Domenico Tedesco: „Wir sind sicher, er kann uns direkt weiterhelfen.“

Bislang tat er das nicht. Bei seinem Debüt gegen Hertha (0:2) nahmen ihn die Berliner in Manndeckung – und der 28-Jährige trat kaum in Erscheinung.

In Mönchengladbach (1:2) blieb er ebenfalls blass, verlor vor dem zweiten Fohlen-Treffer den entscheidenden Zweikampf. In der Königsklasse gegen Porto (1:1) saß Rudy 90 Minuten auf der Bank.

„Der Junge hat zuletzt ganz, ganz wenig 90-Minuten-Spiele gemacht und hat auch in Gladbach gemerkt, dass die Luft weniger wird“, sagte Schalkes Sportvorstand Christian Heidel.

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Quelle: wa.de

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