S04-Zuversicht entspringt dem Derby-Effekt

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So war es in der letzten Saison: Die Schalker durften in beiden Revierderbys jubeln.

GELSENKIRCHEN - Die Frage danach, welche Mannschaft im 143. Pflichtspiel-Derby zwischen dem FC Schalke 04 und Borussia Dortmund die Außenseiter- und die Favoritenrolle einnimmt, wird zumindest in Gelsenkirchen mit dem Hinweis darauf beantwortet, dass es in einem solchen Spiel keine Außenseiter gibt. Und somit auch keinen Favoriten.

Von Jens Greinke

„Im Derby gibt es keine Außenseiterrolle“, glaubt beispielsweise Horst Heldt zwei Tage vor dem Aufeinandertreffen der beiden großen Rivalen in der Schalker Arena (Samstag, 15.30 Uhr). Da lässt sich der Schalker Manager weder von der zuletzt so famosen Form des BVB, noch von den vielen Verletzten im eigenen Team beeindrucken. Weil er in den zurückliegenden Jahren die Erfahrung gemacht habe, „dass dieses Duell mit dem DFB-Pokal vergleichbar ist“.

Tatsächlich hatte es zuletzt immer wieder überraschende Resultate in diesem Derby gegeben. In der vergangenen Saison gelang es den Schalkern, beide Partien mit 2:1 gegen Dortmund zu gewinnen – nachdem sie in der Saison zuvor beide verloren hatte. Für Heldt ist die aktuelle Konstellation ähnlich wie die in der zurück liegenden Spielzeit: „Auch damals hatte der BVB einen guten Lauf“, erinnert sich Heldt, gewonnen habe allerdings der FC Schalke 04.

So lief es in der Saison 2012/13:
- Alles zum 142. Derby (2:1 für Schalke)

- Rückblick aufs 141. Derby (2:1 für Schalke)

Ob es sich dabei um Zweck-Optimismus oder echte Überzeugung handelt: Auffällig auf Schalke ist, dass die Verantwortlichen ihre Zuversicht in erster Linie aus dem Derby-Effekt ziehen. Auf die konkrete Frage, in welchen Bereichen er seine Mannschaft gegenüber dem BVB in Vorteil sieht, sagt Jens Keller: „Wir haben ein Heimspiel.“ Außerdem weist der Schalker Trainer darauf hin, „dass in einer solchen Partie viele Dinge passieren können“.

Weniger mannigfaltig dürften die Alternativen in Sachen Personal bei den Schalkern sein. Die Langzeitverletzten vom Stammpersonal wie Klaas-Jan Huntelaar, Jefferson Farfan, Marco Höger oder Kyriakos Papadopoulos fehlen weiterhin. Zudem sorgen sich die Blauweißen weiterhin um die Konstitution von Kevin-Prince Boateng.

Wenn die Sprache auf den 26-Jährigen kommt, fallen Begriffe wie „Körperstatik“, „Stabilität“ oder „Becken-Schiefstand“. Bei der 0:3-Niederlage am Dienstag gegen den FC Chelsea war Boateng auf der etwas körperschonenderen Stürmer-Position eingesetzt worden, war nach Auskunft von Jens Keller dennoch bereits in der Halbzeitpause „platt“.

Schalkes Trainer hofft nun, dass sich der ehemalige Dortmunder bis zum Derby in besserer Verfassung befindet. „Kevin hat hart gearbeitet und ist wieder einen Schritt weiter“, sagt Keller über den ghanaischen Nationalspieler. Ob er weit genug ist, seine Mannschaft am Samstag zu einem Sieg über Borussia Dortmund zu führen, muss abgewartet werden.

Quelle: wa.de

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