Schalker 3:2-Sieg in Braunschweig dank Last-Minute-Tor

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BRAUNSCHWEIG - Schalke 04 hat trotz großer Verletzungsprobleme die Verfolgsjagd in der Fußball-Bundesliga fortgesetzt. Der Champions-League-Teilnehmer gewann am Samstag die Auswärtspartie bei Eintracht Braunschweig äußerst glücklich mit 3:2 (1:1) und verbesserte sich auf die internationalen Plätze.

Ein spätes Tor von Roman Neustädter (90.+1 Minute) verhinderte am Samstag einen verdienten Punktgewinn des kämpferisch starken Aufsteigers, der eine zweimalige Führung nicht nutzen konnte.

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Schalke holt Sieg in Braunschweig

Vor 23 251 Zuschauern im ausverkauften Eintracht-Stadion brachten Orhan Ademi (20.) und Karim Bellarabi (59.) die Braunschweiger zweimal in Führung. Das reichte aber nicht zum ersten Bundesliga-Heimsieg seit mehr als 28 Jahren. Max Meyer (29.), der eingewechselte Leon Goretzka (65.) sowie Neustädter mit seinem Last-Minute-Tor retteten den Königsblauen die Generalprobe für das nächste Champions-League-Spiel gegen den FC Chelsea.

Schalke-Trainer Jens Keller musste sein Team auf mehreren Positionen umbauen. Neben dem langzeitverletzten Torjäger Klaas-Jan Huntelaar fehlten die angeschlagenen Leistungsträger Kevin-Prince Boateng, Jefferson Farfan und Jermaine Jones. Im Tor stand erstmals nach zwei Jahren Ralf Fährmann. Der Vertreter von Stammkeeper Timo Hildebrand (Hexenschuss) musste bei seinem Comeback bereits nach 20 Minuten den Ball aus dem Tor holen.

An der Braunschweiger Führung war Fährmann allerdings schuldlos. Nach einer verhaltenen Anfangsphase, in der Schalke trotz Feldüberlegenheit keine zwingenden Chancen hatte, landete ein langer Ball von Eintrachts Innenverteidiger Deniz Dogan bei Stürmer Ademi. Der agile Angreifer düpierte mit einer geschickten Körpertäuschung seinen Bewacher Bendikt Höwedes und ließ Fährmann keine Chance.

Schalke reagierte nicht geschockt, sondern erhöhte den Druck. Dennis Aogo (25.) vergab die erste Ausgleichschance, Meyer machte es kurz danach besser. Nach einem Kopfball von Adam Szalai, den Braunschweigs Torhüter Daniel Davari abprallen ließ, schaltete der zentrale Mittelfeldspieler am schnellsten und schob zum 1:1 ein.

Es war bis dahin die einzige Unsicherheit der von Trainer Torsten Lieberknecht leicht geänderten Eintracht-Abwehr. Für den bosnischen Nationalspieler Ermin Bicakcic (Oberschenkelprobleme) verteidigte Matthias Henn im Zentrum.

Die Eintracht setzte auch im zweiten Durchgang die kämpferischen Akzente, Schalke nutzte die wenigen Chancen aber konsequenter. Allerdings setzte sich das Verletzungspech fort. Mittelfeldmann Marco Höger wurde nach 35 Minuten mit einem bandagierten Knie gegen Goretzka ausgewechselt. Högers Einsatz gegen Chelsea ist fraglich. - dpa

Quelle: wa.de

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