„Wir sind gewarnt“ - Boateng fehlt gegen Paderborn

GELSENKIRCHEN - Die Enttäuschung über das Champions-League-Los Real Madrid ist groß. Aber erst einmal hat Schalke andere Aufgaben vor sich. Zunächst wartet der SC Paderborn am Mittwochabend auf die Gelsenkirchener.

Von Jörg Strohschein

Es ist wohl nur ein böses Gerücht, dass die Profis des FC Schalke 04 gestern ein Geheimtraining absolvierten, weil sie den Schock nach der Champions-League-Auslosung intern erst noch verarbeiten müssen. Die Enttäuschung über das Los Real Madrid, „die beste Mannschaft der Welt“, wie Manager Horst Heldt das Team aus der spanischen Hauptstadt betitelte, ist groß.

Doch die beiden Partien gegen die Königlichen liegen noch in so weiter Ferne (18. Februar und 10. März), dass die Spieler sich ganz beruhigt auf die nächste Aufgabe in der Bundesliga vorbereiten können. „Wir haben gegen den 1. FC Köln Punkte liegen gelassen. Die wollen wir uns gegen den SC Paderborn zurückholen“, sagte Heldt vor der Partie beim Aufsteiger.

Heldt fordert volle Konzentration gegen Paderborn und Hamburg

Vor der Begegnung gegen die Ostwestfalen hatte der Manager aber noch eine schlechte Nachricht zu verkünden. Kevin-Prince Boateng wird in der Hinrunde nicht mehr für sein Team zum Einsatz kommen. Der Mittelfeldspieler lässt sich in München aufgrund seiner Sprunggelenkverletzung weiterhin behandeln. Aller Voraussicht nach wird Marco Höger aber nach seiner leichteren Muskelverletzung zurück in den Teamkader rücken. Und auch der erst kürzlich genesene Sidney Sam (Faserriss) könnte nach langer Zeit einen Platz in der ersten Elf bekommen.

Die Mannschaft von Roberto Di Matteo kann derzeit jede personelle Alternative gut gebrauchen, nachdem einigen Spielern in der zweiten Hälfte gegen Köln die Energie ausgegangen war. Deshalb forderte Heldt auf den letzten Metern vor der Winterpause noch einmal volle Konzentration auf die beiden noch bevorstehenden Aufgaben gegen Paderborn und am Samstag gegen Hamburg. „Die Mannschaft muss nochmal alles geben“, sagte der Manager.

So verlor Schalke gegen Köln

Schalke: 1:2-Niederlage gegen Köln

Gegen Paderborn dürfen sich die Schalker wohl tatsächlich keine Schwäche leisten, wollen sie ihre zuletzt so schwer erkämpfte Position im oberen Drittel der Tabelle halten oder im günstigsten Fall sogar verbessern. Der SCP hat auf heimischen Platz schließlich 13 seiner bisher 18 Punkte eingesammelt. Und die Mannschaft von Trainer André Breitenreiter hat nicht zuletzt mit dem jüngsten Remis (1:1) beim VfL Wolfsburg gezeigt, dass sie gegen vermeintlich übermächtige Gegner durchaus konkurrenzfähig ist.

Die Paderborner haben ihre Anfangseuphorie, die nahezu alle Aufsteiger in jeder neuen Spielzeit durch die ersten Partien trägt, aufrecht erhalten. Der „krasseste Außenseiter aller Zeiten“ wie Breitenreiter sein Team vor der Spielzeit genannt hat, zeigt einen langen Atem und spielt im heimischen Stadion mutigen Offensivfußball, ohne die eigene Defensive zu vernachlässigen. Darauf stellen sich auch die Schalker ein. „Wir sind gewarnt“, sagte Heldt. - WA

Paderborn ist hoch motiviert

Der SC Paderborn kann im Bundesliga-Heimspiel gegen den FC Schalke 04 fast in Bestbesetzung auflaufen. Sogar Thomas Bertels könnte nach seiner Fußverletzung wieder in den Kader zurückkehren. Es fehlt weiterhin nur Süleyman Koc (Knochenödem). SC-Trainer André Breitenreiter will ein erfolgreiches Kalenderjahr 2014 mit nur zwei Heimniederlagen positiv abschließen, sorgt sich nur um die Regeneration seiner Profis. „Wir hatten nach unserem Spiel in Wolfsburg einen Tag weniger Pause als der Gegner. Deswegen müssen wir alle Kräfte bündeln, um zu Hause erstmals einen Großen zu schlagen.“ - dpa

Quelle: wa.de

Rubriklistenbild: © dpa

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