Schalke 04 will über DFB-Pokal in Europa League

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In der Bundesliga im Niemandsland – doch im DFB-Pokal träumt Schelke-Trainer Felix Magath schon vom Finale gegen den FC Bayern. ▪

GELSENKIRCHEN ▪ Es ist der letzte Pfeil, den Felix Magath noch im Köcher hat. In der Bundesliga sind die Schalker mächtig abgeschlagen, der Abstand zu den Europacup-Plätzen beträgt derzeit satte acht Punkte. Von Patrick Droste

Und auch die Möglichkeit, dass sie sich als Sieger der Champions League erneut für die Königsklasse qualifizieren, ist eher gering. Da bleibt den Königsblauen der DFB-Pokal nicht nur als kürzester, sondern auch als letzter Weg, um sich auch in der kommenden Saison für das internationale Geschäft zu qualifizieren. Wie wichtig daher heute Abend (20.30 Uhr/ZDF und Sky) ein Sieg vor heimischer Kulisse im Viertelfinale gegen den 1. FC Nürnberg wäre, stellt der Schalker Coach mit entwaffnend ehrlichen Worten klar. „Wenn wir den Sprung in die Europa League nicht schaffen, würden uns wichtige Einnahmen fehlen. Wenn wir aber dabei wären, würde uns dies die Arbeit für die kommenden Spielzeit erleichtern. Allein schon im Halbfinale würden wir zu Geld kommen, das wir sehr gut gebrauchen können“, sagt Magath. „Es geht gegen Nürnberg also um die Wurst.“

Der S04-Trainer hat sogar schon einen Plan ausgeheckt, wie es am einfachsten Richtung Europa gehen könnte. Und dabei setzt er sogar auf die Hilfe der deutschen Rekordmeisters aus München: „Man hofft natürlich, möglichst erst im Finale auf den FC Bayern zu treffen, der dann für die Champions League qualifiziert ist und so einen Platz für die Europa League frei macht.“ Denn dann wären die Schalker auch als Verlierer des Endspiels im internationalen Geschäft dabei.

Bis es so weit ist, müssen die Königsblauen aber noch zwei Hürden überspringen. Die erste ist heute die Partie gegen den Club. Und Felix Magath versprüht vor dem Duell der beiden Altmeister eine Menge Zuversicht, fast schon Euphorie, dass die Schalker in das Halbfinale einziehen werden. „Ich bin momentan mit der Entwicklung der Mannschaft sehr zufrieden. Und daher bin ich optimistischer als manch anderer, was das Team angeht“, betont der S04-Trainer, der daher auf die gleiche Mannschaft wie am Samstag beim 1:0-Sieg in Hannover setzen wird: „Ich sehe nicht so die große Notwendigkeit, etwas zu ändern.“ Dies bedeutet, dass der zu Saisonbeginn für 13 Millionen Euro verpflichtete José Manuel Jurado erneut nicht zum Team gehört. Ob der Spanier überhaupt einen Platz im Kader haben wird – auch das lässt Magath noch offen: „Da warte ich noch die letzten Trainingseindrücke ab, ob er wieder dabei ist oder ob er noch seinen Rückstand aufholen muss.“ Ähnliches gilt für den am Sonntag verpflichteten Danilo Fernando Avelar. „Er ist ganz ordentlich fit. Ob er aber fit genug ist, um schon mitzumischen, das ist schwer zu beurteilen“, meint der Coach, dem die Vorfreude auf das Aufeinandertreffen mit den Nürnbergern deutlich anzumerken ist: „Je näher das Finale kommt, umso größer ist die Wahrscheinlichkeit, international zu spielen. Denn das wäre auch aus sportlicher Sicht für uns gut, wenn man international immer im Blickfeld steht. Und nicht nur punktuell.“

Sollte es aber mit dem internationalen Geschäft nichts werden, hat er auch schon einen Plan B in der Tasche. „Dann werden wir uns auf die beiden nationalen Wettbewerbe fokussieren“, so Magath.

Quelle: wa.de

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