Sporting-Pläne geplatzt

Wechsel von Boateng nach Lissabon scheitert an Bildrechten

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[UPDATE 19.20 Uhr] Gelsenkirchen/Lissabon - Der Wechsel des suspendierten Fußballprofis Kevin-Prince Boateng vom Bundesligisten Schalke 04 zu Sporting Lissabon ist nach einem stundenlangen Verwirrspiel geplatzt.

Wie der portugiesische Erstligist am Donnerstag mitteilte, scheiterte der Transfer an Uneinigkeit über die Bildrechte am 28-Jährigen. Berichten zufolge wollte der Prince offenbar weiter die Rechte für sich beanspruchen, Sporting aber selbst die Kontrolle haben. Man wünsche Boateng für die Zukunft alles Gute, hieß es im offiziellen Kommuniqué weiter.

Bei Verhandlungen über sogenannte Image- oder Bildrechte geht es darum, zu welchem Anteil der Verein, der Profi oder auch Dritte jeweils die Präsenz eines Fußballers in den Medien vermarkten dürfen. Im Juni hatte Milliardär Peter Lim aus Singapur - der auch Besitzer des FC Valencia ist - von Real-Madrid-Star Cristiano Ronaldo die Bildrechte des Portugiesen für sechs Jahre erworben.

Noch am Mittag hatte Schalke offiziell dementiert, dass Boateng bei Sporting durch den Medizincheck gefallen sei. "Verhandlungen zwischen Sporting und Boateng nach wie vor in vollem Gange", schrieben die Königsblauen bei Twitter. Auch Boatengs Berater Edoardo Crnjar hatte eine entsprechende Meldung der portugiesischen Zeitung Correio da Manha umgehend dementiert. "Das ist Unsinn. Die Verhandlungen laufen noch. Wir versuchen uns zu einigen", hatte er der Bild-Zeitung gesagt.

Boatengs Vertrag bei den Königsblauen läuft noch bis 2016, am 11. Mai war er jedoch vom Spiel- und Trainingsbetrieb suspendiert worden. Der Verein erklärte, das Vertrauensverhältnis zum Spieler sei zerstört.

Sporting Lissabon bestreitet sein erstes offizielles Saison-Spiel am Sonntagabend gegen Landesmeister Benfica Lissabon. Im Estádio Algarve in Faro geht um den portugiesischen Supercup. Mit dem im Sommer von Stadtrivale Benfica geholten Trainer Jorge Jesus wollen die "Löwen" endlich den ersten Liga-Titel seit 2001/2002 gewinnen. - sid/dpa

Quelle: wa.de

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