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Schalke verpflichtet Gladbacher Neustädter

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DOHA ▪ Es dürften einige Telefonkosten angefallen sein in den vergangenen Tage, in denen Horst Heldt das ein oder andere Mal von Doha nach Belek telefonierte. Dabei ging es nicht nur um das Wetter, das am Arabischen Golf weitaus besser ist, als an der türkischen Riviera. Es ging vor allem um einen wichtigen Transfer: Ab dem Sommer wird Roman Neustädter von Borussia Mönchengladbach zum FC Schalke 04 wechseln.

Heldt bestätigte kurz vor dem Testspiel der Schalker gegen Al Sadd FC die Verpflichtung des 23-jährigen, defensiven Mittelfeldspieler. „Roman bekommt einen Vier-Jahres-Vertrag bis 2016“, sagte der Schalker Manager und ergänzte: „Wir sind froh, dass er sich für uns entschieden hat. Er ist ein deutscher Spieler, ablösefrei und zeigt seit eineinhalb Jahren tadellose Leistungen.“ Das akute Problem, das die Schalker derzeit auf der Sechserposition plagt, konnte Heldt hingegen nicht lösen. „Aufgrund der Sperre von Jermaine Jones und einigen Verletzungen haben wir versucht, Roman schon in der Winterpause zu holen“, so Heldt. Borussias Sportdirektor Max Eberl, der sich derzeit mit dem Team im Trainingslager in Belek aufhält, hätte allerdings sofort ein „klares Nein“ signalisiert, so Heldt.

Der gebürtige Russe Neustädter kam 1994 nach Deutschland, wo sein Vater Peter als Profi-Fußballer beim FSV Mainz anheuerte. Roman Neustädter durchlief beim FSV die Jugend und rückte schließlich in den Zweitliga-Kader auf. 2009 wechselte der Sechser nach Mönchengladbach, wo er bislang 43 Bundesliga-Partien absolvierte.

Den aktuellen Personalmangel im defensiven Mittelfeld muss Schalke-Coach Huub Stevens offenbar mit dem vorhandenen Kader lösen. Der für sechs Bundesliga-Spiele gesperrte Jermaine Jones saß im Testspiel gegen den asiatischen Champions-League-Sieger Al Sadd FC auf der Tribüne, damit Stevens andere Varianten ausprobieren konnte. In der ersten Halbzeit bildeten Christoph Moritz und Marco Höger eine Doppelsechs, im zweiten Durchgang ließ Stevens mit Raute spielen und stellte Kyriagos Papadopoulos auf die zentrale defensive Position.

„Al Sadd wird das Spiel sehr ernst nehmen“, hatte Stevens vor der Partie prognostiziert. Der Holländer behielt recht. Zwar gingen die Schalker in der 43. Minute nach einem Konter durch Teemu Pukki in Führung, doch drehte das Team aus Doha die Partie im zweiten Durchgang. Nach einem Patzer von Keeper Mathias Schober, der in der Pause Lars Unnerstall abgelöst hatte, glich Hassan Khalid Al Haydous aus. Vor gut 1 000 Zuschauern im Jassim-Bin-Hamad-Stadion gelang Filipe Jorge schließlich aus 18 Metern das 2:1. ▪ Jens Greinke

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