Huntelaar erleidet Prellung

FC Schalke 04 verliert 0:2 gegen Real Madrid

GELSENKIRCHEN - Es war keine Revanche, aber eine gewisse Rehabilitation: Nachdem die Mannschaft des FC Schalke im vergangenen Jahr im Achtelfinale der Champions League von Real Madrid noch ordentlich Prügel bezogen hatte (1:6 und 1:3), zeigte sich die Mannschaft unter ihrem neuen Trainer Roberto Di Matteo bei der Neuauflage des Duells weitaus widerstandsfähiger. 0:2 (0:1) hieß es nach 90 hoch interessanten Minuten.

Von Jens Greinke

Ein Ergebnis, dass so gut wie keine Hoffnung auf eine Weiterkommen im Rückspiel in drei Wochen (10. März) lässt.

Wie erwartet hatte Roberto Di Matteo ordentlich Mörtel angerührt: Vor der Fünfer-Kette wartete mit Marco Höger, Roman Neustädter und Kevin-Prince Boateng ein weiterer Abwehrriegel. Schalker Stahlbeton. Ein auf dem Papier recht beruhigendes Bollwerk für den erst 19-jährigen Timon Wellenreuther im Schalker Gehäuse.

Die Galaktischen, die übrigens in recht unterirdischen pinken Trikots antraten, hatten zwar einige namhafte Ausfälle zu verkraften (unter anderem Coentrao, Ramos, Modric, Khedira und James Rodriguez), doch ist Carlo Ancelotti als Trainer mit dem Real-Kader ein gesegneter Mann. Die Mannschaft, die er aufbot, war eine der hochkarätigsten, die in den vergangenen Jahren den ausfahrbaren Rasen in der Arena betreten hatte.

Doch die Schalker machten ihre Sache gut, auf alle Fälle viel besser als in der vergangenen Saison. Und während sich die Madrilenen mit dem blauweißen Defensivwall abmühten, kamen die Gastgeber sogar zunächst zu den besseren Torgelegenheiten. In der 13. Minute versenkte Dennis Aogo etwas unnötig einen Freistoß aus aussichtsreicher Position in der Real-Mauer, sieben Minuten später scheiterte er mit einem Schuss aus 16 Metern. Und in der 25. Minute parierte Iker Casillas einen Ball von Klaas-Jan Huntelaar. Es war nicht der Abend des „Hunters“: In der 33. Minute musste der Niederländer verletzt vom Platz, nachdem er von Raphael Varane gefoult worden war. Di Matteo brachte U 19-Stürmer Felix Platte. Huntelaar wurde noch während des Spiels ins Krankenhaus gefahren – mit Verdacht auf Wadenbeinbruch. Doch es gab noch am Abend Entwarnung: Huntelaar erlitt nur eine schwere Prellung am Schienbein.

Bilder vom Champions League-Spiel Schalke 04 gegen Real

Real suchte weiter hartnäckig die Lücke und wartete auf diesen einen Moment, in dem sich Risse im Schalker Mauerwerk zeigten. In der 26. Minute war es dann soweit: Eine exakte Flanke von Dani Carvajal, der nicht an der Hereingabe gehindert wurde, erreichte den völlig frei stehenden Cristiano Ronaldo, der unhaltbar für Wellenreuther zum 0:1 einköpfte.

Es war dieser geradezu chirurgische Fußball Madrids, der die Schalker in Bedrängnis brachte. Wie in der 31. Minute, als Toni Kroos die Schalker Abwehr mit einem Pass in die Tiefe filetierte, doch Karim Benzema aus kurzer Distanz am hervorragend reagierenden Wellenreuther scheiterte. Schalkes Keeper erhielt kurz darauf erneut Applaus auf offener Szene, als er einen krachenden Freistoß von Ronaldo aus dem Winkel kratzte.

Im zweiten Durchgang verwaltete Real den Vorsprung, während Schalke auf mögliche Fehler der Spanier wartete. Dieser kam in der 74. Minute, doch Platte traf aus 16 Metern nur die Latte. Danach gaben sich die Galaktischen in Pink keine Blöße mehr. Ganz im Gegenteil: Marcelo knallte den Ball in der 79. Minute zum 0:2 in die Maschen.

Quelle: wa.de

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