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Schalke und der VAR-Ärger: Rouven Schröder hat klare Forderung

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Von: Sven Schneider

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Der FC Schalke 04 unterliegt beim 1. FC Köln. Im Vordergrund stand aber der VAR, der von einigen hinterfragt wurde. Ganz besonders von Sportdirektor Rouven Schröder.

Köln - Es war sicherlich kein einfacher Sonntagnachmittag für alle Fans von Schalke 04. Rodrigo Zalazar hatte Königsblau am 1. Bundesligaspieltag per traumhafter Volleyabnahme gegen den 1. FC Köln früh in Führung gebracht. Der Video-Assistent-Referee (VAR) schaltete sich ein, Schiedsrichter Robert Schröder nahm den Treffer zurück. Kurz darauf flog Dominick Drexler mit einer Roten Karte vom Feld. Besonders angefressen nach dem Schlusspfiff: Schalkes Sportdirektor Rouven Schröder.

Schalke und der VAR-Ärger: Rouven Schröder mit klarer Forderung

Die Bundesliga-Rückkehr hätte so schön sein können für den S04-Kader. Nach 90 Minuten jedoch herrschte Enttäuschung, Wut und Unverständnis bei allen, die es mit dem FC Schalke 04 halten. Nicht gegebener Treffer, Rote Karte und Ball im Aus - der VAR-Ärger war immens groß beim Klub aus Gelsenkirchen. Ganz besonders jedoch bei Sportdirektor Rouven Schröder.

Denn der sprach von einem „ganz schlechten Gefühl“ nach dem Abpfiff. „Die Art und Weise stört mich elementar. Enge Entscheidungen werden korrigiert. Das macht mich sehr unruhig, das wühlt mich auf“, sagte Rouven Schröder bei DAZN. Gemeint hatte er den vermeintlichen Führungstreffer von Rodrigo Zalazar, der aberkannt wurde. Der Grund: Die Kugel landete zwar unhaltbar im Netz, Maya Yoshida stand aber vor Kölns Keeper Schwäbe und angeblich in seinem Sichtfeld. Kameraaufzeichnungen zeigten aber später, dass er eben dies nicht tat.

„Wir brauchen einen Video-Assistent, und keinen Oberschiedsrichter“, so Rouven Schröder, der anmerkte, dass es sich bei dieser Situation nicht um eine klare Fehlentscheidung handelte. Denn nur dann soll der VAR eingreifen. Doch: Der VAR meldete sich bei strittigen Szenen, die keine kompletten Fehlentscheidungen waren. Und das nicht nur einmal.

Rouven Schröder nach Schalke-Niederlage angefressen - Köln siegt verdient

„Wenn man in der 35. Minute eine Rote Karte gibt und dann den kompletten Verlauf des Zweikampfs sieht, dann ist es keine klare Fehlentscheidung“, merkte Schröder an. Dominick Drexler, der in Schalkes Startaufstellung den Vorzug vor seinen Konkurrenten erhielt, war Jonas Hector im Mittelfeld mit der Sohle auf die Wade gestiegen. Zunächst ließ der Unparteiische die Partie weiterlaufen, wurde dann jedoch vom VAR angewiesen, sich die Situation noch einmal anzuschauen. Das Ergebnis: Rote Karte für Drexler. „Rückwirkend ist für mich die Rote Karte schwierig. Das verändert das ganze Spiel“, so Schröder.

Doch damit nicht genug, wie Rouven Schröder betonte. Denn: Schalke kassierte den ersten Gegentreffer nach einer Ecke. Der Ball war jedoch in der Situation zuvor nicht mehr im Spielfeld. „Vor dem 1:0 ist der Ball im Aus, da wird nicht korrigiert“, sagte Schröder, der sich fast in Rage redete. Klar ist: Zwar hat Schalke 04 aufgrund der zweiten Halbzeit verdient verloren. Neue Fans hat der VAR aber nicht dazugewinnen können.

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