Roberto Di Matteo warnt vor Stuttgart

Roberto di Matteo

GELSENKIRCHEN - Am Mittwoch hatte sich Roberto Di Matteo auf die so genannte „Mythos-Tour“ begeben. Dies ist kein neues Reise-Angebot für Schalke-Touristen aus aller Welt, sondern eine mannschaftsinterne Veranstaltung, die seit Beginn dieser Saison für jedes neue Mitglied der Schalker Profi-Abteilung verpflichtend ist.

Von Jens Greinke

Der Italo-Schweizer besichtigte blauweiße Sehenswürdigkeiten wie die Schalker Meile und Glückauf-Kampfbahn, später gab es ein Treffen mit ausgewählten Fans und Ultras. Begleitet wurde er dabei vom Schalker „Euro-Fighter“ Ingo Anderbrügge, einem der Uefa-Cup-Helden von 1997 und auch mit 50 Jahren noch ein zupackender Mann mit schraubstock-artigem Händedruck. Der neue Schalker Coach zeigte sich beeindruckt: „Es war sehr interessant, mehr von der Geschichte und der Tradition dieses Vereins zu erfahren.“

Mit der Mythos-Tour, die auch schon die Neuzugänge Fabian Giefer, Sidney Sam, Eric Maxim Choupo-Moting und Jan Kirchhoff absolviert haben, versucht Manager Horst Heldt, ein gewisses Fingerspitzengefühl zu entwickeln. Die Profis, von denen nur wenige in Gelsenkirchen oder Umgebung wohnen, sollen die Schalker Seele besser verstehen lernen. „Wir wollen ein Bewusstsein dafür schaffen, was die Leute alles auf sich nehmen, um diesen Verein zu unterstützen“, sagte Heldt. Dabei besuche man auch bewusst Stellen, die nicht unbedingt zu den Gelsenkirchener Sehenswürdigkeiten gehören. „Um zu sensibilisieren“, wie Heldt sagt.

Einer, der in diesem Zusammenhang ebenfalls als hervorragender Tourguide eingesetzt werden könnte, ist heute Gegner der Königsblauen: Huub Stevens. Der zum Schalker „Jahrhundert-Trainer“ gewählte Niederländer hatte in der vorangegangenen Woche die Nachfolge des zurück getretenen Armin Veh beim VfB Stuttgart übernommen. Was die Aussichten der Schalker beim Gastspiel in der Schwaben-Metropole (Samstag, 15.30 Uhr) noch einmal schmälern dürfte. Denn neben der akuten Auswärtsschwäche der Knappen (ein Sieg, fünf Niederlagen) ist Stuttgart kein gutes Pflaster für Blau und Weiß: der letzte Sieg dort glückte in der Saison 2009/2010.

„Der VfB hat durch den Trainerwechsel eine neue Motivation erhalten. Darauf müssen wir vorbereitet sein“, warnt Di Matteo. Personell kann der Schalker Coach wahrscheinlich wieder auf Kaan Ayhan und Jan Kirchhoff zurück greifen. Definitiv ausfallen wird hingegen Kevin-Prince Boateng, der unter der Woche nach Mailand geflogen war, um seine Sprunggelenksverletzung behandeln zu lassen. „Es geht ihm nun besser, aber ein Spiel käme noch zu früh“, sagt Di Matteo. Immerhin ist eine Operation bei Boateng offenbar vom Tisch. „So schlimm ist die Verletzung nicht“, meint Di Matteo.

Der Schalker Coach hätte es übrigens am liebsten, „wenn uns 60.000 Fans nach Stuttgart begleiten könnten“. Eine Aussage, die beweist, dass er schon einiges über den Schalker Mythos gelernt hat.

Quelle: wa.de

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