Schalke-Stürmer Raúl nach Partie in Hannover: "Ein ganz wichtiger Sieg"

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Applaus für den Altmeister: Raúl (vorne) lässt sich in Hannover feiern.

HANNOVER - Es war der letzte Sprint des Abends und sowohl Julian Draxler als auch Raúl schienen auch zwei Stunden nach dem Spiel noch bei Kräften zu sein. Die beiden Schalker Profis hatten gerade die Dopingprobe nach dem 1:0-Auswärtserfolg bei Hannover 96 hinter sich gebracht und wollten schleunigst zum wartenden Mannschaftsbus eilen. 

Von Jörg Strohschein

Beide hätten viel erzählen können von diesem Spiel, dass sie maßgeblich beeinflusst hatten, aber sie wollten sich die Zeit nicht mehr nehmen. Dabei hatte der 17-jährige Draxler sein Startelf-Debüt hinter sich gebracht und eine beeindruckende, weil unbekümmerte und ideenreiche Vorstellung gegeben, die dem Schalker Aufbauspiel an diesem Tag sichtlich gut getan hatte. Trainer Felix Magath schwärmte dann auch. „Ich bin ein Fan von diesem Spieler. Er ist ein Riesentalent.“

Der 33 Jahre alte Raúl erzielte dagegen Mitte der ersten Hälfte den entscheidenden Treffer und erhält damit dem Klub weiter die Hoffnung auf die Qualifikation für einen internationalen Wettbewerb. Aber vielmehr noch als die langfristige Perspektive hat der Spanier diese Begegnung für sich persönlich genutzt, weil er in einem Auswärtsspiel erstmals seine spielerischen aber auch kämpferischen Fähigkeiten zeigte und die ihm zugedachte Führungsrolle einnahm, die er zuvor allein in der Gelsenkirchener Arena hin und wieder nachgewiesen hatte. „Ein ganz wichtiger Sieg. Ich bin glücklich, dass ich das Tor gemacht habe“, rief Raúl noch im Vorbeilaufen und freute sich über seinen ersten Auswärtstreffer, dem zehnten insgesamt in dieser Saison, ehe er im Bus verschwand.

Für die Schalker bedeutete der hart erkämpfte Erfolg die Möglichkeit, das eigene Schicksal selbst bestimmen zu können. „Die Aufholjagd fängt jetzt an“, so Magath, der von der Rückrundenauftakt-Niederlage gegen den HSV nichts mehr wissen wollte. „Das war nicht der Maßstab. Heute haben wir die Wahrheit gesehen.“

Doch die Unstetigkeit war bisher ein treuer Begleiter der Schalker in der laufenden Saison. Christoph Metzelder beschrieb den Ausblick auf die kommenden Wochen deshalb mit einem skeptischen Unterton. Denn weitere Misserfolge kann sich die Mannschaft nicht leisten. „Das ist uns bewusst. Wir können nicht alle zwei Wochen unsere Fehler wiedergutmachen. Wir müssen uns jetzt entscheiden, wo wir hinwollen“, sagte der gut aufgelegte Innenverteidiger, der gemeinsam mit Nebenmann Benedikt Höwedes und Keeper Manuel Neuer die Grundlage für den Sieg in der Defensive legte und den starken Hannoveranern den Nerv zog.

Quelle: wa.de

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