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Raúl will Schalker bleiben

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DOHA - Schalke-Stürmer Raúl kann sich eine Vertragsverlängerung beim FC Schalke vorstellen. Der 34-Jährige sagte am Freitagmorgen auf einer Pressekonferenz im Trainingslager in Katar, er sehe "keinen Grund, der gegen Schalke spricht".

Aus Doha berichtet Jens Greinke

Horst Heldt hat sich in seiner Karriere als Fußball-Profi des öfteren als sicherer Elfmeter-Schütze hervorgetan. Als Manager bescherte ihm Raúl González Blanco nun eine Situation, die man im Sport gemeinhin als Elfmeter oder auch Matchball bezeichnet. Der Betreffende muss nur noch verwandeln.

 „Meine Vision ist es, weiter für Schalke zu spielen“, sagte der spanische Weltstar, als er nach einer möglichen Vertragsverlängerung bei den Knappen angesprochen wurde. Der Vertrag des

Raul Katar
Im Trainingslager in Katar hat Raul positive Signale für eine Vertragsverlängerung gegeben. - Foto: Greinke © Foto: Greinke

34-jährigen Spaniers läuft im Sommer aus. Bislang war es als fraglich angesehen worden, ob Raúl zum Bleiben bewegt werden kann. Seine Aussagen im Trainingslager in Doha belegen nun, dass er seinen Arbeitsplatz auf Schalke gerne behalten würde.

Aktuell bezieht der Torjäger ein Jahresgehalt von rund sieben Millionen Euro, von denen zwei Millionen Euro von seinem Ex-Arbeitgeber Real Madrid übernommen werden. Diese Regelung läuft im Sommer aus, sodass die Schalker im Falle einer weiteren Zusammenarbeit das gesamte Gehalt stemmen müssten. Heldt selbst hatte einen Tag zuvor angekündigt, dass noch im Januar ein Gespräch mit Raúls Berater Gines Carvajal stattfinden werde, in dessen Verlauf darüber entschieden werden soll, ob der ehemalige Welt-Torjäger weiter das Schalker Trikot tragen wird. Raúl bestätigte diesen Termin und sagte: „Ich bin optimistisch, dass es zu einer Lösung kommen wird. Im Moment gibt es keinen Grund, warum ich nicht auf Schalke bleiben sollte.“

Sowohl Raúl als auch Heldt glauben nicht, dass sich die Verhandlungen länger hinziehen werden wie beispielsweise im Fall von Jefferson Farfan. Nicht relevant für den Ausgang der Verhandlungen sei zudem die Laufzeit eines neuen Kontraktes. „Es geht nicht darum, ob ich einen Ein- oder Zweijahres-Vertrag erhalte“, sagt Raúl. Raúls Motivation, für Schalke weiterhin in der Bundesliga zu spielen, ist offenbar groß und nicht vordergründig von der Chance, weitere Pokale zu gewinnen, geprägt: „Wie sich Titelgewinne anfühlen, weiß ich.“

In Doha wiederholte der Spanier nochmals, wie wohl sich seine Familie, mit der er in Düsseldorf lebt, in Deutschland fühle. Und wie einzigartig es sei, in der Bundesliga zu spielen: „Die Stadien sind fast immer voll, die Fans sind begeisternd. So etwas habe ich vorher noch nie erlebt.“ Die anstehenden Vertragsgespräche empfindet Raúl nicht als Belastung: „Mein Kopf ist frei und allein bei Schalke. Ich verspüre keinen Druck“, sagt der 34-Jährige. Somit ist Horst Heldt am Zug. Um einen Elfmeter zu verwandeln, hat man in aller Regel nur einen Versuch. Heldt weiß das, wenn er sich in Kürze mit Raúls Berater trifft. Manchmal ist es spielend leicht, manchmal aber auch verdammt schwierig.

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