Schalke stapelt nach Sieg in Köln weiter tief

KÖLN ▪ Es bedurfte am Samstag keiner besonderen hellseherischen Fähigkeiten, Huub Stevens‘ Einschätzung der aktuellen Situation vorherzusagen. „Wir haben jetzt 40 Punkte. Damit können wir, denke ich, nicht mehr absteigen“, sagte der Niederländer nach dem 4:1 (0:1)-Erfolg seiner Mannschaft beim 1. FC Köln. Tiefstapelei auf höchstem Niveau.

Von Jens Greinke

Die „M-Frage“ steht beim FC Schalke 04 weiterhin ganz oben auf dem Index. Obwohl sich die Knappen nach zuletzt fünf Siegen in Folge in der Spitzengruppe der Liga festgesetzt haben und sich bislang nicht abschütteln ließen, erwecken die Verantwortlichen den Eindruck, als seien sie dort oben so fremd wie grüne Männchen auf dem Mond. „Ich denke, dass andere Mannschaften besser sind“, wiederholt Stevens mantra-artig. Und Manager Horst Heldt antwortet auf die Frage, was die Mannschaft umwerfen könne: „Eine Meisterdiskussion!“ Passend dazu ergänzt Routinier Christoph Metzelder: „Wir sind vielleicht keine Spitzenmannschaft, aber eine Mannschaft.“

Letzteres Zitat war wahrscheinlich das treffendste an diesem Abend in Köln, der für die Schalker alles andere als optimal begonnen hatte. In der ersten Halbzeit hatten die Hausherren das Spiel klar dominiert. Die Schalker, die auf ein halbes Dutzend potenzieller Stammspieler wie Raul, Jermaine Jones oder Lewis Holtby hatten verzichten müssen, waren zur Pause mit dem 0:1 durch Lukas Podolski (4.) gut bedient.

„Wir sind dann in der zweiten Halbzeit volles Risiko gegangen“, sagte Stevens, der zudem taktisch einige Änderungen vornahm. Die effektivste dabei war sicherlich die Einwechslung von Juan-Manuel Jurado, der die Offensive der Schalker spürbar belebte. Die Abgebrühtheit von Cirpian Marica, der mit seinem beiden Treffern (60./72.) die Wende eingeleitet hatte sowie die Leistungssteigerung der gesamten Mannschaft waren weitere wichtige Komponenten dieses Erfolges, zu dem Klaas-Jan Huntelaar (77./Foulfmeter) und Marco Höger (82.) die weiteren Treffer beigesteuert hatten.

„Wir sind realistisch“, sagte Stevens, „wir haben einen weiteren Schritt gemacht.“ Auf dem Weg wohin, ließ der Niederländer offen. Der Gang in die 2. Liga ist jedenfalls schon mal abgewendet.

Quelle: wa.de

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