Selbstbewusst ins Achtelfinal-Hinspiel

Forsche Töne von Di Matteo vor dem Duell gegen Real

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GELSENKIRCHEN - S04-Trainer Roberto Di Matteo bezog auf der Pressekonferenz am Dienstag vor der Champions-League-Achtelfinalpartie gegen Real Madrid (Mittwoch, 20.45 Uhr/Sky und ZDF) klar Stellung und sagte: „Wir wollen das Spiel gewinnen.“

Von Jens Greinke

In dieser Deutlichkeit hatte der Italo-Schweizer seine Zielsetzungen noch nicht formuliert. Nach den beiden schweren Nackenschlägen aus dem Vorjahr, als die Schalker ebenfalls im Achtelfinale der Champions League gegen die Madrilenen mit 1:3 in Madrid und schließlich gar mit 1:6 in der eigenen Arena ein königsblaues Waterloo erlebten, hatten sich die Schalker bislang als krasser Außenseiter geriert.

Doch der gute Start in die Rückrunde der Bundesliga scheint den Ehrgeiz erhöht zu haben. Insbesondere der Umstand, dass die Schalker beim FC Bayern München ein 1:1 erreicht hatten und damit die bislang einzige Mannschaft in der laufenden Saison sind, die gegen den Rekordmeister noch nicht verloren hat, sorgt für ein starkes Rückgrat.

Das laut Manager Horst Heldt auch nicht wegen der 0:1-Niederlage am vergangenen Wochenende bei Eintracht Frankfurt an Stabilität verlieren werde: „Das werden wir ausblenden können. Zumal wir in Frankfurt meiner Meinung nach Vieles richtig gemacht haben. Wir hatten eine Fülle von Chancen, die wir nicht genutzt haben. Es war aber trotz der Niederlage ein gutes Spiel“, meint der 45-Jährige.

Heldt stellt seinem Trainer ganz nebenbei auch einen Freifahrtschein für die Partie gegen Real aus. „Bei uns braucht er den Sieg nicht, um zu beweisen, dass er ein guter Trainer ist“, sagt Heldt. Im Schalker Umfeld könnte ein Erfolg über die Königlichen dafür sorgen, dass der im Oktober 2014 engagierte Fußball-Lehrer endgültig „auf Schalke“ ankommt.

Die Fans haben sich mittlerweile mit der derzeit noch sehr defensiven, aber extrem effektiven Spielweise der Mannschaft angefreundet. Die Erfolge haben es ihnen leicht gemacht. Gleichzeitig hoffen sie aber auch, dass sich die Attraktivität des Schalkers Spiels in Zukunft noch vergrößern wird – wenn erst einmal wieder einige der vielen verletzten Offensiv-Kräfte, insbesondere auf den Außenbahnen, in die Mannschaft zurückkehren.

Gegen Real muss Di Matteo allerdings mit demselben Kader arbeiten, der ihm am Samstag in Frankfurt zur Verfügung stand. Mit einer Ausnahme: Klaas-Jan Huntelaar, der in der Bundesliga derzeit eine Rotsperre absitzt, dürfte wieder in der Startformation stehen. Und der „Hunter“ ist nach seiner Zwangspause nach eigener Aussage „heiß“.

Der 31-Jährige, der im Jahr 2009 selbst das Real-Trikot getragen hatte, glaubt ebenfalls, dass seine Mannschaft dieses Mal größere Chancen hat als in der vergangenen Saison. „Wir spielen jetzt ein anderes System, das uns sehr viel Stabilität gebracht hat“, sagt Huntelaar: „Die Bayern sind wie Real ebenfalls ein Top-Team. Eine ähnliche Leistung müssen wir auch gegen Real zeigen“, sagt Huntelaar.

Quelle: wa.de

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