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Irrer Schalke-Sieg in Sandhausen: Torjubel verwirrt die Regie völlig

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Von: Erik Hlacer

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SV Sandhausen - FC Schalke 04.
Darko Churlinov feiert das 1:0 für den FC Schalke 04. © Uwe Anspach/dpa

Schalke siegt dank einem Lucky-Punch in Sandhausen und rückt dem Aufstieg immer näher. Der Jubel von Marius Bülter sorgt für Verwirrung.

Hamm - Der FC Schalke 04 macht einen großen Schritt in Richtung Aufstieg. Beim SV Sandhausen siegt der Revierklub mit 2:1 und holt sich damit die Tabellenführung vom SV Werder Bremen zurück. Das entscheidende Tor fällt erst in der Nachspielzeit und lässt den Schalker Anhang auf der Tribüne regelrecht eskalieren.

Schalke siegt in Sandhausen: S04 rückt Aufstieg dank Lucky Punch immer näher

Schon früh hatte sich herauskristallisiert, dass es kein normales Heimspiel für den SV Sandhausen werden würde. Das Übergewicht der Schalke-Fans im BWT-Stadion am Hardtwald war unverkennbar. S04-Trainer Mike Büskens schätzte vor Beginn der Partie, dass die Anhänger des Revierklubs etwa zwei Drittel der Arena ausmachten. 10.000 Schalker hatten sich angekündigt. Und tatsächlich waren ausschließlich die Fans der Gelsenkirchener hörbar, die ihre Mannschaft bedingungslos anfeuerten.

Das war auch bitter nötig. Denn Sandhausen entpuppte sich als harter Gegner. Überraschend war das nicht, denn das Team von Alois Schwarz ist die drittbeste Mannschaft der Rückrunde. Am Ende machten jedoch Kleinigkeiten den Ausschlag. Unter anderem wie so oft Simon Terodde, der Schalke mit seinem Doppelpack letztlich auf die Siegerstraße brachte.

Bei seinem ersten Treffer hatte es noch den Anschein gemacht, als sei der Torschütze ein ganz anderer. Sturm-Kollege Marius Bülter jubelte dabei nämlich so ausgiebig, dass die Regie völlig irritiert war und lediglich ihn vor die Linse brachte. Auch Sky-Kommentator Jonas Friedrich ließ sich vom Bülter-Jubel verwirren und schrieb dem Ex-Unioner das Tor zunächst gut. Erst die Zeitlupe brachte dann endgültige Sicherheit: Es war wieder einmal Simon Terodde, der nach dem Spiel im TV-Interview bei Sky überhaupt keine Stimme mehr hatte.

Schalke wieder Tabellenführer - Doch es stehen noch zwei Topspiele an

In den letzten beiden Partien geht es für den FC Schalke 04 jetzt noch gegen den FC St. Pauli sowie den 1. FC Nürnberg. Beide Mannschaften spielen noch um den Aufstieg mit. Es ist also ein anspruchsvolles Restprogramm für die Knappen. Doch die Ausgangsposition könnte besser nicht sein. Aktuell sind es fünf Punkte Vorsprung auf den Relegationsplatz, aber der SV Darmstadt kann am Sonntag noch nachziehen - gegen Erzgebirge Aue.

Schalke hätte natürlich gerne so schnell wie möglich Gewissheit, was die Liga-Zugehörigkeit betrifft, um für die nächste Saison planen zu können. Bereits jetzt wird Schalke etwa mit einem Transfer von Finn Dahmen (FSV Mainz 05) in Verbindung gebracht. Doch Rouven Schröder betonte, dass S04 zunächst sportlich seine Hausaufgaben machen müsse, ehe derartige Personalien wichtig werden. „Wir brauchen nach wie vor Fokus. Morgen geht es weiter“, erinnerte Schröder auch unmittelbar nach dem Sieg daran, dass das Aufstiegsrennen noch längst nicht beendet ist.

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