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Schalke winken Millionen-Einnahmen: Paris will Draxler und Kehrer loswerden

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Von: Tobias Hinne-Schneider

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Fließt unverhofft ein Millionen-Betrag in die klammen Kassen von S04? Paris St. Germain will zwei Ex-Schalker verkaufen. Die Transfers würden Schalke helfen.

Hamm - Mit Messi, Mbappé und Neymar besitzt der französische Topklub Paris St. Germain eine der besten Sturmreihen in Europa, allerdings auch eine der teuersten. Das könnte sich jetzt für Schalke 04 lohnen. Denn Paris benötigt Geld und mit Julian Draxler (28) und Thilo Kehrer (25) stehen zwei Ex-Schalker auf der Verkaufsliste der Franzosen.

FußballvereinFC Schalke 04
StadtGelsenkrichen
Gründungsjahr1904

Schalke winken Millionen-Einnahmen: Paris will Draxler und Kehrer loswerden

Wie die französische Fachzeitschrift „L‘Equipe“ berichtet, will Paris bis zum Sommer rund 100 Millionen Euro durch Spielerverkäufe generieren. Demnach zählen Draxler und Kehrer zu den Verkaufskandidaten. Beide sollen den Verein bei einem passenden Angebot verlassen - am besten schon im Winter. Doch Draxler, der erst im Mai 2021 seinen Vertrag in der französischen Hauptstadt bis 2024 verlängert hat, will bleiben. Kein Wunder bei einem Netto-Gehalt von rund 4,2 Millionen Euro. Ein Abgang Kehrers sei wahrscheinlicher, so die „L‘Equipe“.

Bei einem Verkauf des Verteidigers rechnet PSG wohl mit rund 25 Millionen Euro. Schalke als Ausbildungsverein des deutschen Nationalspielers würde davon profitieren. Die Blau-Weißen würden einen Teil des Solidaritätsbeitrags kassieren - immerhin 5 Prozent der Ablösesumme. Wechselt Kehrer für die veranschlagten 25 Millionen Euro, beträgt der Solidaritätsbeitrag insgesamt 1,25 Millionen Euro. Allerdings bekommt S04 nicht die gesamte Summe.

Julian Draxler und Thilo Kehrer
Julian Draxler von Paris (l) und Thilo Kehrer von Paris lachen gemeinsam. © Guido Kirchner/dpa

Das Geld wird nämlich an alle Vereine ausbezahlt, die zur Ausbildung des Spielers zwischen seinem 12. und 23. Geburtstag beigetragen haben. Kehrer kam als 15-Jähriger vom VfB Stuttgart ins Ruhrgebiet. Bei seiner Unterschrift in Paris war er 21 Jahre alt. Schalke bekäme laut Schlüssel also rund 55 Prozent des Solidaritätsbeitrags. Bei einer Transfersumme von 25 Millionen Euro wären das immerhin noch 700.000 Euro. Bekommt PSG mehr als die 25 Millionen Euro für Kehrer, könnte die Summe, die Schalke kassiert, ansteigen.

Schalke winken Millionen-Einnahmen: Geld kann reinvestiert werden

Paris hat immerhin 37 Millionen Euro für den Wechsel Kehrers an Schalke bezahlt. Noch bis 2023 ist der 16-fache Nationalspieler an den Tabellenführer der Ligue 1 gebunden. In der laufenden Saison kam der 25-Jährige auf insgesamt 17 Einsätze. Zu Beginn gehörte Kehrer noch zum Stammpersonal, am Ende der Hinserie fand er sich jedoch häufiger auf der Bank oder sogar der Tribüne wieder.

Für Schalke kämen die ungeplanten Einnahmen gerade zur rechten Zeit. Schließlich hat Sportdirektor Rouven Schröder kein Geheimnis daraus gemacht, sich im Winter noch einmal personell verstärken zu wollen. Der Transfer eines neuen Stürmers hat oberste Priorität. Ercan Kara von Rapid Wien ist ein heißer Kandidat.

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