Gegen Werder Bremen

Spuck-Attacke von Ozan Kabak hat Folgen: DFB legt Sperre und Strafe für Schalkes Verteidiger fest

Ozan Kabak sorgte mit seiner vermeintlichen Spuck-Attacke gegen Werder Bremen für Aufsehen. Das Gante hat nun Konsequenzen: Der DFB hat die Strafe festgelegt.

Update vom 30. September, 14.34 Uhr: Die Spuck-Attacke von Ozan Kabak (20) im Spiel gegen Werde Bremen hat Konsequenzen. Das Sportgericht des DFB belegte den Schalker Innenverteidiger „wegen eines krass sportwidrigen Verhaltens in der Form einer versuchten Tätlichkeit gegen den Gegner" mit einer Sperre von vier Pflichtspielen sowie einer Geldstrafe in Höhe von 15.000 Euro.

NameOzan Kabak
VereinFC Schalke 04
GeborenGeboren: 25. März 2000, Ankara, Türkei
Größe1,86 m

Damit fehlt Kabak den Schalkern um den neuen Cheftrainer Manuel Baum insgesamt fünf Partien. Denn die Sperre von vier Pflichtspielen ist im Anschluss an die automatische Sperre von einem Spiel wegen der Gelb-Roten Karte zu verbüßen. Kabak habe dem Urteil bereits zugestimmt, das Urteil ist rechtskräftig.

Kabak hatte bei der 1:3-Niederlage gegen Bremen in Richtung seines Gegenspielers Ludwig Augustinsson gespuckt (26.). Schiedsrichter Markus Schmidt (Stuttgart) hatte laut DFB auf Nachfrage erklärt, diese Szene nicht gesehen zu haben, weshalb der DFB-Kontrollausschuss nachträglich ermitteln und Anklage erheben konnte.  

Ekel-Attacke von Ozan Kabak: DFB ermittelt gegen Schalker - Der entschuldigt sich

Update vom 28. September, 11.27 Uhr: Wegen seiner Gelb-Roten-Karten im Spiel gegen Werder Bremen muss der FC Schalke 04 am kommenden Wochenende gegen RB Leipzig ohnehin auf Verteidiger Ozan Kabak verzichten. Nun jedoch droht eine längere Sperre.

Wie der DFB bestätigte, hat der Verband gegen den türkischen Nationalspieler ein Ermittlungsverfahren eingeleitet. In der 26. Minute hatte Ozan Kabak in Richtung des am Boden liegenden Ludwig Augustinsson gespuckt. Ozan Kabak beteuerte in seiner Entschuldigung, dass es sich bei der Aktion nicht um Absicht handele.

Ozan Kabak (Schalke) mit Spuck-Attacke - S04-Spieler entschuldigt sich

Update, 22.17 Uhr: Ozan Kabak hat sich nach seiner vermeintlichen Spuckattacke beim Heimspiel gegen Werder Bremen öffentlich entschuldigt. „Ich möchte mich bei Ludwig Augustinsson entschuldigen“, beginnt Ozan Kabak seinen Beitrag in den sozialen Medien. „Es war keine Absicht, die Sicht von außen täuscht. Ich habe so etwas noch nie gemacht und werde es auch niemals tun, da es einfach unsportlich ist", so Kabak.

Update, 21.03 Uhr: Schalkes Trainer David Wagner hat sich zur Spuckattacke von Ozan Kabak geäußert. „Es sieht auf jeden Fall unschön aus. Ich kenne Ozan, ich bin zu 100 Prozent davon überzeugt, dass es keine Absicht ist“, so Wagner am Sky-Mikrofon. „Es sieht danach aus und auch sehr unglücklich aus. Aber ich weiß wie Ozan ist und werde mit ihm sprechen. Er ist nicht der Charakter, der diese Reaktion zeigt. Ozan ist keiner, der absichtlich seinen Gegner anspuckt.“

Schalke: Ozan Kabak droht Sperre nach Spuckattacke gegen Augustinsson

Gelsenkirchen - Der Frust sitzt tief beim FC Schalke 04. Nach dem Katastrophen-Start gegen den FC Bayern lag Königsblau erneut früh hinten gegen Werder Bremen. Einer verschaffte seinem Unmut mächtig Luft: Ozan Kabak. Dem jungen Türken droht nun ein bitteres Nachspiel. Doch was war passiert?

Bremens Niklas Füllkrug hatte soeben den Führungstreffer für Werder erzielt. Mutterseelenallein schloss der 27-jährige Stürmer an Ralf Fährmann vorbei ab. Ozan Kabak gefiel das überhaupt nicht. Kurz darauf räumte der türkische Nationalspieler Ludwig Augustinsson rüde an der Seitenlinie ab - Spuckattacke inklusive.

Schalke: Ozan Kabak droht Sperre nach Spuck-Attacke gegen Augustinsson

Augustinson krümmte sich vor Schmerz am Boden. Die Augen des Schweden sind geschlossen. Der Blick des Schalkers hingegen visierte den Bremer an, dann spuckte Kabak knapp an Augustinsson vorbei auf den Boden. Die Gelbe Karte sah Kabak für sein Foul nicht. Auch bei seiner Spuckattacke blieb der Kölner Keller stumm.

Ob es sich bei der Aktion um Absicht handelt oder Kabak wirklich nur auf den Boden spucken will - schwierig einzuschätzen. Die Anwesenden am Mikrofon von Sky jedoch waren sich einig. Experte Lothar Matthäus sprach von dem schlimmsten Vergehen, welches ein Fußballspieler auf dem Feld tun kann.

Ob der FC Schalke 04 Konsequenzen aus der Aktion von Ozan Kabak ziehen wird, bleibt abzuwarten. Ebenfalls möglich ist, dass sich das Sportgericht des Deutschen Fußball-Bundes (DFB) den Geschehnissen in der Schalker Veltins Arena widmet. Ozan Kabak droht eine nachträgliche Sperre wegen krass sportwidrigen Verhaltens in der Form einer Tätlichkeit gegen den Gegner.

Rubriklistenbild: © imago images / Team 2

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