"Hätten uns nicht beschweren können"

Dickes Auge gegen Mainz: Schalke punktet mit Mentalität und Kampf

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Schalke siegte in Mainz dank eines großen Kampfgeistes.

Schalke 04 kämpft sich zu einem glücklichen Sieg gegen Schalke. Spielerisch glänzt Königsblau nicht, dafür einmal mehr mit Mentalität.

Mainz - Thilo Kehrer trabte mit einem angeschwollenen rechten Auge durch die Katakomben der Mainzer Arena. Der Anblick des Innenverteidigers stand dabei sinnbildlich für die gesamte Mannschaft von Schalke 04, die sich beim mühsam erarbeiteten 1:0-Sieg bei den Rheinhessen einen harten Fight lieferte.

„Wir haben kämpferisch alles in die Waagschale geworfen, dem einen oder anderen sieht man es auch an“, sagte Sportvorstand Christian Heidel bezogen auf Kehrer, der sich seine Wunde bereits in der 17. Minute nach einem Kopfball-Duell mit Robin Quaison zugezogen hatte: „Er sah aus wie ein Boxer. Ich glaube, ich wäre nach Hause gegangen.“

Kehrer aber spielte weiter bis zum Abpfiff. Dabei hatte Domenico Tedesco bereits Benjamin Stambouli zum Aufwärmen geschickt, um Kehrer auszuwechseln. „Aber er hat gesagt, er sieht alles“, erklärte der Trainer. „Es sah nicht so einfach aus, aber er wollte unbedingt.“

Mainz in Durchgang eins aggressiver

Was für alle Schalke auf dem Rasen galt: Es war ein Sieg des Kampfes und des Willens, der Schalke weiterhin klar auf Kurs Champions League hält. „Von der Mentalität her sind alle an ihre Grenzen gegangen“, lobte Heidel. Spielerisch dagegen war enorm viel Luft nach oben. Vor allem in der ersten Hälfte, die recht arm an Höhepunkten war.

Pyro-Irrsinn bei Schalkes Sieg in Mainz

„In der ersten Hälfte gab es zwei Phasen mit starken Mainzern, die sehr aggressiv und gut nach vorne verteidigt haben“, sagte Tedesco: „Das wollten wir eigentlich verhindern. Denn das ist Mainz‘ Stärke, so fressen sie dich auf. Insgesamt war es vor der Pause kein Spiel auf Augenhöhe, da war unser Gegner einfach aggressiver.“

Schalke im Abstiegskampf-Modus

Anders war es nach dem Seitenwechsel, da „haben wir auf ‚Abstiegskampf-Modus‘ umgestellt“, wie es der Chefcoach der Königsblauen formulierte. Doch nach der ersten gelungenen Schalker Offensiv-Aktion, die Daniel Caligiuri nach einem starken Solo sehenswert zum 1:0 verwandelte (55.), zogen sich die Gäste immer mehr zurück und kassierten beinahe den Ausgleich, den Keeper Ralf Fährmann zweimal gegen Suat Serdar (65./68.) und bei einem Schuss des eingewechselten Levin Öztunali (84.) verhinderte.

„Am Ende haben wir es dann gut verteidigt. Nicht mehr und nicht weniger“, meinte Tedesco: „Wir sind ehrlich und wissen, dass die Nullfünfer mehr verdient gehabt hätten. Wir hätten uns bei einem anderen Spielausgang nicht beschweren können.“

Sein Gegenüber, der Mainzer Trainer Sandro Schwarz, stimmte ihm zu und meinte: „Wenn man die 90 Minuten betrachtet, ist das Ergebnis sehr bitter. Für uns war es ein unglücklicher Abend.“ Und damit ein glücklicher für die Schalker, die – im wahrsten Sinne des Wortes – mit einem blauen Auge davonkamen.

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Quelle: wa.de

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