Di Matteo braucht Sieg gegen Augsburg: "Wird eine harte Nuss"

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Bisher ist die Bilanz Schalkes gegen Augsburg makellos. An diesem Freitag sieht Di Matteo trotzdem eien schwierige Aufgabe vor dem Team.

DÜSSELDORF - Bisher war unter dem neuen Cheftrainer Di Matteo kein wirklicher Fortschritt zu erkennen. Doch   am Freitag sollte ein Sieg gegen  Augsburg herausspringen. Sonst gerät das Saisonziel in Gefahr.

Von Ulli Brünger und Christian Kunz

Viele Fehltritte kann sich der FC Schalke 04 in der Bundesliga nicht mehr erlauben. Das weiß auch der neue Trainer Roberto Di Matteo. So war der Italiener sehr froh, in dieser Woche endlich einmal mit seinem fast kompletten Kader arbeiten zu können. "Auf der einen Seite ist es natürlich schade, dass Schalke im Pokal nicht mehr dabei war. Andererseits ist es für uns aber gut, dass wir die Spieler ein paar Tage hatten, damit wir mal etwas trainieren und uns gut auf das Spiel gegen Augsburg vorbereiten konnten."

Ob das gelungen ist, wird die Partie in Gelsenkirchen am Freitagabend (20.30 Uhr) gegen die Schwaben zeigen. Bislang ist nicht nur die Heimbilanz (drei Spiele, drei Siege) gegen Augsburg makellos. Schalke hat noch keines seiner bislang sieben Pflichtspiele gegen den FCA verloren.

Di Matteo: Augsburg ist "gut organiert und stark bei Kontern"

Di Matteo will Augsburg nicht unterschätzen.

Doch nach dem extrem schwachen Auftritt in Leverkusen (0:1) ist auf Schalke jeder weit davon entfernt, an einen Selbstläufer zu glauben. "Ich habe mir viele Spiele der Augsburger angeschaut", sagte Di Matteo. "Sie machen einem das Leben so richtig schwer, sind gut organisiert und stark bei Kontern. Das wird eine harte Nuss."

Nicht zuletzt deshalb hat der Schalke-Coach zu Wochenbeginn die Zügel mächtig angezogen. Neben Taktik-Einheiten stand intensives Kondition-Bolzen auf dem Lehrplan. Es ist offensichtlich, dass Di Matteo auch im Bereich Fitness und Laufvermögen großes Steigerungspotenzial sieht. Geschickt drückte sich der Fußball-Lehrer darum, das konkret seinem Vorgänger Jens Keller anzulasten, verkaufte es stattdessen als "business as usual": "In einer normalen Trainingswoche gehört es zu meinem Plan, auch konditionell zu arbeiten. Da sehe ich ebenfalls Verbesserungsmöglichkeiten."

So könnten Schalke und Augsburg auflaufen (Fr., 20.30 Uhr):

Schalke: Fährmann - Uchida, Ayhan, Höwedes, Aogo - Höger, Kirchhoff - Choupo-Moting, Boateng (Meyer), Draxler - Huntelaar. - Trainer: Di Matteo

Augsburg: Hitz - Verhaegh, Callsen-Bracker, Klavan, Baba - Kohr, Baier - Esswein, Altintop, Werner - Bobadilla. - Trainer: Weinzierl Schiedsrichter: Christian Dingert (Lebecksmühle)

Laut Marco Höger hat die Trainingswoche "extrem geholfen". Das Team habe zum ersten Mal unter Di Matteos Leitung mehrere Tage am Stück mit der gesamten Truppe üben und gemeinsam auf das nächste Spiel vorbereiten können. "Wir sind alle zuversichtlich, dass wir in den kommenden Wochen die nötigen Erfolge und Punkte einfahren werden. Und unsere Heimspiele gehen wir sowieso immer mit dem Ziel an, die drei Punkte zu behalten. Das wird gegen Augsburg definitiv auch so sein."

Bislang bekam Jungstar Max Meyer von Di Matteo nicht viele Einsatzzeiten, weil der Coach nicht mit dessen Trainingsfleiß zufrieden war. Für den 19-Jährigen, der zuletzt mangelnde Kommunikation vonseiten des Trainers beklagt hatte, könnte sich angesichts des fraglichen Mitwirkens des angeschlagenen Kevin-Prince Boateng nun das Blatt wenden. "Ich habe kein Problem mit Max. Er hat in dieser Woche gut trainiert und kommt wahrscheinlich auch infrage", sagte Di Matteo. Joel Matip (Fußverletzung) ist hingegen kein Thema.

FCA-Trainer Markus Weinzierl ist trotz der verbesserungswürdigen Auswärtsausbeute seiner Elf in dieser Saison (ein Sieg, vier Niederlagen) voller Vorfreude auf das Duell in der Veltins-Arena. "Ein Spiel auf Schalke ist wie immer ein Highlight für uns. Und eine gute Gelegenheit, sich zu zeigen. Wir fahren dahin, um zu gewinnen oder mindestens zu punkten."

Weinzierl erwartet allerdings "eine starke Schalker Mannschaft mit dem neuen Trainer. Wir müssen unsere Tugenden abrufen, Herz, Leidenschaft und Emotionen zeigen." Tobias Werner dürfte nach seiner Gelbsperre wieder in die Startelf rücken, der gebürtige Gelsenkirchener und Ex-Schalker Halil Altintop freut sich besonders auf die Rückkehr in die Heimat: "Wir müssen auswärts effektiver werden, dann kann man auch auf Schalke etwas mitnehmen." - dpa

Quelle: wa.de

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