"Müssen positiv denken"

Schalker Verantwortliche ziehen Bilanz des Grauens

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Roberto di Matteo

GELSENKIRCHEN - Es war eine Bestandsaufnahme des Grauens, die die Schalker Verantwortlichen am Sonntagvormittag vornahmen. Eine Nacht nach dem 0:3-Debakel bei Borussia Dortmund brüteten Manager Horst Heldt und Trainer Roberto Di Matteo über Statistiken und Datensätzen.

Von Jens Greinke

Die beiden kamen anhand der Zahlenwerte immerhin auf eine rund 90-prozentige Aufklärungsrate. „Da gab es in wichtigen Punkten im Vergleich zum BVB eklatante Unterschiede“, sagt Heldt. Die übrigen zehn Prozent blieben nach Aussage des Managers „unerklärlich“. „Doch da hilft dann die eigenen Erfahrung. Auch in meiner aktiven Zeit habe ich solche Spiele erlebt“, sagt der 45-Jährige.

Di Matteo gibt zu, „dass es schwierige Tage nach dem Derby waren“. Der Trainer hatte nach eigener Aussage am vergangenen Samstag machtlos mit ansehen müssen, wie seine Mannschaft sich bereits nach wenigen Spielminuten ihrem Schicksal ergab. „Und nichts hatte im Vorfeld darauf hingedeutet“, so Di Matteo. Seine wichtigste Aufgabe dürfte es in dieser Woche gewesen sein, das Selbstvertrauen der Spieler wieder aufzubauen. „Es gab viele gemeinsame und einzelne Gespräche“, berichtet der 44-Jährige. Gespräche mit nur einem einzigen Ziel: Ab sofort wieder „positiv zu denken“, wie Di Matteo sagt.

Zumal am Samstag das wichtige Heimspiel gegen 1899 Hoffenheim ansteht. Die Kraichgauer haben nur zwei Punkte Rückstand auf die Blauweißen, könnten diese also im Falle eines Sieges in der Tabelle überflügeln. Ein Szenario, dass die Schalker unbedingt vermeiden wollen. Da es neben dem weiteren Abrutschen in der Tabelle auch die Laune im Umfeld weiter trüben dürfte.

Immerhin gibt es ein paar zarte Hoffnungsschimmer in personeller Hinsicht. Leon Goretzka wird gegen Hoffenheim erstmals seit acht Monaten wieder im Kader stehen. „Für mich ist das wie ein Neuzugang“, freut sich Di Matteo. Ebenfalls wieder einsatzbereit ist Joel Matip, der nach seiner Muskelverletzung in dieser Woche wieder am Training teilnehmen konnte.

Quelle: wa.de

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