Champions League

Schalke macht mit 1:0 in Basel Superstart perfekt

BASEL -  In der Bundesliga bislang matt, auf europäischer Bühne aber außerordentlich erfolgreich: Der FC Schalke 04 hat einen Traumstart in der Champions League hingelegt.

Von Jens Greinke

Nach dem 3:0-Heimsieg über Steaua Bukarest glückte der Mannschaft von Trainer Jens Keller ein 1:0 (0:0)-Auswärtserfolg beim FC Basel. Damit führen die Knappen die Tabelle der Gruppe E an und haben beste Aussichten auf den Einzug in die k.o.-Runde. Gleichzeitig dürfte das Team auch für den Liga-Alltag neues Selbstvertrauen getankt, wo es zuletzt alles andere als rund gelaufen war.

Jens Keller hatte im Vergleich zur Mannschaft, die den Sieg beim 3:3 in Hoffenheim verschenkt hatte, drei Änderungen vorgenommen. Für den suspendierten Jermaine Jones rückte Roman Neustädter im defensiven Mittelfeld ins Team. In der Innenverteidigung musste Joel Matip Felipe Santana weichen. Und zudem hatte sich Julian Draxler nach seiner Sehnenreizung fit gemeldet.

Die erste Hälfte hatte das Etikett „Königsklasse“ nicht verdient, aus spielerischer Sicht war sie geradezu bettelarm. Die Basler, die bei ihrem 2:1-Auftaktsieg beim FC Chelsea noch mit einem Offensiv-Spektakel geglänzt hatten, traten extrem zurückhaltend auf. Eine Umstand, der die Schalker offenbar überraschte. Jedenfalls wussten die Gäste zu keinem Zeitpunkt nennenswertes Kapital aus dem schüchternen Spiel des FCB zu schlagen.

Bilder vom Spiel in Basel:

Champions League: Schalke besiegt Basel mit 1:0

Immerhin waren die Knappen das leicht bessere von zwei unscheinbaren Teams. Was in einem leichten Chancenplus mündete: In der 12. Minute verfehlte Kevin-Prince Boateng nach einem katastrophalen Abwehrfehler von Fabian Schär das Tor nur um wenige Zentimeter. Und in der 43. Minute war es der ansonsten fehleranfällige Roman Neustädter, der Pech mit einem Kopfball hatte. Auf der Gegenseite hatte Marco Streller die beste Gelegenheit, doch auch sein Kopfball segelte knapp am Gehäuse vorbei (45. + 3).

So blieb von der ersten Halbzeit insbesondere eine Aktion von vier Greenpeace-Aktivisten in Erinnerung. In der vierten Spielminute entrollten sie vom Dach der Haupttribüne ein riesiges Transparent mit der Aufschrift „Don‘t foul the Arctic“. Ein Protest gegen den russischen Energie-Riesen „gazprom“, der sowohl Hauptsponsor von Schalke als auch der Champions League ist – und der plant, in der Arktis Erdöl zu fördern. Die spektakuläre Aktion vor den Augen von Uefa-Präsident Michel Platini sorgte schließlich für eine fünfminütige Spielunterbrechung.

Die Schalker mussten ab der 45. Minute auf Jefferson Farfan verzichten, der mit Leistenbeschwerden ausgewechselt wurde. Obwohl dadurch etwas Schwung in der Offensive verloren ging, versuchte das Keller-Team im zweiten Durchgang mehr Druck aufzubauen – und mehr Chancen zu kreieren. Nachdem Neustädter in der 52. Minute mit einem Distanzschuss nur die Latte getroffen hatte, machte es Julian Draxler zwei Minuten später aus fast exakter Position besser: Der 20-Jährige nahm nach einer Ecke Maß und zirkelte den Ball zum 1:0 ins Netz. Die Schweizer versuchten danach den Druck zu erhöhen, doch die Schalker Defensive hielt mit konzentrierter Leistung die Führung.

Stimmen zum Spie:

Julian Draxler: Der Ball ist nach der Ecke durch Zufall zu mir genommen. Er ist glücklich reingegangen, hatte aber die perfekte Flugkurve. Spielerisch können wir jedoch sicherlich einiges besser machen. Aber wenn man in Basel mit 1:0 gewinnt, dann gibt es nicht viel zu meckern.

Jens Keller: Wahnsinn, Julian hat den Ball perfekt getroffen. Aber er hat die Qualität, das Leder so zu nehmen. Und wenn man gesehen hat, wie die Mannschaft gelaufen ist und gegen den Ball gearbeitet hat, dann war der Sieg verdient.

Quelle: wa.de

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