Meiers Tor eine Fehlentscheidung

Meier straft ideenlose Schalker ab: Stillstand statt Aufholjagd

Einsatz ohne Erfolg: Sead Kolasinac und Schalke 04 verloren gegen Eintracht Frankfurt.

Gelsenkirchen - Schalke 04 verliert den Rückrunden-Auftakt gegen Eintracht Frankfurt. Wieder kommt von den Königsblauen zu wenig. Die Fans pfeifen.

Statt zum Rückrundenbeginn die Aufholjagd zu starten, hat der FC Schalke 04 erst einmal wieder den Rückwärtsgang eingelegt: Im nach Aussage von Cheftrainer Markus Weinzierl „elementar wichtigen“ Heimspiel gegen Eintracht Frankfurt kassierten die Königsblauen eine bittere 0:1 (0:1)-Niederlage und stecken somit weiter im Niemandsland der Tabelle fest. Die Fans quittierten das mit einem lautstarken Pfeifkonzert und skandierten "Wir wollen euch kämpfen sehen".

"Natürlich spielen wir einen Scheiß, natürlich spielen wir glücklos. Aber dass man sich so auspfeifen lassen muss, ist nicht okay", sagte Schalkes Kapitän Benedikt Höwedes und ergänzte: "Wir stecken hinter den Erwartungen. Wir suchen kein Alibi, keine Ausreden. Wir müssen weiter versuchen zu marschieren." Weinzierl meinte: "Wir sind heute sehr enttäuscht, weil wir uns sehr viel vorgenommen haben. Wir konnten es aber nicht umsetzen, haben keine gute Leistung gezeigt."

Am chinesischen Neujahrs-Tag, den die Schalker mit einem entsprechenden Schriftzug auf den Trainingsjacke würdigten („Frohes neues chinesisches Jahr“) hatte die Schalker Devise eigentlich geheißen: Alles auf Anfang.

Kaum Raum zur Entfaltung

Die Königsblauen wollten in dieser „merkwürdigen Saison“ (Sportvorstand Christian Heidel) einen vielversprechenden Rückrundenstart hinlegen – auf alle Fälle einen besseren als in der Hinrunde, in der sie die ersten fünf Spiele verloren hatten. Nach dem glücklichen Sieg gegen den FC Ingolstadt eine Woche zuvor sollte der zweite Dreier folgen. (Das Spiel zum Nachlesen im Ticker)

Die Frankfurter zeigten allerdings schnell, warum sie auf dem sechsten Tabellenrang stehen. Die Hessen machten das Spiel sehr eng und ließen den Schalker, die auf kurzfristig auf Max Meyer (Rippenprellung) verzichten mussten, kaum Raum zur Entfaltung.

Feine Freistoß-Variante schockt Schalke

Nach einem Abseitstor von Neuzugang Guido Burgstaller, den Weinzierl dieses Mal von Beginn an aufstellte, ebbte die anfängliche Drangphase der Gastgeber mehr und mehr ab. Burgstaller hatte in der 23. Minute nochmals Pech mit einem Kopfball, der knapp über die Latte strich.

Zum Verzweifeln! Bilder von Schalkes Pleite gegen Frankfurt

Doch eine feine Freistoß-Variante der Frankfurter führte in der 33. Minute schließlich zum 0:1: Makoto Hasebe schon den Ball von der rechten Seite quer in den Sechzehner, wo sich der gewiefte Alex Meier von sämtlichen Gegenspieler gelöst hatte und ungehindert zur Führung der Eintracht einschoss. Der Treffer hätte allerdings nicht gegeben werden dürfen, da Meiers Gegenspieler Naldo von David Abraham gehalten worden war und Meier so ungehindert in den freien Raum laufen konnte.

Stillos, aber erfolgreich

Die Schalker Fans blieben trotz des Rückstandes einigermaßen gelassen und trieben ihre Mannschaft weiter an. Auch, weil die Königsblauen eine engagiertere Leistung zeigten als zuletzt beim Duselsieg über Ingolstadt. Im Publikum saß als interessierter Beobachter auch Schalkes Ex-Manager Horst Heldt und rauchte die eine oder andere Zigarette.

Weinzierl versuchte im zweiten Durchgang den Druck immer wieder zu erhöhen, indem er zunächst in der 53. Minute Donis Avdijaj für den blassen Johannes Geis brachte und in der 66. Minute Neuzugang Daniel Caligiuri für Eric Maxim Choupo-Moting.

Die Frankfurter agierten allerdings weiterhin geschickt, verschleppten das Spiel immer wieder und lauerten auf Konter oder Standardsituationen. Das enervierende Zeitspiel, das die Hessen dabei an den Tag legten, war zwar nicht besonders stilvoll, führte aber letztlich zum Sieg. "Vor allem in der Schlussphase ist es uns nicht gelungen, nochmal ranzukommen und eine größere Anzahl an Torchancen zu erspielen", sagte Weinzierl: "Wir haben uns nicht zugetraut, auf diesem schwer zu bespielenden Platz flach zu spielen. Damit haben wir dem Gegner letztlich in die Karten gespielt."

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Quelle: wa.de

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