Champions League

Schalke mit Ach und Krach zum 1:1 gegen Maribor

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GELSENKIRCHEN Die Mannschaft des FC Schalke 04 bleibt in der Saison 2014/15 so unberechenbar wie die Lottozahlen: Nach dem umjubelten 2:1-Derbysieg über Borussia Dortmund am Samstag mühte sich die Mannschaft von Jens Keller nun in der Champions League zu einem 1:1 (0:1)-Remis gegen den krassen Außenseiter NK Maribor. Damit verschenkten die Schalker zwei womöglich wichtige Punkte zum Einzug in die K.o-Phase.

Von Jens Greinke

Jens Keller hatte sein Team im Vergleich zum Revierderby auf vier Positionen umgestellt. Angesichts der Belastungen der vergangenen Wochen hielt Schalkes Coach dies für angebracht. „Wir müssen vorsichtig sein, dass wir einige Spieler nicht in größere Probleme hineinreiten“, hatte der 42-Jährige gesagt und Atsuto Uchida als Beispiel angefügt: „Er war sieben Monate verletzt, da macht es sicherlich Sinn, dass er ein Pause bekommt.“ Ebenfalls aus der Mannschaft rotiert waren Max Meyer, Marco Höger und der angeschlagenen Sidney Sam. Dafür rückten Julian Draxler nach seiner Liga-Rotsperre, Christian Fuchs, Kaan Ayhan und Tranquillo Barnetta in die Startelf.

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Schalke spielt 1:1 gegen NK Maribor

Wie erwartet agierte NK Maribor extrem zurückhaltend und defensiv. „Es wird ein Geduldsspiel werden“, hatte Schalkes verletzter Kapitän Benedikt Höwedes vor der Partie prognostiziert. Und tatsächlich sah es zunächst genau danach aus. Schalke hatte eine hohe Ballbesitz-Quote und dominierte das Spiel eindeutig, während die Slowenen mit ihrem 4-4-2-System versuchten, jegliche Schalker Angriffsbemühungen im Keim zu ersticken. Bei den Knappen waren Ideen gefragt, doch die kamen im ersten Durchgang zu wenig oder wurde nur mangelhaft umgesetzt. Zwei Möglichkeiten durch Klaas-Jan Huntelaar (5./7.) führten ebenso wenig zum Ziel wie ein Freistoß von Dennis Aogo (3.). Die größte Chance für die Gastgeber besaß Kevin-Prince Boateng in der 26. Minute, als er nach einer Flanke von Fuchs völlig freistehend zum Kopfball kam, das Gehäuse aber verfehlte.

Zwischenzeitlich deuteten die Slowenen immer wieder an, dass sie nicht nach Gelsenkirchen gekommen waren, um vor Angst und Respekt zu Salzsäulen zu erstarren. Ein frecher Heber von Bohar (12.) aus gut 45 Metern, der das Tor von Ralf Fährmann knapp verfehlte, war das erste Signal, dass Maribor durchaus Ambitionen hegte. Und als Viler in der 38. Minute völlig unbedrängt auf der linken Angriffsseite seine Bahn ziehen und auf Bohar flanken konnte, der zum 0:1 einnetzte, durfte man sich nicht unbedingt wundern. Schalke-Keeper Fährmann war in dieser Szene allerdings regelwidrig von Tavarez behindert worden.

Keller reagierte in der Pause und brachte auf der rechten Seite Dauerläufer Atsuto Uchida für den blassen Ayhan. Schließlich war es aber ein schlimmer Fehlpass von Viler, der das 1:1 einleitete – durch einen Schuss von Huntelaar aus 16 Metern (56.). Schalke spielte danach schwungvoller, verpasste letztlich aber den Siegtreffer trotz guter Chancen von Draxler (60./75.) und Boateng (65.)

Quelle: wa.de

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