Samstag gegen Nürnberg

Schalker mit Rückendeckung ins Saisonfinale

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Horst Heldt (links) und Jens Keller

GELSENKIRCHEN - Die Schalker Profis werden am Samstagnachmittag (15.30 Uhr) festlich gewandet ins Saisonfinale gehen: Das neue Heimtrikot, das gegen den FC Nürnberg erstmals getragen werden wird, zieren feine Nadelstreifen.

Von Jens Greinke

Eine passende Garderobe, falls das Ziel erreicht werden sollte: den dritten Platz zu verteidigen und somit direkt in die Champions League einzuziehen. Bereits ein Punktgewinn gegen die scheinbar hilflos im Abstiegsstrudel treibenden Franken würde der Mannschaft von Jens Keller ausreichen, um die Spielzeit als Dritter abzuschließen und somit ein Qualikationsspiel um die Königsklasse zu vermeiden. „Was die Planungen für die neue Saison natürlich um einiges erleichtern würde“, sagt Horst Heldt.

Schalkes Manager schwankt deshalb vor der Partie zwischen „Anspannung und Zuversicht“ und fordert: „Diese Chance sollten wir uns nicht mehr nehmen lassen.“ Ähnlich sieht auch Jens Keller die Ausgangssituation. Der Schalke-Coach ist sich zwar sicher, dass „die Nürnberger kämpferisch und läuferisch alles geben werden“. Doch er sagt auch: „Wir wollen unser Spiel machen und uns durchsetzen.“

Radio Lippewelle Hamm überträgt das Spiel ab 15 Uhr live - auch hier im Livestream. Reporter ist Christian Fecke.

Die Konzentration bei den Schalkern war am Donnerstag durch die Nominierung von vier Spielern in den vorläufigen WM-Kader von Joachim Löw etwas gestört worden. „Das war schon eine Ablenkung“, so Heldt. Der Manager und Keller waren einerseits hocherfreut, dass neben Julian Draxler und Benedikt Höwedes auch Max Meyer und Leon Goretzka eine Einladung vom Bundestrainer erhalten hatten. „Andererseits haben wir mit Goretzka und Meyer das Gespräch gesucht und verdeutlicht, wo in dieser Woche der Fokus liegen muss“, so Heldt.

Keller ermahnte die beiden dazu, „die Nominierung sachlich zu sehen und am Samstag keine Kunststücke zu versuchen.“ Zumindest bei Max Meyer haben beide keine Sorgen, dass er abgelenkt sein könnte. „Das ist so eine coole Sau, dem ist es egal, ob er ein U-19-Finale oder eine Champions-League-Spiel spielt“, sagt Heldt.

Was die Planungen für die kommende Saison angeht, hält sich der Manager weiterhin bedeckt. „Wir werden vor dem letzten Spiel keine Personalentscheidung bekannt geben“, sagt der 44-Jährige – und will auch nicht die Aussage von Düsseldorfs Sportdirektor Helmut Schulte kommentieren, der den Wechsel von Fortuna-Keeper Fabian Giefer zu den Königsblauen ausposaunt hatte. Aufsichtsratschef Clemens Tönnies hatte auf der Jahreshauptversammlung am vergangenen Sonntag noch weitere Verstärkungen angekündigt.

Bereits fix ist der Transfer des Leverkuseners Sidney Sam, außerdem haben die Schalker den ausgeliehenen Dennis Aogo gekauft. „Wir haben nach der Saison noch genügend Zeit, uns mit anderen Klubs auszutauschen“, sagt Heldt.

Die neuen Schalker Trikots zieren am Samstag übrigens nicht nur Nadelstreifen, sondern auch abertausende von kleinen Portraits von Schalker Fans, die die Rückennummern ausfüllen – eine einmalige Aktion zum Saisonende. Das passt jedenfalls zu Horst Heldt Forderung: „Die Spieler müssen merken, dass alle im Stadion hinter ihnen stehen.“

Quelle: wa.de

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