Abstieg eingeplant

Schalkes Kader für die 2. Liga: Sportchef Knäbel erklärt, wie dieser aussehen soll

Auf Schalke laufen die Planungen für die 2. Liga. Der Bis-auf-Weiteres-Sportchef Peter Knäbel erklärt, wie der Kader nach dem Abstieg aussehen soll.

Hamm - Rein rechnerisch ist sie noch da, die Chance auf den Klassenerhalt. Doch nahezu jedem dürfte klar sein: Der Abstieg des FC Schalke 04 in die 2. Liga ist kaum noch zu verhindern. Spätestens nach der trostlosen Nullnummer bei der Premiere des neuen Cheftrainers Dimitrios Grammozis gegen Keller-Konkurrent Mainz 05 dürfte jedoch auch die allerletzte Hoffnung jäh zerstört worden sein.

VereinFC Schalke 04
Cheftrainer Dimitrios Grammozis
Arena/StadionVELTINS-Arena

Schalkes Kader nach Abstieg in die 2. Liga: Sportchef Peter Knäbel formuliert Profil für Spieler

So geht es für die Königsblauen schon jetzt darum, die Mission Wiederaufstieg zu planen - und damit auch den Schalker Kader für die 2. Liga. Die sportliche Gesamtverantwortung liegt derzeit „bis auf Weiteres“ bei Peter Knäbel, eigentlich Technischer Direktor Entwicklung beim Traditionsklub aus Gelsenkirchen.

Auch wenn er (noch) zweigleisig planen muss, gibt er sich keinen Illusionen hin. „Der Hauptschwerpunkt ist die Planung für die 2. Liga“, stellte Peter Knäbel am Sonntag im Doppelpass auf Sport1 klar. Schalke steht vor einem radikalen Umbruch. Auf allen Ebenen. Diesmal auch vor allen in der Mannschaft.

Realistisch betrachtet dürften mindestens 15 Spieler die Königsblauen nach dem wahrscheinlichen Abstieg in die 2. Liga verlassen. Somit wartet auf Peter Knäbel sowie auf die weiteren federführenden Kader-Planer Norbert Elgert und Matthias Schober eine Menge Arbeit - - im engen Austausch mit dem neuen Trainer Dimitrios Grammozis, der mit Schalke den direkten Wiederaufstieg schaffen soll.

Schalke: Peter Knäbel formuliert Anforderungsprofil für Kader in der 2. Liga

Wie die Mannschaft in der kommenden Saison aussehen könnte, wollte Peter Knäbel im Doppelpass wenig überraschend nicht verraten. Der Bis-auf-Weiteres-Sportchef der Schalker räumte aber ein: „Die Kader-Planung ist nicht einfach. Wir haben immer noch zu bedenken, dass es für zwei Szenarien funktionieren muss.“ Erneut betonte er: „Trotzdem wissen wir, wo unser Schwergewicht liegen wird.“ Bei der Planung für die 2. Liga.

Peter Knäbel hat für die potenziellen Spieler für den Schalker Kader in der 2. Liga aber ein genaues Anforderungsprofil. „Wir müssen uns angucken, welche Qualitäten in der 2. Liga gefragt sind“, erläuterte er. „Wir müssen sehen, dass wir aus den Fehlern, die andere Großvereine in der 2. Liga gemacht haben, lernen.“ Schalke müsse bei den Transfers darauf achten, dass die Spieler die 2. Liga annehmen, „die aber auch ein Stück weit besser sind und die Qualität steigern können.“

Trainer Dimitrios Grammozis soll mit Schalke nach dem Abstieg in die 2. Liga den direkten Wiederaufstieg schaffen.

Geht es nach dem Sportchef, müsse Schalke in der 2. Liga eine Mannschaft haben, „die den Kampf und die Art und Weise der 2. Liga annimmt“. Dazu müsse der Kader die Qualität haben, „sich von Anfang an oben zu positionieren und die Härte hat, im Verlauf einer immer harten und sehr, sehr ausgeglichenen Zweitliga-Meisterschaft am Ende oben mit dabei zu sein und dorthin zurückzukommen wo der Verein unser alle Meinung nach hingehört.“ Und zwar in die Bundesliga.

Schalke vor dem Abstieg in die 2. Liga: Junge Spieler wie Kerim Calhanoglu bekommen Chance

Dabei machte Peter Knäbel keinen Hehl daraus, dass auch die letzten zehn Spiele in der Bundesliga ihre Bedeutung dafür haben. Schließlich geht es auch darum, sich mit Anstand zu verabschieden. „Es ist extrem wichtig, dass wir jeden Tag unseren Job machen und dass wir es nicht abschenken, wenn das Unvermeidliche eventuell kommen würde“, erklärte Schalkes Sportchef.

Jeder müsse seinen Job machen, um Erkenntnisse darauf ziehen zu können - das gilt unter anderem für die jungen Spieler, „denen wir jetzt eine Chance geben wie im Fall von Kerim Calhanoglu gegen Mainz“, sagte Peter Knäbel im Doppelpass. „Das ist jetzt nicht wertlose Zeit. Bei Schalke 04 gibt es keine Zeit für einen Übergang.“

Peter Knäbel auf Schalke künfitg Sportvorstand oder Sportdirektor? Aufsichtsrat muss entscheiden

Sportlich gesehen zumindest. Und auf der Führungsetage? Peter Knäbel hat schließlich vorerst nur „bis auf Weiteres“ die Gesamtverantwortung auf Schalke. Ob er künftig Sportvorstand - für diesen Posten wird auch Horst Heldt gehandelt - oder Sportdirektor wird? Bei der Frage verwies er auf den Schalker Aufsichtsrat, der diese Entscheidung zu treffen habe.

Seine Aussagen lassen sich jedoch so interpretieren, dass Peter Knäbel durchaus bereit wäre, dauerhaft aus der Knappenschmiede zu den Profis zu wechseln. Er sagte: „Verantwortungsvoll handeln heißt jetzt agieren, Handlungsfähigkeit zeigen und Verantwortung zu übernehmen zum Wohle von Schalke 04.“ Was er derzeit tut wie zuletzt kaum ein anderer Chef bei den Königsblauen.

Ganz gleich, was die Zukunft in Bezug auf seine Position bei S04 bringe: „Mein Job ist es jetzt, jeden Tag aufs Neue anzuschieben, Entscheidungen vorzuberieten und Entscheidungen zu treffen. Ich habe ein gutes Gefühl dabei.“

Rubriklistenbild: © Caroline Seidel/dpa

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