2. Bundesliga-Spieltag

Das Schalker Brötchen-Dilemma

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Mark Uth bekam zu wenig Chancen im Spiel Schalke gegen Hertha.

Die Knappen haben sich gegen Hertha BSC zu wenig Chancen erarbeitet. S04-Trainer Domenico Tedesco hat einen treffenden Vergleich gefunden.

Gelsenkirchen - Zwei halbe Mettbrötchen, drei halbe Käsebrötchen mit Salatgarnitur, angerichtet auf einem Tablett. Eine Frau mittleren Alters – auf dem Weg in die Katakomben – läuft an den wartenden Journalisten vorbei, lächelt. Domenico Tedesco – auf dem Weg zu den  wartenden Journalisten – kreuzt ihren Weg. Der S04-Coach lächelt zurück. "Oh, für mich?", fragt er, zeigt dabei auf das Tablett. "Nein, Nein, Domenico", antwortet die Frau und lacht, klingt dabei wie eine Großmutter, die ihrem Enkel gerade verbietet von den Keksen zu naschen, weil die für die Gäste sind. Sie geht weiter, verschwindet durch die Tür. 

Eine kurze Szene, doch von langer Wirkung. Schalke ist behaglich. Doch Schalke ist aber auch – und das weiß Tedesco, der sich nach der kurzen Brötchen-Offerte den Journalisten stellte – nach zwei Bundesliga-Spielen noch ohne Sieg.

Probleme in der Offensive

Die Knappen hatten bei der 0:2-Heimspielniederlage gegen Hertha BSC am Sonntag arge Probleme in der Offensive. "Wir haben uns zu wenig Chancen kreiert – gerade in der ersten Halbzeit", sagte Schalke-Stürmer Mark Uth. Seine Mitspieler setzten den Neuzugang aus Hoffenheim wenig in Szene. Uth kam nicht zum Zug, konnte seine Qualität – das schnelle Vorstoßen mit Ball in die gegnerischen Reihen – nicht auf den Rasen bringen.

Schalke gegen Hertha BSC in Bildern

Berlin stand kompakt, sorgte mit mit einer doppelten Manndeckung gegen Sebastian Rudy und Nabil Bentaleb für einen Bruch im Schalker Aufbauspiel im Mittelfeld. Der Plan ging auf. Hertha verließ als Sieger den Platz, gewann mit 2:0 durch die beiden Treffer von Ondrej Duda (15. und 90.+6). "Das ist nicht schön und tut schon weh", sagte Tedesco.

Brötchenvergleich

Schalke war ideenlos. "Wir wollten es eigentlich spielerisch und nicht über lange Bälle", sagte Uth. Und: "Sollen wir jetzt die Köpfe hängenlassen? Das ist Schwachsinn. Wir müssen das jetzt analysieren." Sein Coach wagte da schon eine vorzeitige Analyse – wohl inspiriert durch die anfangs beschriebene Szene. "Wenn wir die Bälle mit Brötchen vergleichen, dann wären unsere Stürmer verhungert. Wir hatten zu wenig Druck nach vorne", sagte Tedesco.

Bleibt den Königsblauen nur zu hoffen, dass Uth auch hungrig bleibt und seine Mitspieler ihn nach der Länderspielpause wieder füttern. "Wir müssen arbeiten und über Kampf kommen. Das zeichnet Schalke aus", so Uth. 

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Quelle: wa.de

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