FC Schalke 04 - Eintr. Frankfurt 2:0 (0:0)

Elfter Heimsieg: Meyer und Farfan treffen

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Die Schalker Leon Goretzka (links) und Torschütze Max Meyer jubeln über das 1:0.

GELSENKIRCHEN - Der FC Schalke 04 ist weiter auf dem direkten Weg in die Champions League. Die Mannschaft von Trainer Jens Keller setzte sich am Freitagabend zum Auftakt des 30. Spieltags der Fußball-Bundesliga mit 2:0 (0:0) gegen Lieblingsgegner Eintracht Frankfurt durch.

Von Jörg Strohschein

Wer am Freitagabend Amüsement und Frohsinn in der Gelsenkirchener Arena gesucht hatte, der dürfte lange Zeit nicht auf seine Kosten gekommen sein. Am Ende stimmte aber immerhin das Ergebnis aus Sicht des FC Schalke 04. Mit diesem Erfolg ist die Mannschaft sieben Spiele in Folge ungeschlagen.

Es war ein äußerst mühsamer Beginn der Schalker, die große Probleme beim Aufbauspiel hatten. Die Frankfurter wirkten beherzter und willensstärker, konnten allerdings lange Zeit auch keine entscheidenden Akzente vor dem Tor der Königsblauen setzen. So entwickelte sich eine zähe und wenig unterhaltsame Partie, bei der die 61.973 Zuschauer viel Optimismus aufbringen mussten, um noch um an eine positive Wende zu glauben.

Die Hessen attackierten früh, standen den Spielern von Jens Keller auf den Füßen und machten ihnen damit das Leben schwer. Nach 21 Minuten gab es dann den ersten Moment, in dem die Partie zumindest etwas Brisanz entwickelte.

Frankfurts Verteidiger Alexander Madlung flankte den Ball aus der eigenen Hälfte in die Spitze und ähnlich wie viele Zuschauer schien auch die Schalker Defensive bereits im Schlummern begriffen zu sein. Stefan Aigner tauchte plötzlich allein vor Ralf Fährmann auf, lupfte den Ball allerdings weit über das Tor.

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Auf direktem Weg in CL: Schalke siegt 2:0 gegen Frankfurt

Wer danach hoffte, die Partie könnte mehr Fahrt aufnehmen, der sah sich getäuscht. Das Spielniveau sank auf ein Mindestmaß, die Stimmung passte sich dem an. Selten war es so leise in der Schalker Arena. Immer dann, wenn Ralf Fährmann wieder den Ball am Fuß nach einem neuerlichen Rückpass hatte, waren zumindest leise Pfiffe zu hören.

Die Schalker entwickelten weder Tempo noch Ideen. Zudem fehlte es an Präzision im Passspiel. Erst in der 36. Minute hatten der Ruhrgebietsklub seine erste gute Tormöglichkeit. Nach einer Flanke von Max Meyer köpfte Klaas-Jan Huntelaar aus drei Metern Entfernung genau auf Torhüter Kevin Trapp, der den Ball mit einem Reflex über das Tor bugsierte.

Zu Beginn der zweiten Hälfte versuchten die Schalker etwas mehr Druck zu entwickeln, was sich recht schnell auswirken sollte. Nach 50 Minuten hatte Draxler eine Schusschance, allerdings verfehlte er aus elf Metern das Tor.

Geradezu bezeichnend für diese Partie war, wie der 20-Jährige drei Minuten danach alleine vor Trapp beim Torschuss ausrutschte und der Ball am Gehäuse vorbeirollte.

Doch die Schalker Beharrlichkeit sollte sich auszahlen. Sead Kolasinac bereitete mit einem brachialen Distanzschuss gegen den Pfosten die Führung vor. Den Nachschuss von Huntelaar konnte Trapp noch parieren, im dritten Versuch verwandelte nach 61. Minuten Max Meyer zum 1:0.

Damit schien der Bann gebrochen zu sein, allerdings erzielte Draxler drei Minuten später einen Treffer aus einer Abseitsposition heraus, sämtliche Schalker jubelten, doch Schiedsrichter Christian Dingert beriet sich mit seinen Assistenten und verweigerte zurecht die Anerkennung.

Wiederum nur zwei Minuten später riss Carlos Zambrano Draxler im Strafraum um, Trapp parierte den Elfmeter von Huntelaar. Das war die intensivste Phase der Partie, auch wenn Leon Goretzka zehn Minuten vor dem Ende noch die Torlatte traf.

Der kurz zuvor eingewechselte Jefferson Farfan verwandelte in der Nachspielzeit einen Freistoß zum 2:0-Endstand.

Quelle: wa.de

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