Trauerfall

Schalkes Ex-Präsident Günter Eichberg ist tot

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Ex-Schalke-Präsident Günter Eichberg ist tot.

Die Knappen trauern um ihren Ex-Präsidenten Günter Eichberg. Eichberg, von 1989 bis 1993 Präsident des FC Schalke 04, ist im Alter von 72 Jahren in Gütersloh verstorben.

Gelsenkirchen - Der "Sonnenkönig von Schalke" feierte unter anderem den Wiederaufstieg in die Bundesliga nach der Saison 1990/91.

Bevor es für Eichberg nach Schalke ging, hatte er ein kurzes Intermezzo mit Fortuna Düsseldorf, bezahlte dem Verein sogar die Transfersumme für zwei Spieler aus seinem Privatvermögen. Seinen Spitznamen erhielt er aufgrund seines ausschweifenden Stils.

Schillernde Persönlichkeit

Eichberg galt als eine der schillerndsten Persönlichkeiten auf Schalke und ging als Kultfigur in die Bundesliga-Geschichte ein.

Der ehemalige Besitzer mehrerer Privatkliniken und Unternehmessberater war am 16. Januar 1989 auf einer außerordentlichen Mitgliederversammlung zum Präsidenten des FC Schalke 04 gewählt worden, der seinerzeit in der Bedeutungslosigkeit der 2. Liga zu versinken drohte. 

Eichberger holte Neururer

Als die Schalker Mannschaft am 26. Spieltag der Saison auf dem vorletzten Platz stand, entließ Eichberg den glücklosen Trainer Diethelm Ferner und holte Peter Neururer, der den Abstieg aus der 2. Liga schließlich abwendete. 

In der Saison 1990/91 stiegen die Knappen schließlich wieder in die Bundesliga auf. In dieser Zeit holte Eichberg einige prominente Namen nach Gelsenkirchen: Günter Netzer wurde kurzzeitig als Manager enagiert, zudem verpflichtete Eichberg für sehr hohe Ablösesummen Spieler wie Radmilo Mihajlovic oder Bent Christensen. 

Auch holte er am Ende seiner Amtszeit Rudi Assauer als Manager nach Schalke zurück. Assauer setzte später Eichbergs Idee eines Stadions mit verschließbaren Dach mit dem Bau der Schalke-Arena in die Tat um.

Der FC Schalke 04 würdigte Eichberg mit folgenden Worten: "Manche sahen in Eichberg einen Visionär, der viele Entwicklungen voraussah, etwa die Notwendigkeit für Schalke 04, über ein eigenes Stadion zu verfügen. Andere kritisierten, dass er die gute Ausgangsposition nach dem Aufstieg 1991 durch einen sehr leichtfertigen Umgang mit den Finanzen vergab und Schalke am Ende seiner Amtszeit wieder um den Ligaverbleib fürchten musste. Allerdings war es der in der Bundesliga. Als Eichberg antrat, drohte indes das Verschwinden im Niemandsland der 2. Liga. Das hat Günter Eichberg definitiv verhindert."

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Quelle: wa.de

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