Schalke-Chef wegen möglicher Putin-Reise in der Kritik

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SCHALKE - Aus der Politik ist Kritik an Vorstandschef Clemens Tönnies vom FC Schalke 04 wegen eines möglichen Besuchs des Fußball-Bundesligisten bei Russlands Staatschef Wladimir Putin laut geworden.

"In der momentanen Lage eine Einladung in den Kreml anzunehmen und sich so instrumentalisieren zu lassen, zeugt nicht wirklich von Fingerspitzengefühl", sagte CDU-Generalsekretär Peter Tauber der "Bild". Sport könne aufgrund seiner großen gesellschaftlichen Bedeutung nie völlig politikfrei sein. Das sollte ein führender Sportfunktionär eigentlich wissen, so Tauber.

Tönnies hatte dem "Handelsblatt" gesagt, der Einladung Putins, ihn einmal mit der Schalker Mannschaft in Moskau zu besuchen, nachkommen zu wollen. Allerdings nicht vor der WM im Sommer. Putin habe derzeit wichtigere Themen, hatte der Fleischfabrikant gemeint. Die Mannschaft würde "gerne einmal den Kreml sehen und interessiert sich für Moskau". Es gehe nicht alleine um Putin.

Zudem hatte Tönnies betont, trotz der umstrittenen Rolle Russlands in der Ukrainekrise zum Schalker Trikotsponsor Gazprom zu stehen. Der russische Staatskonzern habe sich immer hervorragend verhalten, die Zusammenarbeit stehe deswegen nicht infrage.

Quelle: wa.de

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