1. come-on.de
  2. Sport
  3. Schalke 04

Schalke nach Rätsel-Elfmeter sprachlos - Ailton sieht „klare Fehlentscheidung“

Erstellt:

Von: Erik Hlacer

Kommentare

Werder Bremen und Schalke 04 trennen sich 1:1 nach einem Elfmeter in der 99. Spielminute. Die Schiedsrichter-Entscheidung überschattet Simon Teroddes Torrekord.

Hamm - Lange sah es so aus, als würde der FC Schalke 04 bei Werder Bremen drei wichtige Punkte im Kampf um den Wiederaufstieg entführen. Simon Terrodde hatte selbst erst spät den Führungstreffer für Schalke 04 erzielt, doch Bremen traf noch später. Auslöser für den Ausgleich war ein Elfmeterpfiff von Tobias Stieler, der aus Sicht der Hausherren mehr als schmeichelhaft daherkam.

Fußball-Liga2. Fußball-Bundesliga
RekordspielerWilli Landgraf (508)
Aktueller MeisterVfL Bochum (4. Titel)

Schalke nach Rätsel-Elfmeter sprachlos - Werder gibt „glücklichen“ Pfiff unumwunden zu

Der eingewechselte Henning Matriciani streckte im Strafraum die Hand aus. Doch dass er Werders Roger Assalé berührte und damit entscheidend zu Fall brachte, vermochten zumindest die Fernsehbilder nicht einzufangen. Zunächst blieb der Pfiff von Tobias Stieler auch aus, doch dann wurde er aus Köln benachrichtigt. Vermutlich alle, die sich das Spiel angeschaut haben, hätten nicht damit gerechnet, dass Stieler seine Entscheidung revidiert. Pustekuchen. Wenig später bejubelt Niclas Füllkrug den Ausgleich.

„Wir sind glücklich, dass wir Elfmeter gekriegt haben“, bilanzierte Werder-Kapitän Ömer Toprak nach dem Spiel. „Den muss man nicht geben“, sagte Bremens Interimscoach Danijel Zenkovic. Schalkes Spieler saßen dagegen konsterniert in der Kabine. Ein Interview wollte niemand geben, der Pressesprecher ließ ausrichten, dass man aufgrund der Schiedsrichterentscheidung sprachlos sei.

Selbst Ailton, Sky-Experte, der sich als Bremen-Fan outete, wertete die Schiedsrichter-Entscheidung als „klare Fehlentscheidung“. Damit stimmte er auch mit Stefan Hempel und Torsten Mattuschka überein, die die Begegnung für Sky kommentiert hatten. Es bestand Einigkeit: Der Elfmeter war höchst rätselhaft, das Unentschieden geht unter dem Strich aber in Ordnung.

Schalke - Bremen: Seltsamer Elfmeterpfiff überschattet Torrekord von Simon Terodde

Die Feierlichkeiten dürften bei Simon Terodde ob der Umstände wohl nicht ganz so ausgelassen sein. Dabei hat er gegen Bremen seinen 154. Treffer in der 2. Bundesliga markiert. Damit hat „Torodde“, wie ihn die S04-Fans nennen, den alleinigen Torrekord nun inne, Dieter Schatzschneider ist offiziell abgelöst.

Für Simon Terodde geht damit auch ein kleiner Fluch zu Ende. Zuletzt gelang dem Routinier nämlich gleich fünf Pflichtspiele in Serie kein Treffer. Zuvor hatte er die 2. Liga bereits kurz und klein geschossen. Für den FC Schalke 04 ist er so etwas wie eine Lebensversicherung, die Knappen taten sich in den letzten Partien sichtlich schwer, als Terodde keine Torerfolge verzeichnete.

Auch gegen Werder Bremen war es für den 33-Jährigen ein Geduldsspiel. Bereits in der ersten Halbzeit hatte Simon Terodde eine wirklich gute Gelegenheit, sein Tor zu erzielen. Ein gekonnter Lupfer über Bremens Keeper Jiri Pavlenka hinweg flatterte nur hauchdünn am Kasten der Hausherren vorbei.

Dann profitierte Simon Terodde jedoch von der Einwechslung Rodrigo Zalazars, der etwas überraschend im Startaufgebot der Schalker gefehlt hatte. Zalazar nahm sich in der 82. Spielminute einen Weitschuss, den Torwart Jiri Pavlenka nicht hinreichend parieren konnte. Das Leder prallte zur Seite ab, wo Simon Terodde mit seinem Stellungsspiel glänzte und sicher einnickte.

Auch interessant

Kommentare