S04 arbeitet an Konzept

Schalke-Legende Ebbe Sand äußert sich zur Ausgliederung und stellt ein großes Problem von S04 heraus

Schalke 04 arbeitet an einem Plan für die Ausgliederung der Profi-Abteilung. Vereinslegende Ebbe Sand bezieht klar Stellung und hebt ein großes Problem hervor.

Update vom 16. Oktober, 10.36 Uhr: Ebbe Sand prägte den FC Schalke 04 zur Jahrtausendwende. Meister der Herzen, zweifacher DFB-Pokal-Sieger und Vereinslegende. Der ehemalige dänische Stürmer weiß, wie Königsblau tickt und weiß ebenso, wieviel den Fans am eingetragenen Verein hängt. Dennoch hat Ebbe Sand eine klare Meinung zur möglichen Ausgliederung von Schalke 04.

VereinFC Schalke 04
TrainerManuel Baum
Arena/StadionVeltins Arena
Kapazität 62.271
VorstandJochen Schneider (Sport & Kommunikation), Alexander Jobst (Marketing, Vertrieb & Organisation), Christina Rühl-Hamers (Finanzen, Personal & Recht)

Frisches Geld würde dem FC Schalke 04 gut tun, so Ebbe Sand im Kicker. Besonders für die Nachwuchsabteilung und den Spielern, die daraus entspringen. Das Problem der Königsblauen in den vergangenen Jahren: Vielversprechende Talente konnten mangels finanzieller und sportlicher Perspektive nicht gehalten werden.

Eine Ausgliederung wäre laut Ebbe Sand eine große Chance für Königsblau, „weil so neue finanzielle Möglichkeiten entstünden und diese den Klub wieder handlungsfähiger machen würden.“ Sicherlich, Investoren würden Schalke 04 gleich mehrere Türen öffnen. Geld jedoch ist laut Sand nicht alles: „Die Verantwortlichen müssen mit dem Geld gut umgehen, denn auch das ist endlich.“

Schalke: Ausgliederung in Planung - Alexander Jobst spricht von zwei Wegen

[Erstmeldung] Hamm - Das Thema ist bei all den Diskussionen um die sportliche Talfahrt und die Trainer-Position auf Schalke schon etwas in den Hintergrund geraten. Was aber nicht heißt, dass es gänzlich von der Agenda verschwunden ist. Ganz im Gegenteil: S04 strebt weiterhin die Ausgliederung der Profi-Abteilung an.

Der mit 205,3 Millionen Euro Verbindlichkeiten belastete Bundesligist aus Gelsenkirchen beschäftigt sich bereits sehr ausführlich mit dem Thema Ausgliederung.

Schalke arbeitet an Konzepten für Ausgliederung

„Wir arbeiten derzeit an einem Konzept, um dem FC Schalke 04 eine Struktur zu geben, die zum einen zu 104 Prozent zu unserem Verein passt, es uns zum anderen aber ermöglicht, langfristig wieder höhere Ziele in Angriff zu nehmen“, sagte Schalkes Vorstand Marketing, Vertrieb und Organisation, Alexander Jobst, im Interview mit dem Kicker (Montagsausgabe).

Langfristig betrachtet stehe Schalke laut Jobst an "einer Gabelung, an der es zwei Wege für uns gibt: Entweder wir verabschieden uns von unseren langfristigen sportlichen Zielen - dann können wir weitermachen wie bisher. Oder aber wir wollen auch in Zukunft ein ambitionierter Verein sein, dann müssen wir uns mit einer Strukturveränderung beschäftigen." Und diese Strukturveränderung heißt: Ausgliederung.

Schalke plant die Ausgliederung - Thema bei Fans umstritten

Vielen Fans ist der Status des FC Schalke 04 als eingetragener Verein (e.V.) sehr wichtig. Allerdings wird der Einstieg möglicher Investoren sowie die Bildung von finanziellen Rücklagen dadurch erschwert. Daher sieht Jobst dort eine gewisse Dringlichkeit.

Sobald man die Vorarbeiten abgeschlossen habe, "werden wir unsere Fans und Mitglieder einbinden, das Für und Wider gemeinsam abwägen und uns in aller Ruhe detailliert austauschen", meinte Jobst, der sich schon mehrfach für die Ausgliederung ausgesprochen hat.

Schalkes Vorstand Jobst: Kein Modell wie beim FC Bayern

Allerdings sind die Ausgliederungspläne bei vielen der 160.000 Mitglieder des Klubs nach wie vor umstritten. "Lautstärke ist nicht immer repräsentativ", sagte Jobst deutlich, worüber auch Ruhr24.de* berichtet.

Schalkes Marketing-Vorstand glaube an eine Diskussionsgrundlage mit den Anhängern. Jobst: "Ein klassisches Ausgliederungsmodell wie etwa beim FC Bayern ist bei uns nicht zu realisieren, weil es einfach nicht zu Schalke 04 passt." (mg/sid)

Rubriklistenbild: © Achim Scheidemann/dpa/picture alliance

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