FC Schalke 04

Tönnies: Tabellenplatz geht vor Attraktivität

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Clemens Tönnies (links) und BVB-Präsident Reinhard Rauball am Mittwoch bei der Eröffnung der Sonderausstellung "FußballLebenRuhrgebiet" im Fußballmuseum in Dortmund.

Unansehnliche Spielweise? Mit Diskussionen dieser Couleur kann Clemens Tönnies wenig anfangen. „Mich interessiert in allererster Linie der Tabellenplatz, weil ich wirtschaftlich orientiert bin“, sagte der Aufsichtsratsvorsitzende von Fußball-Bundesligist Schalke 04 am Mittwoch.

Dortmund - Der Klubboss aus Rheda-Wiedenbrück weilte am Mittwoch in Dortmund im Fußballmuseum des DFB, wo die Sonderausstellung „FußballLebenRuhrgebiet“ eröffnet wurde. 

Tönnies wehrte sich am Rande der Veranstaltung gegen Vorwürfe, die Königsblauen spielten unter Trainer Domenico Tedesco zu häufig unattraktiv. Zuletzt hatten die Schalker vier Bundesliga-Partien am Stück ohne Gegentreffer gewonnen und damit Rang zwei hinter Rekordmeister Bayern München gefestigt – meist wenig spektakulär, aber effizient. 

„Natürlich sehe ich auch gerne Pressingfußball. Aber ich finde, so schlecht haben wir nicht gespielt“, fügte Tönnies hinzu. Dreimal fuhr der S04 während jener Serie mit 1:0 den knappsten aller möglichen Siege ein, lediglich gegen Bayer Leverkusen (2:0) Ende Februar glückte ein zweites Tor.

Für eines davon war Guido Burgstaller zuständig gewesen – und auch zu dem Österreicher hatte Tönnies am Mittwoch eine klare Meinung. „Einer wie er, der sich richtig einsetzt – ich glaube, das hat mehr Idolkraft als die Geburt“, betonte der Aufsichtsratsvorsitzende.

Damit erlaubte sich der Funktionär einen kleinen Seitenhieb in Richtung Marco Reus. Denn beim Podiumsgespräch rund um die Eröffnung der Sonderausstellung, in dem unter anderem die Auswirkungen der Kommerzialisierung im Profifußball thematisiert wurden, hatte Tönnies zuvor gesagt: „Der Spieler, der in Dortmund geboren wurde und aufgewachsen ist, der dort zur Schule gegangen ist und ausgebildet wurde und dann dort bleibt – der ist Geschichte. Das wird die Ausnahme bleiben.“ Reus, gebürtiger Dortmunder und damit die Identifikationsfigur schlechthin bei der Borussia, hatte beim BVB seinen Vertrag jüngst bis 2023 verlängert.

Schon bald begegnen die Schalker dem Nationalspieler in Reihen der Borussia wieder im direkten Duell. Denn am 15. April steigt in der Gelsenkirchener Arena der nächste Revier-Gipfel. „Das Derby ist das wichtigste Spiel im ganzen Jahr, sowohl in Gelsenkirchen als auch in Dortmund. Ich freue mich darauf und hoffe, dass wir gewinnen.“ 

Zusätzliche Brisanz erhält die Begegnung diesmal durch die tabellarische Konstellation: Die Schwarz-Gelben liegen als Dritter derzeit einen Punkt hinter Blau-Weiß zurück – es geht also auch um die Vizemeisterschaft hinter den enteilten Bayern.

Quelle: wa.de

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