Schalke bei 1899 Hoffenheim

Die stille Genugtuung des Sebastian Rudy

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Noch keine Minute verpasst: Sebastian Rudy trifft mit 1899 Hoffenheim auf seinen Ex-Klub Schalke 04.

Wenn Schalke 04 bei 1899 Hoffenheim antritt, kommt es zum Wiedersehen mit Sebastian Rudy. Für den Mittelfeldspieler läuft die Leihe bislang nach Maß, weshalb er eine gewisse Genugtuung verspüren dürfte.

Gelsenkirchen – An diesem Wochenende wird Sebastian Rudy nicht darum herumkommen, sich in gewisser Weise auch mit Teilen seiner Vergangenheit zu beschäftigen. „Darüber möchte ich nicht sprechen, ich schaue nach vorne“, sagte der 29-Jährige vor knapp zwei Wochen nach dem Sieg seiner TSG 1899 Hoffenheim beim FC Bayern, als er auf Schalke 04 angesprochen wurde.

Nun kommt es zum ersten Wiedersehen seit seiner Leihe, wenn die Königsblauen am Sonntag (18 Uhr/bei uns im Live-Ticker sowie live im TV) zu Gast im Kraichgau sind. Öffentlich gesprochen hat er im Vorfeld dieses Duells nicht. Ohnehin ist er kein Typ für große Ankündigungen und Ansagen – nicht nur, weil er bislang „nur“ von Schalke an die TSG ausgeliehen ist.

Dennoch dürfte Rudy darauf brennen, es all seinen Kritikern – speziell denen, die es mit Königsblau halten – zu zeigen. Zu beweisen, dass er nicht das große Missverständnis ist, für das ihn viele rund um Schalke hielten.

Rudy hat noch keine Pflichtspielminute verpasst

Wobei es das in seinem Jahr bei den Knappen definitiv war. Er wurde von vielen als Sinnbild der verkorksten Saison genommen, der nicht die Rolle spielte, die sie sich in Gelsenkirchen erhofft hatten. Nach seiner Ankündigung, auch in dieser Spielzeit auf jeden Fall für Königsblau aufzulaufen, flüchtete er zu seinem Ex-Klub.

Was aus der Sicht des Sechsers keine allzu schlechte Idee war. Denn bei der TSG ist Rudy gesetzt, verpasste bislang noch keine Pflichtspielminute.

„Er ist ein sehr wichtiger Spieler. Er ist offensiv sehr stark, sehr gut in der Balleroberung und dazu sehr ballsicher“, lobt Hoffenheims Coach Alfred Schreuder: „Er ist ein Typ, der die Mannschaft auf dem Platz mitführt. Das wollen wir von ihm, und das macht er gut.“

Rudy will langfristig bei der TSG bleiben

Genau das wollten und hofften die Schalker bei seiner Verpflichtung für 16 Millionen Euro aus München auch. Doch der generelle Negativ-Trend der Mannschaft wie auch die Tatsache, dass Rudy zu sehr im Fokus stand, taten ihm offensichtlich alles andere als gut. Im beschaulichen Kraichgau hingegen blüht er wieder auf. So sehr, dass er es – infolge vieler Absagen – wieder in die Nationalmannschaft schaffte.

Eine Tatsache, die auch David Wagner nicht entgangen ist. „Er erfüllt seinen Job in deren Spielidee gut“, sagt Schalkes Chefcoach, der nach eigener Aussage „immer mal wieder“ in Kontakt mit Rudy sei nach dessen Abschied. „Die Leihe läuft für uns alle in die richtige Richtung.“

Insbesondere für Rudy, der eine gewisse Genugtuung verspüren dürfte. Doch dass Schalke am Ende tatsächlich davon profitiert, ist unwahrscheinlich. Rudy kündigte bereits an, gerne länger bei der TSG bleiben und dort Erfolge feiern zu wollen. Am liebsten schon am Sonntag gegen Schalke.

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Quelle: wa.de

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