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Kommentar: Bloß keine falsche Bescheidenheit, liebe Schalker!

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Von: Sven Schneider

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Schalkes Linksverteidiger Bastian Oczipka (links) blickt bereits auf den DFB-Pokal voraus.
Schalkes Linksverteidiger Bastian Oczipka (links) blickt bereits auf den DFB-Pokal voraus. © dpa

Trotz der müden Nullnummer gegen Hertha BSC waren Schalkes Spieler und Trainer Wagner zufrieden. Zu viel Bescheidenheit schränkt den Ehrgeiz ein. Ein Kommentar.

Keine Frage, die Partie der Schalker am Freitagabend in Berlin war weder ein Fußball-Leckerbissen noch kurzweilig oder unterhaltend. Selten in dieser Saison haben sich 90 Minuten der Königsblauen derart zäh angefühlt wie an diesem 20. Bundesliga-Spieltag. Was aber vor allem am selbst ernannten "Big City Club" lag, der eindrucksvoll unter Beweis stellte, dass rund 80 Millionen Euro im Winter für neue Spieler nötig waren. Destruktiv, ideenlos und offensiv beinahe nicht existent agierte die Truppe von Trainer Jürgen Klinsmann.

Nach der Partie waren sowohl Spieler als auch Trainer von Schalke 04 durchaus zufrieden mit einem Punktgewinn beim aktuellen Tabellen-13. der Fußball-Bundesliga. "Wir sind froh, dass wir die Null gehalten haben", sagte Daniel Caligiuri am DAZN-Mikrofon. Bescheidenheit ist eine Tugend, die besonders im Ruhrgebiet geschätzt wird. Zu viel davon schränkt allerdings den sportlichen Ehrgeiz ein.

Schalke - Hertha: Wagners Elf hat bewiesen, wozu sie in der Lage ist

Sicher, die 0:5-Klatsche gegen den FC Bayern am vergangenen Wochenende hat tiefe Spuren hinterlassen. Ein Prüfstein sind die sich aktuell in Meister-Verfassung befindenden Münchner generell nicht für die Ambitionen der Schalker. Zu tief zu stapeln ist jedoch der falsche Ansatz. 

Nach der grandiosen Hinrunde ist Schalke 04 auf einem guten Weg, sich für das internationale Geschäft zu qualifizieren. Die Elf von Schalkes Coach David Wagner hat zum Rückrunden-Auftakt gegen Borussia Mönchengladbach (2:0) bewiesen, wozu sie in der Lage ist.

Schalke - Hertha: Am Dienstag folgt das "Rückspiel" im DFB-Pokal

Es spricht für Wagner, wenn er jede Gelegenheit nutzt, um sich vor seine Mannschaft zu stellen und sie zu verteidigen. "Wir haben nach dem München-Spiel eine Reaktion gezeigt und zu null gespielt", sagte er am Freitagabend. Allerdings sollten sich die Knappen von der deftigen Niederlage gegen den deutschen Rekordmeister nicht aus dem Konzept bringen lassen.

Am Dienstagabend (20.45 Uhr/bei uns im Live-Ticker und live im TV) kommt es zum "Rückspiel" gegen die Hertha, diesmal im Achtelfinale des DFB-Pokals - vor heimischem Publikum in der Gelsenkirchener Arena, allerdings wohl ohne Suat Serdar, der aufgrund seiner Verletzung keine Option für Schalkes Aufstellung gegen die Hertha ist.

"Mit den eigenen Fans im Rücken werden wir noch mehr gepusht – und dann wollen wir uns wieder mit Toren belohnen", sagte Schalkes Linksverteidiger Bastian Oczipka. Ein müdes Null-zu-Null ist diesmal nicht möglich. 

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