Bitterer Trainingslager-Abschluss

Sané verletzt! Schalke bekommt große Abwehr-Not

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Salif Sané droht Schalke 04 wegen einer Oberschenkel-Verletzung auszufallen.

Nach vielen Störgeräuschen endet das Trainingslager für Schalke 04 mit einem Schock: Salif Sané verletzt sich. Die Not in der Abwehr wächst, die Alarmglocken schrillen.

Benidorm - Vor einigen Tagen bekam Domenico Tedesco Schokolade von einem Fan geschenkt. „Für die Nerven“, sagte der dem Chefcoach von Schalke 04. Spätestens zum Abschluss des Trainingslager im spanischen Benidorm dürfte er sie ganz gut gebrauchen. Denn in der Schlussphase des einzigen Testspiels der Vorbereitung gegen den KRC Genk (2:2) brach ihm Salif Sané weg. Der 28-Jährige humpelte mit einem stark bandagierten rechten Oberschenkel vom Platz.

Die Alarmsirenen läuten. Sollte Sané tatsächlich länger ausfallen, steht Tedesco mit Matija Nastasic (25) derzeit nur noch ein gelernter Innenverteidiger zur Verfügung. „Er hat einen kleinen Stich gespürt“, erklärte Tedesco, – dessen Laune aufgrund des drohenden Engpasses in der Defensive sichtlich schlecht war: „Es ist immer schlimm, wenn sich ein Spieler verletzt – vor allem auf einer Position, die jetzt unterbesetzt ist. Wir gehen aktuell aber nicht davon aus, dass er länger ausfällt.“

Ganz ausschließen können die Königsblauen das wohl erst nach weiteren Untersuchungen, die laut Trainer nach der Rückkehr in Deutschland stattfinden soll. Doch der Coach sprach es an: Für das Abwehrzentrum ist nach dem Weggang von Naldo ohnehin großer Bedarf da. Zwar hat Tedesco auch schon mal Weston McKennie (20) dort ausprobiert, auch Benjamin Stambouli (28) wäre eine denkbare Option. Ideallösungen für das Zentrum in der Viererkette wären jedoch beide nicht.

Warten auf Verstärkung

Die geforderte und angekündigte Verstärkung für die Defensive wie auch für die Offensive lässt weiter auf sich warten. Was für den Trainer nun noch bitterer ist. „Natürlich ist es super, wenn der Spieler von Tag da eins ist, um die Jungs und die Abläufe schneller kennenzulernen“, sagte der 33-Jährige: „Wichtig ist, dass es gute Transfers sind, nicht schnelle.“

Beides wäre für Schalke der Idealfall. Doch das dürfte nicht einfacher sein angesichts der Tatsache, dass mögliche abgebende Vereine um die Abwehr-Not wissen. „Es gibt keinen neuen Stand“, erklärte Heidel vor dem Duell mit dem KRC. „Ich würde gerne etwas anderes sagen. Die Situation im Winter ist immer schwieriger, aber wir werden auf jeden Fall etwas machen.“

2:2 im Test: Die Bilder vom Schalker Remis gegen Genk

Die Zeit drängt rund eine Woche vor dem Rückrunden-Start gegen Wolfsburg. In puncto Transfers. Aber auch in der spielerischen Entwicklung. Tedesco setzte den Schwerpunkt im Vorbereitungscamp auf die Offensive. In Ansätzen war das zuvor Einstudierte gegen Genk auch zu erkennen. Aber allzu berauschend war der Auftritt noch nicht. Ob Königsblau gerüstet für die Rückrunde gerüstet ist? Das muss zumindest bezweifelt werden.

Denkzettel für Harit

Zumal es Drumherum auch einige Störfeuer gab, die nicht sonderlich hilfreich gewesen sein dürften. Kurz vor dem Abflug Richtung Spanien vermeldete Schalke, dass Amine Harit (21) wegen eines Muskelfaserriss mit Sehnen-Beteiligung nicht mitreisen würde.

Doch es steckt mehr dahinter, es war ein Denkzettel. Der Marokkaner steht sinnbildlich für das Disziplin-Problem, mit dem Schalke in den vergangenen Wochen und Monaten zu kämpfen hatte. In dieser Woche wurden immer mehr Fehltritte publik – allen voran die Party-Nacht nach der Champions-League-Pleite in Porto, wo Harit einer von sieben beteiligten Spielern gewesen war. Kommt ein gutes Angebot, darf er gehen.

Steigerung im Training

Königsblau ging zumindest nach Außen hin recht unsouverän mit derartigen Meldungen um. Die Krisen-Kommunikation ist ausbaufähig. Der nächtliche Ausflug sei ein Missverständnis gewesen. Auch mit der Beobachtung von Medien wie auch von anwesenden Anhängern der Knappen, dass in den Einheiten oft der nötige Zug fehlte, was Spieler sogar bestätigten, stieß auf großes Unverständnis bei den Schalker Verantwortlichen.

Immerhin: Nach drei Tagen war in dieser Hinsicht eine klare Steigerung zu erkennen. Schließlich wollen auch die Fans sehen, dass Feuer da ist im Training und Schalke darauf brennt, die schwache Hinrunde zu korrigieren. Die wohl hinzukommende Abwehr-Not wird dieses Vorhaben nicht gerade erleichtern.

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Quelle: wa.de

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