S04-Manager Heldt schaut gegen Stuttgart genau hin

Horst Heldt ▪

GELSENKIRCHEN ▪ Horst Heldt musste einen Augenblick überlegen. „Es war eine schöne Zeit. Ich hatte sieben gute Jahre in Stuttgart“, sagte der Manager.

Von Jörg Strohschein

„Aber jetzt bin ich froh und glücklich, hier in Schalke zu sein.“ Wie so oft im Fußballgeschäft trifft auch Horst Heldt heute auf seinen ehemaligen Arbeitgeber. Beim VfB hatte er seine letzten aktiven Jahre verbracht, aber vor allem sein Handwerk als Manager erlernt. Doch allzu lange will er sich der 42-Jährige mit diesem Thema nicht aufhalten. Denn die Trennung von den Schwaben verlief nicht geräuschlos, nach einigen Querelen in der Vorstandsetage verließ Heldt die Schwaben in Richtung Ruhrgebiet. Auch wenn der Manager dies wohl nicht zugeben würde, ein wenig bleibt nach solch einem geradezu quälenden (Trennungs-) Zeitraum immer in den Kleidern der Beteiligten hängen. Für Heldt wäre es somit sicher ein besonders gelungener Start in die Rückrunde, sollten die Schalker den VfB besiegen.

Das feine Lächeln, das Heldt bei diesem Thema aufsetzt, wirkt geradezu verräterisch. Und dann wäre da noch der Gedanke an das überaus unangenehme Hinspiel, das die Königsblauen so gut wie chancenlos im Stuttgarter Stadion mit 0:3 verloren und sich damit den Saisonauftakt gründlich vermasselt hatten. „Stuttgart hat in der Hinrunde nicht zuletzt gegen uns bewiesen, dass sie sehr guten Fußball spielen können“, sagt Heldt. Mittlerweile haben sich beide Klubs aber deutlich voneinander entfernt. Schalke liegt als Tabellendritter zwölf Punkte vor dem Tabellenachten aus Stuttgart. „Mit einem Sieg können wir den Vorsprung noch vergrößern, was unsere gute Ausgangslage noch weiter verbessern würde“, so der Manager. Doch auch Heldt kann die Personalprobleme nicht kurzfristig lösen. Durch den Ausfall des gesperrten Sechsers Jermaine Jones stellt sich die Frage nach der Alternative.

Huub Stevens will dazu noch die Mannschaft befragen, mit welcher Lösung „sich die Spieler am sichersten fühlen“. Mit großer Wahrscheinlichkeit wird Allrounder Joel Matip aus der Innenverteidigung auf die „Sechs“ im 4-4-2- mit Raute vorrücken, für ihn dürfte Benedikt Höwedes von der rechten Außenverteidigerposition in die Mitte rücken und Atsuto Uchida in die Mannschaft zurückkehren. Da auch Lewis Holtby weiterhin ausfällt, dürfte auf José Manuel Jurado eine gewichtige Rolle in Sachen Spielaufbau zukommen.

„Ich denke, er hat zuletzt einige Dinge gezeigt, die er vorher nicht gezeigt hat“, sagt Stevens. Der Holländer hofft darauf, dass dieser Aufwärtstrend, den nicht zuletzt er bei dem Spanier mit intensiven Gesprächen ausgelöst hat, sich weiter fortsetzt. Horst Heldt jedenfalls wird gerade bei diesem Spiel genau zuschauen.

Quelle: wa.de

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