Hoffenheim besitzt Kaufoption

Rudy will nicht zurück nach Schalke – waren ihm die S04-Fans nicht gut genug?

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Sebastian Rudy könnte sich ein Karriereende bei der TSG 1899 Hoffenheim vorstellen.

Sebastian Rudy fühlt sich bei der TSG 1899 Hoffenheim wohler als auf Schalke. Ein Grund dafür könnten die Heimspiele mit dem S04 gewesen sein.

  • Sebastian Rudy ist von Schalke 04 zu 1899 Hoffenheim zurückgekehrt
  • Der Mittelfeldpsieler ist für ein Jahr ausgeliehen
  • Die TSG besitzt eine Kaufoption

Update 10. September, 13.10 Uhr: Eine Saison lang kickte Sebastian Rudy nur für den FC Schalke 04. Dann kehrte er auf Leihbasis in diesem Sommer zu seinem Ex-Verein TSG 1899 Hoffenheim zurück. Er ist gekommen, um zu bleiben – und spricht sogar von einem Karriereende in Sinsheim.

"Die sieben Jahre hier waren etwas ganz Besonderes für mich. Das werde ich nie vergessen. Darum freue ich mich auch sehr, wieder hier zu sein. Es war eine aktive Entscheidung von mir zurückzukommen", sagte er dem TSG-Magazin achtzehn99.de.

Rudy kann sich Karriereende bei Hoffenheim vorstellen – keine Rückkehr nach Schalke

Eine ähnlich lange Karriere bei Schalke blieb dem Mittelfeldspieler verwehrt. Nach seiner Leihe will Rudy aber eigentlich auch nicht wieder in den Ruhrpott zurück. "Ich möchte definitiv länger hierbleiben und kann mir sehr gut vorstellen, meine Karriere bei der TSG zu beenden", sagte er und setzte einen Seitenhieb gegen Gelsenkirchen nach. "Ich habe viele Freunde, die Menschen hier sind sehr liebenswert, es passt einfach. Auch das Bemühen der TSG hat mir sehr gutgetan. Da gab es für mich keine zwei Meinungen, wo ich meine Karriere fortsetzen möchte", so Rudy. Haben ihm die S04-Fans also zu wenig Liebe entgegengebracht?

Die Heimspiele jedenfalls genießt er mehr bei Hoffenheim. Das Stadion sei "ein kleines Schmuckstück", so Rudy. Es sei seine "sportliche Heimat geworden, ich habe in keinem anderen Stadion so viele Spiele bestritten." Vor allem mit den Hoffenheim-Fans kommt er offensichtlich besser aus. Rudy: "Man kennt viele Fans vom Sehen und es ist einfach angenehm und persönlich hier. Ich freue mich jedes Mal, hier zu spielen."

Gut möglich, dass er das nach seinen Aussagen auch in Zukunft tun wird. Rudy und Schalke jedenfalls hat nicht gepasst, vielleicht findet der 29-Jährige also erneut bei Hoffenheim sein Glück.

In der Tat war der Transfer von Rudy kein guter für den FC Schalke 04 – wie so viele andere auch. Vielleicht ist es da gar nicht verwunderlich, dass die Fans nach einem echten Hammer lechzen. Und in ihren kühnsten Träumen sogar von Lionel Messi sprechen. Besser wird es zudem nicht dadurch, wenn man mal einen Blick rüber zum Revierrivalen Borussia Dortmund wirft, wo seit vielen Jahren Toptalente wie Jadon Sancho verpflichtet werden und große klasse mit sich bringen.

Rudy über Zeit auf Schalke: "Es hat nicht gepasst"

Update 7. August, 12.27 Uhr: Sein Jahr auf Schalke war für Sebastian Rudy. Nun soll er - zunächst als Leihspieler - bei seinem Ex-Klub 1899 Hoffenheim wieder zu alter Stärke zurückfinden. Bereit er denn seinen Wechsel zu den Königsblauen

"Ich muss schon sagen: Ich habe mir etwas komplett anderes erhofft", sagte der 29-Jährige nun im Interview mit der Sport Bild: "Es ist nicht so gelaufen, wie ich es mir gewünscht und vorgestellt hatte. Ich dachte, der aufgezeigte Plan und die Ideen wären richtig für mich. Bei der Entscheidung pro Schalke war ich voll davon überzeugt, ich hatte ja auch andere Optionen. So abgedroschen es sich anhört, aber ich bin auch für diese Negativerfahrung dankbar und sicher, dass sie mich reifen lässt."

Nach zwei Jahren - eines beim FC Bayern, eines bei Königsblau - kehrt er also nun an nach Hoffenheim zurück, wo er auf ein vertrautes Umfeld trifft. Die Pläne dort? "Auf Schalke konnte ich einfach nie zeigen, was mich ausmacht. Dort waren, zumindest in der vergangenen Saison, andere Fähigkeiten als meine gefragt, ich habe dort nicht reingepasst mit meinem Stil", meine Rudy: Nach einem Jahr muss ich leider sagen: Schalke, das war nicht ich. Es hat nicht gepasst."

Dabei habe es nun auch Gespräche mit dem neuen Trainer David Wagner gegeben. "Danach kamen wir zum Ergebnis, dass es das Beste für mich ist zu wechseln", so der Mittelfeldspieler: "Wir haben es noch versucht, sind es angegangen. Aber dann war klar, dass ich zurück nach Hoffenheim will. Meine Familie und ich sind sehr froh über die Entscheidung. Ich gehe den Weg weiter, der für mich bestimmt ist."

Aktuell sieht die Vereinbarung eine einjährige Leihe vor, die TSG besitzt eine Kaufoption. Ist eine Rückkehr zu Schalke überhaupt denkbar für Rudy? "Ich will nichts ausschließen, aber jetzt zählt nur Hoffenheim, hier fühle ich mich wohl. Ich könnte mir gut vorstellen, über die Saison hinaus zu bleiben."

So groß ist Schalkes finanzieller Verlust bei Rudy

Update 2. August, 9.26 Uhr: Mit dem (temporären) Wechsel von Sebastian Rudy zu 1899 Hoffenheim nimmt Schalke 04 auch Geld ein - aber das ist überschaubar im Vergleich zu den 16 Millionen Euro, die die Königsblauen vor einem Jahr an den FC Bayern überwiesen.

Als Leihgebühr kassiert Schalke von den Kraichgauern nach Informationen der Bild rund eine Million Euro, dazu sparen die Knappen das Gehalt.

Nach der Saison hat Hoffenheim die Option, Rudy fest zu verpflichten. Als Ablöse ließ sich die TSG jedoch auf nicht mehr als sechs Millionen Euro ein, schließlich habe der 29-Jährige bei den Knappen in den vergangenen 12 Monaten kaum eine Rolle gespielt.

Sollten die Kraichgauer diese Option ziehen, würde Schalke bei Rudy am Ende ein Minus von zehn Millionen Euro machen.

Sebastian Rudy: Wechsel nach Hoffenheim perfekt

Update 31. Juli, 17.30 Uhr:  Nun ist es perfekt: Sebastian Rudy wechselt auf Leihbasis zurück zur TSG Hoffenheim. Das hat der FC Schalke am Mittwochnachmittag bekannt gegeben. Der 29-Jährige wird erst einmal einen Leihvertrag für die Saison 2019/2020 unterschreiben. Seinen Vertrag auf Schalke läuft noch bis 2022.  Sebastian Rudy hatte gewiss kein einfaches Jahr auf Schalke", wird Schalkes Sportvorstand Jochen Schneider in der Pressemitteilung zitiert. "Leider verlief die Saison 2018/2019 weder für unsere Mannschaft noch für Sebastian so, wie wir uns das alle erhofft hatten. Als er nunmehr kurzfristig mit dem Wunsch auf uns zukam, sich für die kommenden elf Monate an seinen ehemaligen Verein, die TSG 1899 Hoffenheim, ausleihen zu lassen, haben wir diesem entsprochen.“

Sebastian Rudy schon beim Medizincheck in Hoffenheim

Update 31. Juli, 14.08 Uhr: Die Rückkehr von Sebastian Rudy zu 1899 Hoffenheim nimmt immer konkretere Formen an. Schalkes Mittelfeldspieler absolvierte am Mittwoch den obligatorischen Medizincheck. Die Krauchgauer posteten ein entsprechendes Foto auf Twitter, das den 29-Jährigen bereits im TSG-Dress zeigt.

Offiziell verkündet ist der Wechsel noch nicht, es läuft wohl auf ein Leihgeschäft hinaus.

Rudy und Schalke beenden Missverständnis: Rückkehr zu 1899 Hoffenheim

Gelsenkirchen - Bei einer strengen Auslegung steht der Kurz-Einsatz von Sebastian Rudy bei der 2:3-Testspielniederlage des FC Schalke 04 am Montagabend in Kitzbühel gegen den FC Bologna sinnbildlich für seine Zeit bei den Königsblauen: Kaum war der 29-Jährige in der Nachspielzeit in die Partie gekommen, pfiff der Schiedsrichter ab. Rudy konnte sich gar nicht beweisen.

Gleiches lässt sich auf seine Karrierephase bei den Knappen projizieren: Vor einem Jahr für 16 Millionen Euro als Königstransfer zu den Schalkern gekommen, könnte das Abenteuer des Mittelfeldstrategen in Gelsenkirchen schon wieder vorbei sein, ehe es überhaupt Fahrt aufgenommen hat: Rudy steht Berichten von Bild, Sport Bild und Kicker zufolge vor einer Rückkehr zur TSG 1899 Hoffenheim. Dem SWR bestätigten die Kraichgauer, dass dahingehend Gespräche laufen.

Am Abend bestätigte Schalkes Sportvorstand Jochen Schneider auf der blau-weißen Nacht im Trainingslager, dass Rudy bereits aus Mittersill abgereist sei: "Wir können nichts bestätigen. Richtig ist: Er ist heute Abend nicht dabei", wird er von der Bild zitiert.

Dabei soll es sich zunächst um ein Leihgeschäft für die kommende Saison handeln. Eine Leihgebühr stehe bislang ebenso wenig fest wie die Tatsache, ob es eine Kaufoption für Hoffenheim geben werde. Auf Schalke gilt sein Vertrag noch bis 2022.

Lesen Sie auch: Alle Wechselgerüchte in unserem Transfer-Ticker

Rudy kam einst als Königstransfer zu Schalke

Rudy war vor der abgelaufenen Saison als Wunschspieler des ehemaligen Schalker Trainers Domenico Tedesco gekommen unter der Prämisse, den Fußball der Königsblauen weiterzuentwickeln. Da dieses Vorhaben aus den verschiedensten Gründen scheiterte, war auch Rudy schnell außen vor und konnte sich nie so einbringen, wie er, aber auch die Schalker Verantwortlichen sich es bei seiner Verpflichtung erhofft hatten.

Noch vor dem Beginn der aktuellen Vorbereitung hatte Rudy angekündigt, auf Schalke angreifen zu wollen. "Von nun an gehe ich das Ganze ein Stück weit anders an und versuche, das zu zeigen, was mich stark macht", hatte Rudy im Interview mit Spox und Goal gesagt: "Ich will meinen Kritikern beweisen, dass sie Unrecht haben und ich es besser kann - dieser Gedanke motiviert mich ungemein."

Dazu hatte er erklärt: "Ich werde in der kommenden Saison auf jeden Fall für Schalke auflaufen - das kann ich Ihnen versichern." Nun offenbar die Wende - und das Eingeständnis eines einjährigen Missverständnisses.

Für Hoffenheim spielte Rudy derweil bereits von 2010 bis 2017. Er kam 2018 nach einem Jahr beim FC Bayern zu den Königsblauen, wo er 21 Bundesliga-Spiele absolvierte und die hohen Erwartungen nicht erfüllen konnte. Für die Kraichgauer stand der Mittelfeldspieler in der Bundesliga in 212 Partien auf dem Feld.

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Quelle: wa.de

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