Gegen Borussia Dortmund

Schalke ärgert sich über Video-Referee - DFB bezieht Stellung

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Die Schalker im Trainer David Wagner beklagten einen nicht gegebenen Handelfmeter im Revierderby gegen den BVB.

Ärger mit dem Videobeweis: Im Revierderby gegen Borussia Dortmund war der FC Schalke der vermeintliche Leidtragende. Königsblau wollte einen Handelfmeter.

Update vom 27. Oktober, 11.42 Uhr: Trotz erneut zahlreicher Diskussionen um die Auslegung der Handspielregel haben die Schiedsrichter am 9. Spieltag der Fußball-Bundesliga fast ausnahmslos korrekte Entscheidungen getroffen. Dazu zählt auch die Szene im Revierderby zwischen Schalke 04 und Borussia Dortmund, wie die Sportliche Leitung Elite-Schiedsrichter des Deutschen Fußball-Bundes (DFB) auf der Homepage des Verbandes mitteilte.

Demnach war der Entschluss von FIFA-Schiedsrichter Felix Brych richtig, das Handspiel des Dortmunders Thorgan Hazard nicht zu bestrafen. "Der Dortmunder Spieler Hazard ist hier nicht zur Abwehr auf den Ball orientiert. Es handelt sich somit eindeutig um keine bewusste Aktion mit den Händen zum Ball. Ebenso liegt keine unnatürliche Vergrößerung der Körperfläche vor", lautet die Einschätzung.

Für die Schalker geht es am Dienstag bereits weiter. Im DFB-Pokal treffen die Knappen auswärts auf Arminia Bielefeld (20.45 Uhr/live im TV), Rotation in der Aufstellung des S04 ist wohl angesagt, zumal Benjamin Stambouli verletzt ist. Für Borussia Dortmund steht erst am Mittwoch das nächste Spiel an. Borussia Mönchengladbach ist zu Gast.

"Vielleicht war es dunkel im Keller": Schalke ärgert sich über Video-Referee

Gelsenkirchen – Etwa eine Stunde war rum im Revierderby, da schlug der FC Schalke 04 eine Ecke in den Strafraum vom Borussia Dortmund. BVB-Flügelspieler Thorgan Hazard bekam den Ball in die Hand, Schiedsrichter Dr. Felix Brych ließ weiterlaufen – und die Schalker Profis protestierten lautstark.

Auch der Video-Assistent Günter Perl schaltete sich nicht ein - trotz klaren Kontaktes mit Brych. "Vielleicht war es dunkel im Keller", sagte Sascha Riether, Schalkes Lizenzspiel-Koordinator, nach dem 0:0 im Revierderby und spielte damit auf den VAR-Sitz in Köln an.

Die Königsblauen forderten Brych auf, sich die Szene noch einmal in der  Video-Area anzuschauen, doch der Referee ließ nicht mit sich diskutieren. "Natürlich habe ich eine blau-weiße Brille auf, aber das ist etwas, wo man den geben kann. Ich hätte mir gewünscht, er guckt sich das an. Das verstehe ich nicht", so Schalkes Coach David Wagner bei Sky nach dem torlosen Remis.

Schiedsrichter Brych gibt Elfmeter im Revierderby nicht – obwohl BVB-Spieler Hazard mit der Hand dran war

Das Argument des Schiedsrichters, den Handelfmeter nicht zu geben, war wohl, dass Hazard wenig Abstand zum Ball hatte und ihn erst spät sah. Zudem nahm der Belgier seinen Arm noch nach hinten, wollte nicht seine Körperfläche vergrößern und tat es auch nicht wirklich.

"Ich habe die Szene im Spiel nicht gesehen. Aber in der Unterbrechung habe ich bei Hummels und Guerreiro nachgefragt und sie meinten, dass es Handspiel gewesen wäre. Schade, dass der Schiedsrichter sich das nicht angeschaut hat", sagte Schalkes Daniel Caligiuri.

Schalke hat mehr Chancen im Revierderby gegen den BVB – Elfmeter hätte vielleicht die Führung gebracht

Dabei hätte ein Elfmeter den Schalkern den Sieg im Revierderby gegen den BVB bescheren können. Die Knappen hatten viel Pech bei ihren Abschlüssen. Zweimal klatschte der Ball an das Aluminium des Dortmunders Tores, das Marwin Hitz für den erkrankte BVB-Stammtorhüter Roman Bürki hütete. Erst landete ein Kopfball von Schalke-Turm Salif Sané nach einem Eckball von Bastian Oczipka am Querbalken, dann setzte Suat Serdar nach einer überraschenden Großchance den Ball an den linken Pfosten.

Nullnummer im Derby zwischen Schalke und dem BVB

BVB-Verteidiger Mats Hummels war zuvor ein Klärungsversuch missglückt – er schoss seinem Mitspieler Thomas Delaney auf engstem Raum den Ball ins Gesicht, daraufhin prallte das Leder direkt vor die Füße von Schalkes Neu-Nationalspieler Suat Serdar. Aber eben ohne größere Auswirkungen auf das Ergebnis im Revierderby.

Strittiger Handelfmeter wurde nicht gegeben, im Vorfeld sorgten BVB-Ultras mit Pyro für Ärger

Für einen anderen Aufreger sorgten bei den Gästen zunächst die mitgereisten Fans – sowie Mario Götze mit einer verfrühten Abreise. Die BVB-Ultras, die erstmals seit Oktober 2013 mal wieder ein Derby in der Arena auf Schalke besuchen durften, zeigten sich nicht unbedingt von ihrer besten Seite und zündeten massiv Pyrotechnik im Vorfeld des Revierderbys. Der Anpfiff von Schiedsrichter Felix Brych verzögerte sich daraufhin daher um einige Minuten.

Die Spieler des FC Schalke 04, deren Leistungen Sie in der Einzelkritik mit Noten (auch die des BVB) nachlesen können, blieben von der Pyroshow unbeeindruckt. Die Elf von Schalkes Coach David Wagner verschaffte sich mehr Torchancen – und provozierten um ein Haar mit ihrem druckvollen Spiel in die Tiefe der BVB-Räume noch den Handelfmeter.

Daran wird der S04 vermutlich noch länger zu knacken haben, wäre ein Dreier im Derby doch auch moralisch ein enormer Gewinn gewesen – mit der Leistung wäre er zudem gerechtfertigt gewesen. maho

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Quelle: wa.de

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