Revierderby

Schalke dank Wagner wieder auf Tuchfühlung zum BVB

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David Wagner steht vor seinem ersten Revierderby als Schalker Bundesliga-Trainer.

Schalkes Trainer David Wagner brennt förmlich auf sein erstes Revierderby als Bundesliga-Trainer. Er hat einen entscheidenden Anteil daran, dass Königsblau aktuell wieder auf Augenhöhe ist.

Gelsenkirchen – Der Presseraum ist etwas gefüllter als in den Vorwochen. Das ist beinahe schon das einzige Indiz dafür, dass auf Schalke ein besonderes Match ansteht. Bei David Wagner ist der Ablauf wie sonst auch. Mit einem „Hallo, Mahlzeit“ betritt der Chefcoach das Medienzentrum in der Arena, um sich den Fragen zu stellen.

Eine besondere Anspannung? Oder sogar Nervosität vor seinem ersten Revierderby als Bundesliga-Trainer am Samstag gegen Borussia Dortmund (15.30 Uhr/bei uns im Live-Ticker)? „Ich würde nicht sagen, dass es anders ist als normal“, versichert der 48-Jährige glaubhaft: „Ich bin da eigentlich relativ entspannt bis zu dem Moment, wenn wir in der Arena sind.“

Aus der Vorfreude macht Wagner naturgemäß keinen Hehl. Das geht den Anhängern der Königsblauen nicht anders. Auch wenn das nicht messbar ist, dürfte sie aktuell größer sein als etwa vor einem Jahr, als die Knappen als Abstiegskandidat zum Titelanwärter nach Dortmund reisten – und das prestigeträchtige Duell tatsächlich für sich entschieden. Womit kaum einer gerechnet hatte.

Wagner verpasst Schalke einen neuen Fußball

Das sieht diesmal anders aus. Zwar sehen diverse Wettanbieter den BVB als Favoriten, aber der öffentliche Tenor ist ein anderer. Schalke begegnet den Schwarz-Gelben diesmal auf Augenhöhe und kann den BVB, der immerhin mit einem Zähler Vorsprung in die Begegnung geht, tiefer in die Krise stürzen, was die Kritik an Coach Lucien Favre erhöhen würde.

Dass die Königsblauen, die das Abschlusstraining am Freitag vor rund 1000 Zuschauern absolvierten, überhaupt wieder als ebenwürdiger Gegner wahrgenommen werden, vor dem sich die aktuell taumelnden Dortmunder fürchten, ist der Hauptverdienst von Wagner. Der Deutsch-Amerikaner übernahm einen Fast-Absteiger, hat der Truppe neues Leben eingehaucht und es überraschend schnell geschafft, ihr ein neues spielerisches Gesicht zu verpassen. Weg vom destruktiven Fußball zu einem, der zu Schalke passt und das Stadion elektrisiert.

„Wir haben jetzt schon Momente im Spiel, in denen man das erkennt“, sagt Wagner: „Man sieht auch, wie mutig wir das angehen – nicht nur bei eigenem Ballbesitz. Wir bestreiten nicht nur Zweikämpfe, sondern suchen sie auch aktiv.“ Doch der Coach stellt auch klar: „Wir wollen etwas anderes implementieren als das, was vorher da war. Daher wissen wir, dass noch viel zu tun ist.“ Zum Beispiel wenn es darum geht, die Effektivität der Angreifer zu erhöhen.

Schalkes Coach sieht viele Stärken beim BVB

Doch mit der Art des Fußballs, den die Schalker aktuell zeigen, sind die Siegeschancen gegen den BVB gar nicht so gering. Wenn es schnell nach vorne geht, bekommt Dortmund Probleme, die zuletzt erkennbar war. Nur die Torausbeute muss dann stimmen. „Das ist ausbaufähig, das wissen die Jungs aber auch“, erklärt Wagner.

So sehr das Revierderby die gesamte Region elektrisiert, predigt Wagner, den Fokus auf das Wesentliche nicht zu verlieren: „Emotionalität ist top und in so einem Spiel wahnsinnig wichtig, die Hauptkonzentration sollte jedoch auf den beiden Szenarien liegen, was wir mit dem Ball machen und was bei Ballbesitz des Gegners.“

Denn den redet Schalkes Coach keineswegs so schwach, wie er aktuell dargestellt wird: „Es dauert relativ lang, um über die Stärken des BVB zu sprechen. Und über Schwächen zu sprechen, ist relativ kurz.“

Seinem Team hat er dies in der Vorbereitung ausführlicher mit auf den Weg gegeben. Und das kann es offenbar genauso wenig abwarten wie Wagner selbst: „Wir wollen, dass es losgeht, fertig.“

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Quelle: wa.de

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