Max Meyer belebt Königsblau

Rekord-Talent mit Einfluss und Lust auf Elfmeter

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Max Meyer hätte nichts dagegen, auch die Elfmeter zu schießen.

GELSENKIRCHEN - Der Stolz war Max Meyer ins Gesicht geschrieben. Schließlich hatte der Mittelfeldspieler mit seinem Führungstreffer zum 1:0 großen Anteil daran, dass seine Mannschaft in der zweiten Hälfte doch noch die Kurve bekommen hatte. Am Ende stand ein verdientes 2:0 für den FC Schalke 04 gegen Eintracht Frankfurt.

Von Jörg Strohschein

 „Ich freue mich riesig, dass ich mal wieder getroffen habe“, erklärt Meyer. Ganz nebenbei hatte er auch einen neuen Rekord in der Bundesliga-Geschichte aufgestellt. Mit 18 Jahren und 210 Tagen war ihm bereits sein sechstes Saisontor gelungen. Das hatte bisher noch kein noch so großes Talent in der deutschen Eliteklasse geschafft.

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Nicht zuletzt unterstrich dieser lange Zeit zähe Abend in der Gelsenkirchener Arena erneut, dass die Heranwachsenden aus der eigenen Jugend bereits entscheidenden Einfluss auf die Ergebnisse nehmen können. Und dieses Vertrauen in die eigenen Stärken machte sich auch gleich an anderer Stelle bemerkbar.

Denn Max Meyer positionierte sich auch gleich in einer anderen Frage. „In der Jugend habe ich oft geschossen. Und wenn einer sagt, dass ich schießen soll, dann schieße ich auch“, sagte Meyer mit Blick auf den verunglückten Elfmeter von Klaas-Jan Huntelaar. Schließlich war es bereits der zweite Fehlschuss des Niederländers vom Elfmeterpunkt in der laufenden Spielzeit.

Und nun war die Gelegenheit gegeben, auch schon einmal ganz leise Ambitionen anzumelden. „Ich glaube aber nicht, dass ich als 18-Jähriger schießen darf“, schränkte er seine eigenen Ansprüche auch gleich wieder ein.

Keinesfalls aufdringlich, aber doch mit einem gesunden Selbstbewusstsein ausgestattet, agierte Meyer nach der Partie auch verbal – so wie er es in dieser Saison auch auf dem Spielfeld zu tun pflegte. Die Schalker haben ihre erfolgreiche Rückrunde auch gegen die Hessen fortgesetzt.

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Auch wenn es zuletzt gegen Werder Bremen und eine Halbzeit lang gegen Frankfurt gehörig ruckelte, wollen sie sich die direkte Qualifikation an der Champions League nicht mehr nehmen lassen. Das plötzliche Aufbäumen und die spontane Überlegenheit in der zweiten Hälfte gegen die Frankfurter Eintracht war so beachtlich wie unverwertbar.

Und es war der Nachweis für diese besondere Beharrlichkeit der Königsblauen seit dem Rückrundenbeginn. Die Schalker haben sich selbst und in kürzester Zeit aus ihrer Flaute befreit. Derzeit gelingt es dem Team, eine gemeinsame Linie zu finden. „Wir haben einen Lauf, den wollen wir fortsetzen“, sagte Trainer Jens Keller.

Julian Draxler, der mit seinen 20 Jahren schon zu den reiferen Jungen im Schalker Team zählt, fasste die vergangenen Wochen zusammen. „Wenn man die nötigen Punkte sammelt, steht man in der Tabelle auch oben. Wir sind da, wo wir hingehören. Und das wollen wir uns nicht mehr nehmen lassen“, sagte Draxler und machte sich auf den Heimweg.

Quelle: wa.de

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