Real Madrid: Kroos gegen Schalke 04 unter Druck

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Real Madrids Toni Kroos spricht in Gelsenkirchen auf einer Pressekonferenz.

GELSENKIRCHEN - Pfiffe gegen die eigene Mannschaft, wenig königliche Leistungen auf dem Platz, viele Verletzte und dazu noch eine Geburtstags-Affäre um Cristiano Ronaldo – die „Galaktischen“ aus Madrid gelten aktuell als ziemlich geerdet. Was für Horst Heldt aber nicht bedeutet, dass der FC Schalke 04 sich nicht mehr in der Außenseiter-Rolle befindet.

Von Jens Greinke

„Es ist ein Blödsinn zu glauben, dass die Madrilenen gerade eine Schwächeperiode haben“, bestimmt Schalkes Manager. Widerspruch zwecklos. Allerdings befinden sich die Spanier derzeit auch nicht in ihrer besten Form.

Dem schmerzenden 0:4 im Stadtderby gegen Atlético folgte ein mittelschwerer Skandal um den 30. Geburtstag von Superstar Cristiano Ronaldo. Dieser hatte nach der Pleite mit einigen Mitspielern recht fröhlich in einem Klub gefeiert.

Dank der recht gnadenlosen „Social-Media"-Kultur drangen Fotos der feucht-fröhlichen Geburtstags-Feier nach außen. Was zu einem wahren Shitstorm unter dem Motto „Party der Schande“ bei den Fans sorgte.

Auch der 2:0-Sieg am vergangenen Wochenende über Deportiva La Coruna konnte die Wogen nicht glätten. Die Fans pfiffen die „Königlichen“ aus, und selbst die ansonsten so Real-freundliche Sportzeitung Marca meinte abfällig: „So gewinnt Real die Champions League nicht, so gewinnt es nicht einmal gegen Schalke.“

Toni Kroos schätzt die Lage naturgemäß anders ein. „Wir hatten in den vergangenen Wochen nur ein schlechtes Ergebnis, das 0:4 gegen Atlético“, sagt der deutsche Weltmeister in Diensten von Real und ergänzt: „Ansonsten haben wir alle Spiele gewonnen.“

Etwas schwerer als die vermeintliche Formschwäche wiegt für den Ex-Bayern-Profi der Umstand, dass „bei uns derzeit drei, vier wichtige Spieler ausfallen“.

Auf der Verletztenliste der Madrilenen stehen Spieler wie Fabio Coentreao, Sergio Ramos, Sami Khedria, Luka Modric und James Rodriguez. „Aber wir haben genügend andere Leute, die einspringen können“, sagt Kroos, der im vergangenen Sommer zu Real gewechselt war.

Dass den Madrilenen ein ähnlich hoher Sieg (6:1) wie in der vergangenen Saison gelingt, glaubt der 25-Jährige allerdings nicht: „Sie haben damals relativ oft offen gestanden. Den Gefallen werden sie uns dieses Mal nicht tun.“

Quelle: wa.de

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