Kampf um Nummer eins

Fährmann vs. Nübel: Darum ist das Torwart-Thema auf Schalke nicht vom Tisch

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Wollen beide Schalkes Nummer eins sein: Alexander Nübel (links) und Ralf Fährmann.

Ralf Fährmann genießt auf Schalke ein Status als Nummer eins vor Alexander Nübel, das haben alles Beteiligen klar kommuniziert - zumindest nach Außen. Aber die Diskussionen sind damit nicht beendet.

Gelsenkirchen - Eigentlich war das Thema längst erledigt. „Ralf Fährmann ist unser Kapitän und unsere Nummer eins“, hatte Schalkes Cheftrainer Domenico Tedesco vor einigen Wochen unmissverständlich klargestellt. Doch allein die Tatsache, dass der 33-Jährige diese Frage mehrfach gestellt bekommen hat, zeigt: So klar ist das Ganze wohl nicht.

Denn Alexander Nübel (22) hat seine Sache in den sechs Partien, in denen er den zu diesem Zeitpunkt verletzten Fährmann (30) vertreten hatte, sehr gut gemacht. Zeigte vor allem fußballerisch die besseren Anlagen – nicht unwichtig für das Spiel der Königsblauen.

Fährmann beteuerte jüngst erneut, keinen Druck von Nübel zu spüren. Zumindest ist das die Ansicht, die er nach Außen vertritt. „Ich mache mir eher Druck, den Verein voranzubringen“, erklärte der Schlussmann.

Patzer von Fährmann

Auch wenn Fährmann zuletzt oft unsicher war – wie auch im einzigen Testspiel der Vorbereitung gegen den KRC Genk (2:2) – wird Tedesco die Baustelle Torhüter nicht unnötig aufmachen. Mit Blick auf den Sommer könnten die Karten allerdings neu gemischt werden. Zumindest muss sich der Klub im Fall von Nübel klar positionieren.

Denn der U21-Nationaltorwart wird sich nicht länger mit seiner Rolle als Reservist begnügen. Spätestens im März will Nübel über seine Situation sprechen und Klarheit darüber haben, wie es für ihn auf Schalke (Vertrag bis 2020) weitergeht: Verlängern und bleiben? Verlängern und ausleihen lassen? Oder gar Abschied?

„Ich saß jetzt ein paar Jahre auf der Bank, nun will und muss ich auch mal über längere Zeit spielen, möglichst Woche für Woche“, sagte er kürzlich im Interview mit Westline.

Für Nübel "wird es jetzt Zeit"

Er müsse genau abwägen, was das Beste für ihn ist. Schauen, ob Königsblau ihm eine ernsthafte Perspektive bieten kann: „Es wird jetzt Zeit für mich. Wenn es hier auf Schalke noch nicht klappt, dann muss ich einen Schritt zurück machen zu einem im Vergleich zu Schalke vielleicht kleineren Verein.“

Aber erst müssen sich die Knappen klar äußern. Vor allem gegenüber Nübel. „Dass er bei uns eine wichtige Rolle spielt, weiß er“, erklärte Sportvorstand Christian Heidel: „Und er hat unter Beweis gestellt, dass er in der Bundesliga im Tor stehen kann.“ Viele Argumente sprechen für Nübel. Weshalb das Thema Torwart-Diskussion längst nicht vom Tisch ist.

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Quelle: wa.de

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