Im Urlaub

Nach Skandal um BVB-Trikot: Matondo mit emotionaler Botschaft an die Fans - „Ich kann jedem Schalker versprechen ...“

Die Liste, die sagt „tu das nicht als Schalke-Profi“ ist kurz. Rabbi Matondo hat sie mit dem Tragen des BVB-Trikots ignoriert. Nun folgte eine deutliche Entschuldigung an die Fans.

  • Rabbi Matondo, Profi von Schalke 04, trainierte im Trikot von Borussia Dortmund.
  • Der Verein hat umgehend in Person von Sportvorstand Jochen Schneider reagiert (Update vom 14. Juli, 16.04 Uhr).
  • Am Mittwochmorgen hat sich Rabbi Matondo bei den Fans entschuldigt (Update vom 15. Juli, 11.16 Uhr).

Update vom 15. Juli, 11.16 Uhr: Rabbi Matondo hat mit dem Tragen des BVB-Trikots während einer privaten Trainingsstunde die Gemüter bei Schalke 04 erhitzt. Die deutliche Ansage von Sportvorstand Jochen Schneider folgte zugleich. Der Profi selber nahm sich einen Tag Zeit, um seine Gedanken zu sammeln. Die hat er nun in einer emotionalen Botschaft an die Fans zusammengefasst.

NameRabbi Matondo
Geboren 9. September 2000, Liverpool, Vereinigtes Königreich
Größe1,75 Meter
VereinFC Schalke 04

„Ich bin sehr traurig von mir selbst. Enttäuscht, dass ich alle, die sich mit Schalke verbunden fühlen, damit im Stich gelassen zu haben“, schrieb Matondo am Mittwochmorgen auf seinem Instagram-Profil. Zugleich räumte er ein, nicht über mögliche Konsequenzen nachgedacht zu haben. Vielmehr habe er lediglich das Trikot seines guten Freundes Jadon Sancho tragen wollen - völlig unabhängig der schwarz-gelben Farben des Rivalen Borussia Dortmund.

Rabbi Matondo: Emotionale Botschaft nach Skandal um getragenes BVB-Trikot

„Ich war naiv und habe das Trikot für eine private Trainingsstunde angezogen. Ich habe es nur wegen Jadon getragen. Für dieses unreife Verhalten gibt‘s keine Entschuldigung“, so Matondo. Der 19-jährige Waliser weilt zurzeit in Cardiff. In einem örtlichen Fitnessstudio hatte sein persönlicher Coach ein Video aufgenommen. Zu sehen war der Schalke-Profi an einer Klimmzugstange - im Trikot des BVB.

„Ich kann jedem Schalker versprechen, dass ich mich seit Tag eins zu 100 Prozent mit Schalke identifiziere. Ich liebe jede einzelne Minute als Spieler von Schalke. Und die Liebe zum Club, zu den Fans und zu meinen Mitspielern wird niemals enden“, so Matondo abschließend. Eins ist klar: Der junge Matondo hat seine Lektion gelernt, die Reue sitzt tief. Das Thema sollte damit abgehakt sein.

Wette verloren oder kopflos: Schalke setzt Statement nach Skandal um Profi Matondo

Update vom 15. Juli, 9.19 Uhr: Es wurde gerade ein wenig ruhig um den Fußball-Bundesligisten FC Schalke 04 nach zuletzt turbulenten Wochen. Dann jedoch tauchte ein Video von Profi Rabbi Matondo auf. Der junge Schalker trainierte fleißig im Fitnessstudio für die kommende Saison. So weit, so gut. Das allerdings tat der Waliser ausgerechnet im Trikot von Borussia Dortmund. Der Verein reagierte prompt.

„Ich habe Rabbi Matondo am Telefon mehr als deutlich gemacht, was ich von so einer unüberlegten Aktion halte“, wurde Sportvorstand Jochen Schneider deutlich. „Er ist zwar erst 19 Jahre alt, aber das darf ihm trotzdem nicht passieren. Wir haben ihm klar gesagt, dass er auf und neben dem Platz die passende Reaktion auf sein Fehlverhalten zeigen muss.“ Eine öffentliches Statement von Matondo werde im Laufe des Nachmittags erwartet.

Zudem betonte der Verein, Rabbi Matondo hätte sich einsichtig gezeigt und sich für seinen Fehltritt entschuldigt. Durchaus dürfte das Tragen des BVB-Trikots der Unüberlegtheit geschuldet sein und viel weniger einer Stichelei gegen seinen Arbeitgeber. Ohnehin pflegt Matondo seine Freundschaft mit BVB-Star Jadon Sancho - nun auch versehentlich öffentlich.

Wette verloren oder schlichtweg kopflos: Schalke-Akteur trainiert im BVB-Trikot - Fans stinksauer

[Erstmeldung] Hamm - Es genügt nicht viel, um zu beweisen, dass ein Spieler zum FC Schalke 04 passt. Bodenständigkeit, Malochen und alles für den Klub geben. Ein Sieg ist nicht unbedingt immer Pflicht. Die Fans auf den Rängen wollen sehen, dass der Rasen in der Gelsenkirchener Veltins Arena sprichwörtlich umgepflügt wurde. Wie selbstverständlich gehört die Rivalität gegenüber Schwarz-Gelb dazu. Ein Schalker Spieler scheint dies nicht so wirklich zu beherzigen.

Die Bundesliga-Saison ist offiziell vorbei. Die Schalker Profis befinden sich im Urlaub und verarbeiten die katastrophale Rückrunde, bevor es im September weiter geht mit der ersten DFB-Pokalrunde und dem Ligastart. Sich auf die faule Haut zu legen kommt für Flügelflitzer Rabbi Matondo nicht in Frage. Noch immer hat er nicht den Durchbruch in Gelsenkirchen geschafft. Das will er offensichtlich ändern.

Wette verloren oder schlichtweg kopflos: Rabbi Matondo trainiert im BVB-Trikot

Ein Video auf Instagram zeigt den jungen Waliser hart arbeitend. Matondo malocht und absolviert fleißig Klimmzüge im Fitnessstudio „SOS Athletic Excellence“ in Cardiff. Das allerdings im Trikot von Borussia Dortmund und der Nummer Sieben seines Freundes Jadon Sancho auf dem Rücken.

Kopflos, provozierend oder vielleicht doch nur ganz ehrenvoll Wettschulden eingelöst? So oder so: Mit seiner Aktion im BVB-Trikot hat sich Rabbi Matondo auf Schalke keine Freunde gemacht. Die Reaktionen ließen nicht lange auf sich warten. „In so einer Lage sich im Trikot des Erzrivalen aufnehmen lassen? Finde ich widerlich!“, urteilte ein Nutzer prompt.

Schalke: Rabbi Matondo trainiert im BVB-Trikot - Fans reagieren stinksauer

Ein Weiterer zog gleich erste Konsequenzen. „Verurteilt mich, aber so jemand hat auf Schalke nichts zu suchen“, wurde er deutlich. Ein anderer appellierte an das Gewissen des jungen Matondo: „Habe ich kein Verständnis für. Wenn einem Spieler schon so wenig an einem Verein liegt, dass ihm der Feind egal ist, sollte er zumindest aus Respekt vor seinem Arbeitgeber und den Fans nicht auch noch deren Klamotten anziehen. Ekelhaft!“

Rabbi Matondo ist in Erklärungsnot - besonders gegenüber den Fans, aber auch gegenüber seinen Kollegen aus dem Kader von Schalke 04. Einige könnten den Verein noch verlassen, neue Spieler sollen auf dem Transfermarkt verpflichtet werden. Matondos Rückkehr nach Gelsenkirchen könnte eine durchaus unangenehme für ihn werden. Es sei denn, er hat eine gute Begründung für das Tragen des BVB-Trikots parat.

Rubriklistenbild: © Tobias Hase

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