Gelsenkirchener Polizeichef rechtfertigt Einsatz

+

GELSENKIRCHEN - Der Gelsenkirchener Polizeipräsident Rüdiger von Schoenfeldt hat den umstrittenen Polizeieinsatz beim Playoff-Spiel zur Champions League zwischen Schalke 04 und PAOK Saloniki vor einer Woche gerechtfertigt.

Lesen Sie auch:

Polizeigewerkschaft: "Heldt und Peters sollten den Mund halten"

Disziplinarverfahren gegen Schalke 04

Schalke sagt Bankett mit Saloniki-Vorstand ab

"Alle Hinweise und das Verhalten der griechischen Fans deuteten auf einen unmittelbar bevorstehenden Ausbruch der Gäste-Fans aus ihrem Block und eine mögliche Platzstürmung, die durch die vorhandenen Polizisten nicht zu stoppen gewesen wäre, hin. Leib und Leben von Fußballfans wären gefährdet gewesen", wurde von Schoenfeldt am Mittwoch in einer Erklärung der Behörde zitiert.

Aus Verärgerung über eine mazedonische Fahne im Block der Schalke-Fans hatten Anhänger des griechischen Erstligisten mit einem Platzsturm gedroht. Um das zu verhindern, hatten Ordnungskräfte die Flagge entfernt. Dabei war es zum Einsatz von Schlagstöcken und Pfefferspray gekommen. "Die zweimalige Aufforderung an die Ultras, das Banner zu entfernen, wurde nicht befolgt", sagte der Gelsenkirchener Polizeipräsident.

Von Schoenfeldt veranlasste eine strafrechtliche Überprüfung des Verhaltens sowohl der eingesetzten Polizisten als auch der griechischen und deutschen Fans: "Hierzu wurden von der Kriminalpolizei alle Unterlagen und Videofilme beschlagnahmt und werden ausgewertet." Von Schoenfeldt bedauert, dass auch Unbeteiligte zu Schaden kamen: "Ich entschuldige mich bei allen Unbeteiligten, die durch den Einsatz des Pfeffersprays verletzt wurden, ausdrücklich." - lnw

Quelle: wa.de

Kommentare

Unsere Kommentarfunktion wird über den Anbieter DISQUS gesteuert. Nutzer, die diesen Dienst nicht verwenden, können sich hier über das Login-Formular anmelden.
Netiquette
Hinweis: Kommentieren Sie fair und sachlich! Rassistische, pornografische, menschenverachtende, beleidigende oder gegen die guten Sitten verstoßende Äußerungen sind verboten und werden gelöscht.

Kommentare