Neuer Stürmer im Sommer

Nicht das Geld hat Mark Uth zum FC Schalke gelockt

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Nur noch drei Spiele im Hoffenheimer Trikot: Mark Uth.

Mit Mark Uth wechselt der beste deutsche Scorer der Bundesliga im Sommer zum FC Schalke. Für eine WM-Teilnahme dürfte seine Leistungsexplosion aber zu spät kommen.

Sinsheim - Mark Uth hat in diesen Wochen viel zu lachen - sogar dann, wenn er mal nicht spielt. Als der Stürmer des Fußball-Bundesligisten 1899 Hoffenheim zuletzt wegen einer Gelbsperre fehlte, nahm er mit ein paar Freunden kurzerhand auf der Pressetribüne Platz. Von dort aus sah die Gruppe ein 2:0 der TSG gegen den Hamburger SV, Uth amüsierte sich prächtig.

Noch fröhlicher ist der 26-Jährige allerdings, wenn er selbst trifft. Und das gelingt ihm in dieser Saison so gut, dass einige sogar seine WM-Teilnahme fordern. "Wenn's passiert, passiert's. Wenn nicht, dann ist das eben so", sagte der gebürtige Kölner: "Ich mache mir darüber keine Gedanken."

Das dürfte auch besser sein, denn Uth weiß wahrscheinlich selbst genau, dass er trotz seiner bärenstarken Leistungen im Wettstreit mit den arrivierten Timo Werner, Mario Gomez und Sandro Wagner keine Chance haben wird. Dabei muss sich der Angreifer vor einem Vergleich mit den WM-Kandidaten gar nicht verstecken.

Vor dem Auftakt des 32. Spieltags am Freitag gegen Hannover 96 hatte Uth nämlich 14 Tore erzielt und neun weitere vorbereitet. Er ist damit der beste deutsche Scorer, einzig Münchens Sturm-Ass Robert Lewandowski war in der Bundesliga an mehr Treffern beteiligt. Uth könnte zudem den TSG-Rekord von Vedad Ibisevic knacken, dessen 18 Tore aus der Saison 2008/09 bislang kein Hoffenheimer erreicht hat.

Eine neue Bestmarke wäre auch irgendwie das passende Abschiedsgeschenk, denn oft wird man Uth nicht mehr im Hoffenheimer Dress sehen. "Es war schon immer ein Traum, regelmäßig vor 60.000 Zuschauern zu spielen", sagte Uth mit Blick auf seinen Wechsel im Sommer zu Schalke 04: "Auch mal zu einem größeren Verein mit so einer Fankultur zu wechseln, war reizvoll."

Der ehemalige Junioren-Nationalspieler wehrte sich damit auch gegen Kritik, er sei nur des Geldes wegen dem Ruf aus Gelsenkirchen gefolgt. "Ich hätte auch in Hoffenheim gut verdienen können, so ist es nicht", sagte Uth, der keine Transfererlöse in die Hoffenheimer Kassen spülen wird.

Sein Vertrag läuft im Sommer nämlich aus, und die TSG wollte ihren keinesfalls ungefragten Stürmer nicht veräußern - auch nicht für viel Geld. "Für ihn gab es schon lange hohe Angebote. Drei Tage vor Transferschluss haben wir ein achtstelliges Angebot für ihn aus Italien erhalten", verriet Sportchef Alexander Rosen.

Hoffenheim nahm die Offerte allerdings nicht an, Uth steigerte sich kontinuierlich und sieht sich nun als "gestandener Bundesligaspieler", der "noch nicht am Ende der Entwicklung ist. Ich kann aus allen Fasern meines Körpers noch was rausholen." Profitieren wird davon dann aber nicht mehr die TSG.

Quelle: wa.de

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